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Brandenburg/Havel Lkw kracht in Scheune – Fahrer schwer verletzt
Lokales Brandenburg/Havel Lkw kracht in Scheune – Fahrer schwer verletzt
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15:43 21.11.2017
Dieser Lastzug durchbrach in Buckau die Mauer einer Scheune. Der Fahrer wurde schwer verletzt. Quelle: Frank Bürstenbinder
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Buckau

Wieder hat es in der Buckauer Ortslage gekracht. Zum zweiten Mal wurde der Hof von Ines und Olaf Gade von einem außer Kontrolle geratenen Lastzug schwer beschädigt. Wie durch ein Wunder kam niemand der Hausbewohner zu Schaden. Schwer verletzt wurde der Fahrer des niederländischen Lkw. Was ist passiert?

Es war noch dunkel, als am Dienstagmorgen gegen 6 Uhr der aus Richtung Görzke kommende Laster samt Anhänger Buckau passierte. Beim Durchfahren der S-Kurve in Richtung Ziesar verlor der Brummi-Fahrer die Kontrolle über seinen Lkw. In der Linkskurve vor dem Ortsausgang durchbrach der mit zwei Containern beladene Lkw die Mauer einer Scheune nur wenige Meter neben dem Wohnhaus von Familie Gade. Anschließend kippte der Lastzug auf die Beifahrerseite. Nur Minuten später hätte der Unfall einen noch schlimmeren Ausgang nehmen können. Olaf Gade war kurz davor sein Auto aus der Scheune zu fahren.

Der eingeklemmte Fahrer muss geborgen werden. Quelle: Christian Griebel

Bei dem Crash mit der Scheune wurde das Lkw-Fahrerhaus so stark beschädigt, dass der Mann am Steuer eingeklemmt wurde. Feuerwehrleuten aus Ziesar, Buckau und Köpernitz gelang es in einer komplizierten Rettungsaktion den Fahrer lebend aus dem Wrack zu befreien. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Brandenburger Klinikum gebracht. „Die Kameraden haben mit ihrem Werkzeug eine gute Arbeit geleistet“, sagte Ziesars Amtsbrandmeister Andy Laube. Außerdem sicherten die Kameraden die Unfallstelle. Betriebsstoffe waren ausgelaufen. Die Bergung des Lasters, der in den Containern Speiseöl und Speisereste geladen hatte, steht zur Stunde noch an. Die B 107 ist voll gesperrt. „Die Polizei richtete eine innerörtliche Umleitung ein“, teilte Polizeisprecher Oliver Bergholz mit.

Die Unfallstelle bei Tageslicht. Quelle: Frank Bürstenbinder

Der angerichtete Sachschaden ist groß. Das Scheunengebäude, in dem Olaf Gade eine Feuerwehrsammlung zusammengetragen hatte, ist einsturzgefährdet. Die Familie hatte gerade den Schock eines ähnlichen Unfalls im August 2016 verdaut. Damals verunglückte ein Holzlaster direkt vor dem Wohnhaus und beschädigte die Fassade, die aufwendig saniert werden musste (MAZ berichtete). Ein anderer Fall aus dem Jahr 2010 zeigt, wie lebensgefährlich das Wohnen in Buckau geworden ist. Damals krachte ein Tanklastfahrzeug gegen die Wand des Schlafzimmers von Ulrich Lenz, der unsanft aus dem Bett gerissen wurde. Fahrer und Hausbewohner hatten Glück im Unglück, niemand wurde verletzt. Der Tanker war auf einer Leerfahrt unterwegs.

Die durch Buckau führende B 107 ist voll gesperrt. Quelle: Frank Bürstenbinder

Hausbesitzer in Kurven leben gefährlich. In den vergangenen Jahren krachte es in Päwesin, Golzow und Marzahne. In Buckau, wo sich die viel befahrene Bundesstraße 107 durch das Dorf windet, werden die Rufe nach einer Umgehungsstraße immer lauter. Ortsvorsteher Volkmar Peters sprach von einer permanenten Gefahr durch Kraftfahrer, die mit überhöhter Geschwindigkeit durch das Dorf fahren. „Eine Umgehungsstraße wäre nötig. Kurzfristig wären wir Buckauer schon für Tempo 30 dankbar“, sagte Peters der MAZ. Wenigstens hat der Ort vor einigen Jahren eine Fußgängerbedarfsampel erhalten. Außerdem wurden Querungshilfen an den Ortseingängen installiert. Doch nach den Verkehrsinseln geben viele Kraftfahrer wieder Gas und unterschätzen dabei den nachfolgenden Kurvenverlauf.

Von Frank Bürstenbinder

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