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Brandenburg/Havel Linke setzen auf mehr Radverkehr
Lokales Brandenburg/Havel Linke setzen auf mehr Radverkehr
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16:56 12.09.2018
Sichere glatte Radwege sind in der Stadt Brandenburg eine Seltenheit. Ebenso wie vernünftige Fahrradstellplätze. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
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Brandenburg/H

Die Brandenburger Linken wollen dem Fahrradverkehr in der Stadt Brandenburg auf die Sprünge helfen. Insbesondere die Fraktionsvorsitzende Heike Jacobs ist ständig mit dem Fahrrad unterwegs und kennt die Probleme wie fehlende Parkmöglichkeiten, hohe Bordsteine, Gleise und andere Gefahren aus eigener Erfahrung und dem Effeff.

Zusammen mit ihren Pendant an der Fraktionsspitze René Kretzschmar ist Jacobs jetzt an die Öffentlichkeit gegangen, um eine Reihe von Vorschlägen bekannter zu machen, die die Linken im Zusammenhang mit dem Parkraumkonzept und dem Verkehrsentwicklungsplan entwickelt haben. „Die Linke ist eine fahrradfreundliche Fraktion“ meinen Jacobs und Kretzschmar.

Fahrrad-Parkplätze fehlen oder stehen ungünstig

Und so fordern sie „die Errichtung von weiteren Fahrradabstellanlagen innerhalb des Stadtgebietes in den Jahren 2019 und 2020. Im vorgelegten Radverkehrskonzept werden die Errichtung solcher Anlagen nur benannt“, wird beklagt. Mögliche – bestenfalls auch überdachte – Stellplätze für Fahrräder sind demnach die Werft, der Nicolaiplatz, der Johanniskirchplatz, die Haltestelle in der Hauptstraße, die Kreuzungen Steinstraße/Kurstraße sowie Steinstraße/Brüderstraße, die Technische Hochschule, der Neustädtischer Markt und der Südeingang der St.-Annen-Galerie.

Führen die Fraktion der Linken: René Kretzschmar und Heike Jacobs. Quelle: Heike Schulze

„Leider macht die Verwaltung keinerlei Angaben in welchem Zeitraum dies geschehen soll. Wir beantragen, dass dies als deutliches Zeichen einer fahrradfreundlichen Stadt innerhalb der nächsten zwei Jahre geschieht“, schreiben die Linken in ihrem Forderungskatalog.

Ein Ticket zum Parken und für den ÖPNV

Damit nicht genug: Die Linken wollen die PKW-Parkplätze am Hauptbahnhof in die Parkraumbewirtschaftung integrieren und dafür einen Pendlerparkausweis etablieren. Ihr Plan: Mit dem Pendlerparkausweis erhalten Personen, welche diesen Ausweis für 50 Euro im Monat erwerben, neben der Berechtigung des Parkens am Bahnhof und auf weiteren Park-&-Ride-Parkplätzen innerhalb des Stadtgebietes, eine Umweltmonatskarte AB der Verkehrsbetriebe.

Die Monatskarte deckt den Verkehr innerhalb des Stadtgebietes ab. Damit soll die Motivation, mit dem öffentlichen Personennahverkehr zum Bahnhof oder in die Innenstadt zu gelangen, erheblich gesteigert werden. Gleichzeitig werde Pendlern aber auch die Möglichkeit eingeräumt, ihren PKW in der Nähe einer anderen Haltestelle des ÖPNV abzustellen und den Rest des Weges zum Bahnhof oder in die Innenstadt mit dem Bus oder der Straßenbahn zurückzulegen.

Parkhäuser schlecht ausgelastet

„Wir sind überzeugt, dass mit einer solchen Regelung der ÖPNV in der Stadt weiter gestärkt und die Innenstadt vom Verkehr entlastet wird. Auch wird das Langzeitparken auf den Stellplätzen am Bahnhof verhindert“, heißt es in der Erklärung der Brandenburger Linken weiter.

Wie vielen anderen auch, ist den Linken aufgefallen, dass das Parkhaus in der St.-Annen-Galerie und das Parkhaus der Riester-Renten-Behörde fast nie ausgelastet ist. Sie wollen die Verwaltung daher nun beauftragen in Gesprächen mit den Eigentümern der Parkhäuser auszuloten, ob und inwieweit auch die Brandenburger Bevölkerung die Parkhäuser nutzen kann.

Auch die CDU nimmt das Thema jetzt auf

Auch im Lager der CDU beschäftigt man sich derzeit mit dem Thema Radverkehr. Wie der Fraktionschef der CDU Jean Schaffer sagt, begrüße er das Vorhaben der Linken, den Ausbau von Fahrrad-Stellflächen zu forcieren. Allerdings halte er nichts von der Idee das alles mit einem zusätzlichen ÖPNV- und Parkticket zu kombinieren: „Das ist meiner Ansicht nach nicht mit uns zu machen.“

Von Benno Rougk

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