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Brandenburg/Havel Linken-Chef Kutsche will in den Landtag
Lokales Brandenburg/Havel Linken-Chef Kutsche will in den Landtag
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17:59 10.09.2018
Linken-Kreischef Andreas Kutsche will in den Landtag. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Andreas Kutsche, der Vorsitzende der Linken der Stadt Brandenburg, soll bei der Landtagswahl 2019 für die Linken antreten. Am Wochenende tagte im TGZ der Kreisverband der Linken. Nur etwa 40 Parteimitglieder fanden den Weg ins TGZ. Auf Werbung hatte die Partei verzichtet. Im Wahlkreis 17 wurde Kutsche mit 81,25 Prozent gewählt.

„Ich bin in einem Arbeiterhaushalt als 5. von sieben Kindern aufgewachsen“, erzählte der Dresdner (41), der schon seit 20 Jahren in Brandenburg lebt. Der Krankenpfleger im städtischen Klinikum ist seit zehn Jahren Vizechef des Betriebsrates und führt seit gut einem Jahr den ziemlich zerstrittenen Kreisverband der Linken.

Streit noch immer hinter den Kulissen

Seit er das Ruder übernahm, wird der Streit zumindest nicht mehr öffentlich ausgetragen. Beigelegt ist er nicht, die Wunden der Rathauskooperation mit der CDU wirken nach.

Für den Wahlkreis 16 – der weite Teile des Altkreises Brandenburg umfasst – stellte sich im TGZ Andreas Bernig vor. Da sein Wahlkreis über die Grenzen des Kreisverbandes hinausgeht, fand kein förmlicher Wahlakt statt, aber die zu seinem Wahlkreis gehörenden Anwesenden befürworteten seine Wahl. Für die Aufnahme beider Kandidaten in die Landesliste stimmten alle Besucher. Außerdem wurden Vertreter des Kreisverbandes für die Landesvertreterversammlung gewählt.

Medien nicht eingeladen

Die Medien waren im Übrigen nicht erwünscht. Obschon die Pressesprecherin Uta Sändig auf Nachfrage ihrer Genossen sagte, man habe die Presse eingeladen, ging zumindest bei der MAZ keine Einladung ein. „Ich denke, dass Frau Sändig die Unwahrheit gesagt hat“, sagt die linke Stadtverordnete Heidi Hauffe.

Für Kutsche, der zwar im Klinikum bekannt ist, darüber hinaus aber viel für seinen Bekanntheitsgrad tun muss, war das Fehlen der Medien „eine verpasste Chance.“ Wie er der MAZ sagte, wolle er nun offensiv beginnen für seine Positionen und Pläne zu arbeiten. Er halte es für durchaus denkbar, dass die Wähler einem Linken die Stimme geben.

Steckenpferde: Gesundheit und Mobilität

Sollte es nicht für das direkte Mandat reichen, hoffe er, dass er sich auf der Landesliste zwischen dem zehnten und 16 Platz einrangieren könne. Diese Positionen gelten als sichere Posten für den Landtag.

Inhaltlich will sich Kutsche in der Landespolitik in erster Linie auf die Stärkung des Gesundheitsstandortes Brandenburg an der Havel im Westhavelland konzentrieren. „Als Bewohner der kreisfreien Stadt Brandenburg mit Anbindung an die Metropolregion Potsdam und Berlin ist es mir ferner wichtig, dass das Angebot für alle Pendler zeitnah ausgebaut wird – idealerweise eine Verbindung alle 20 Minuten“, so Kutsche weiter. Innerstädtisch setzt Kutsche auf das Fahrrad und die E-Mobilität.

Von Benno Rougk

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