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19:25 09.03.2018
In die ehemals fast barock angelegte Domkurie Burghof 11 wird ein Hotel gebaut. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Es ist ein ambitioniertes Projekt: Eine Kurie (Wohnhaus) wird zum Hotel beziehungsweise Gästehaus: Das von 1991 bis 2015 als Domcafé genutzte Gebäude Burghof 11 am Dom war 1831/32 als repräsentatives Wohnhaus für General von Jagow auf dem Platz eines mittelalterlichen Vorgängerbaus errichtet worden. Der Domherr hatte sein Domizil in einem beinahe barocken Grundriss ausbauen lassen – mit bis zu vier Meter hohen Decken und ineinander übergehenden Salons. Einen klassischen Flur gab es nicht. Im Innern führte eine zweiläufige Treppe nach oben, sie ist in großen Teilen noch erhalten.

Keine leichte Aufgabe für das Team von Lennart Hellberg, dem Chef des Dombaumeisterbüros PMP Architekten, hier 20 Zimmer mit 39 Betten unterzubringen.

Das Gebäude Burghof 11 ist 1831/32 als Kurie (Wohnhaus) für Domherr General von Jagow errichtet worden. Es hatte Barocke Anleihen mit seinem Salon-zu-Salon-Konzept. Damit fehlen heute die Flure, die für ein Hotel gebraucht werden. Aber der Umbau ist machbar.

Gerade ist das Ensemble mit seinen knapp 900 Quadratmetern Nutzfläche von allen nachträglichen Einbauten befreit – bevor neue hineinkommen. „Es gibt leider nur sehr wenige und unsichere Quellen über die Baugeschichte“, sagt Hellberg. Man habe sich mit den eigenen Befunden behelfen müssen. Die letzten Umbaumaßnahmen stammen aus den 1940er-Jahren, als Wohnungen für Mitarbeiter der Arado-Werke hier entstanden. Einige nachträgliche Veränderungen nutzen allerdings den Baumeistern von heute: Im Dachgeschoss sind die beiden Fledermausgauben auf der Südseite (Kapelle Sankt Petri) noch erhalten, auf der Nordseite zur Domkirche hin wurden sie allerdings durch eine lange Schleppgaube ersetzt, was mehr Licht unters Dach bringt. Sonst wäre hier ein Einrichten von Übernachtungszimmern kaum möglich gewesen.

Das Gästehaus bekommt zwei Zugänge – einen vom Garten auf der Südseite aus für die auswärtigen Gäste und einen vom Burghof aus, wenn beispielsweise das Amt für kirchliche Dienst Gäste zu beherbergen hat. Sie alle treffen dann im Gartensaal ein, wo es eine kleine Lobby mit Sesseln und Bibliothek gibt. Die Rezeption wird auch nicht rund um die Uhr besetzt sein, das erledigen die Mitarbeiter des benachbarten Restaurants „Remise“ mit, welches auch das Verpflegen der Gäste übernimmt. Betrieben wird das Gästehaus wie die Remise von der Domcafé GmbH mit den Gesellschaftern Domstift und Besondere Orte. Ein Treppenlauf wird für einen innenliegenden Aufzug herausgenommen, so dass alle Zimmer schwellenlos zu erreichen sind. Die Deckenhöhen werden wieder auf 3,20 bis 3,40 Meter reduziert, der Platz dazwischen wird für allerlei Installationen gebraucht.

Mit den eigentlichen Baumaßnahmen wird im Juni begonnen, beendet wird das Projekt wohl erst im Februar 2020. Alle Details und Schritte sind mit den Denkmalbehörden abgestimmt. Beim Umbau wird so wenig Platz sein, dass die Gewerke nacheinander durch müssen, um sich nicht gegenseitig auf den Füßen zu stehen. „Es ist eben viel Kleinklein beim Arbeiten, das macht es auch so teuer.“ 3,3 Millionen Euro kostet das Projekt, gefördert werden nur Teile der Hülle.

Von André Wirsing

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