Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Lügenbaron wird mit Lottogeld aufgepäppelt
Lokales Brandenburg/Havel Lügenbaron wird mit Lottogeld aufgepäppelt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 26.02.2017
Seit 50 Jahren steht die Münchhausen-Skulptur auf dem Gelände der früheren Kita Gertrud Piter. Unholde haben die Spitze abgebrochen. Sie soll restauriert werden. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg an der Havel

Münchhausen musste seine Entenjagd einstellen. Rowdys haben dem Lügenbaron zugesetzt. Die Skulptur, die ihr Schattendasein vor der verlassenen Kita Gertrud Piter fristet, soll generalüberholt werden und einen neuen Standort in der Walzwerksiedlung finden. Lottospieler machen das möglich.

Finanzminister Christian Görke (Linke) nutzte seinen Arbeitsbesuch am Mittwoch in Brandenburg an der Havel, um nebenher gute Fee für den Baron von Münchhausen zu spielen. Er traf sich mit den Männern des Bürgerbeirats Walzwerksiedlung und des Vereins Freundeskreis Stadtmuseum bei seinem Parteifreund, dem Brandenburger Sozialbeigeordneten Wolfgang Erlebach.

Der Grund: 5600 Euro werden zweckgebunden auf dem Konto des Vereins Freundeskreis Stadtmuseum landen. Das Geld stammt aus Lottomitteln des Finanzministeriums.

Die Enten an der Schnur

Die Enten an der Schnur heißt die Münchhausen-Geschichte, die der Bildhauer in seinem Werk darstellt. Der Baron schildert darin seine Technik der Entenjagd.

Alfredo Förster war soweit bekannt der erste, der an die vernachlässigte Skulptur erinnerte und mit seiner Roten-Fraktion schon vor mehr als drei Jahren beantragte, sich um das Kunstwerk zu kümmern.

Bildhauer Dietrich Rohde ist mit drei weiteren Skulpturen in der Stadt vertreten: „Tanzende Kinder (1964) vor der Luckenberger Schule, „Lernende“ (1965) vor dem Brecht-Gymnasium und „Rangelnde Panther“ vor der Turnhalle in der Sprengelschule.

Unbekannte Unholde haben der nicht sehr bekannten Bronzeskulptur des Lügenbarons arg zugesetzt. Die vordere Ente, die aussieht wie die Spitze eine Waffe, ist abgebrochen. Mit dem Lottogeld und weiteren 1400 Euro, die Olaf Lamp und die anderen Freunde des Stadtmuseums auftreiben wollen, soll das fehlende Teil rekonstruiert werden.

Dafür sind voraussichtlich 7000 Euro erforderlich, wie die vorläufige Kostenkalkulation der Bild-Gießerei Seile in Schöneiche ergab. „Ich habe mich allerdings gewundert, dass die Stadt, wenn sie doch so leistungsfähig ist, solche Sachen nicht allein stemmt“, teilte Minister Görke einen Seitenhieb gegen die politische Stadtspitze aus.

Die Münchhausen-Skulptur des Bildhauers Dietrich Rohde wurde im Jahr 1967 auf dem Gelände der Kindertagesstätte „Gertrud Piter“ in der Neuendorfer Straße aufgestellt, wo sie bis heute steht. Das soll sich allerdings bald ändern, weil sich die Stadt von diesem Grundstück trennt.

Der Bürgerbeirat Walzwerksiedlung setzt sich seit geraumer Zeit für den Umzug in den eigenen Bürgerpark ein: gegenüber dem Altstädtischen Friedhof an dem dortigen Spielplatz.

Von Jürgen Lauterbach

Mit den Sorgen und Fragen von jungen Menschen kennt sich Sascha Hartwig aus. Der 39-Jährige ist Jugendreferent im Christlichen Verein junger Menschen in Groß Kreutz (Mittelmark). Am Samstagabend feiern Jugendliche in der Götzer Kirche einen Gottesdienst für ihre Altersgenossen. Songs aus den Charts gehören dazu.

26.02.2017

Die vier Biersorten Fräulein und Herr Heymann sowie Onkel Rüdiger und Meister Arthur der Privatbrauerei Heymann sind seit Mittwoch auf der Getränkekarte der Brandenburger Fonte-Bar zu finden. Bei einer Verkostung stellte Frank Heymann seine Biere vor. Trinken kann man sie vorerst nur in ausgewählten Lokalen.

23.02.2017

Einen Kletterrollstuhl, eine Unterdruckpinnwand, die ohne Reißzwecken und Magneten auskommt, eine integrierte Heizung für Motorradreifen, Schneeketten für Fahrräder, eine Anti-Einschlafuhr – junge Brandenburger haben sich schon manches einfallen lassen für den Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“. Die Fortsetzung folgt nächste Woche.

23.02.2017