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Brandenburg/Havel Lkw-Wendemanöver ruinieren Asphalt
Lokales Brandenburg/Havel Lkw-Wendemanöver ruinieren Asphalt
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09:26 29.05.2018
An der Geschwister-Scholl-Straße mussten alle Lkw wenden, entsprechend sah der von Wärme aufgeweichte Straßenbelag aus. Quelle: Carsten Eichmüller
Brandenburg/H

Der Unfall mit dem nebst aufgeladenem Mähdrescher umgekippten Sattelschlepper am Sonnabendmorgen auf der Autobahn 2 zwischen Wollin und Brandenburg in Richtung Berlin hatte auch weitreichende Folgen für die Stadt.

Viele Lkw verließen neben unzähligen Pkw die Autobahn an der Anschlussstelle Wollin, sie bahnten sich einen Weg durch die Stadt, um wieder über den Anschluss Brandenburg auf die A 2 zu gelangen.

Polizei schickt LKW-Fahrer zurück

Doch hatte die Polizei eine Kontrollstelle aufgebaut. Ester Polizeihauptkommissar Carsten Eichmüller war an diesem Morgen Dienstgruppenleiter in der Brandenburger Inspektion. „Weil die Brücke an der Potsdamer Straße über die Bahngleise nicht für Fahrzeuge mit mehr als 16 Tonnen zugelassen ist, mussten wir alle Brummifahrer zurückschicken.“

Diese mussten Am Hauptbahnhof in Höhe der Einmündung Geschwister-Scholl-Straße wenden und zurück nach Wollin, von dort über Briesen, Ragösen, Golzow von der anderen Seite zur A-2-Anschlussstelle fahren. So rollte die 40-Tonner-Karawane gleich zweimal durch die Stadt. „Wir haben recht schnell einen Funkstreifenwagen zur Anschlussstelle Wollin beordert, dessen Besatzung die Lkw-Fahrer darauf aufmerksam gemacht hat, gleich die richtige Stau-Umfahrung zu nehmen.“

Hitze setzt Asphalt zu

Die innerstädtischen Wendemanöver haben auf der Straße deutliche Spuren hinterlassen, der abgefahrene Gummi ist vielleicht nicht so schlimm. Doch bei Temperaturen um 30 Grad Celsius und darüber ist die Asphaltdecke weich und hat sich teilweise verschoben, so dass es jetzt Dellen und Buckel gibt. „Wenn es noch zwei solcher Aktionen geben muss, dürfte der Belag hinüber sein und erneuert werden.“

Eichmüller, der im Ehrenamt auch Stadtverordneter für die SPD ist, beklagt mangelnde Weitsicht bei der Verkehrsplanung. „Es war der größte Fehler, auf den zweiten Autobahnanschluss zu verzichten. Immer, wenn auf der A 2 etwas passiert, wälzt sich alles durch die Stadt. Hier rächt sich das Fehlen eines echten Bypasses.“

Keine Lösung parat

Auch in den Verkehrsplänen, die am Mittwoch erstmals von den Stadtverordneten beraten werden, finde sich keinerlei Lösung für die Probleme, die von der Autobahn mitten in die Stadt getragen werden. SPD-Chef Ralf Holzschuher fordert nun, die kaputte Brücke für Lkw schnell instand zu setzen.

Von André Wirsing

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