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Lünows schönste Scheune beherbergt Touristen

Urlaub am Beetzsee Lünows schönste Scheune beherbergt Touristen

Lünow ist ein Ortsteil der Gemeinde Roskow im Landkreis Potsdam-Mittelmark und inzwischen zu einem Dorf der Ferienwohnungen geworden. Auch Volker Vocht und Simona Schweden vermieten Quartiere in Beetzseenähe an Urlauber. Das Ehepaar hat eine große Scheune ausgebaut.

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Volker Vocht mit Tochter Lonna (m.) vor der „Schönen Scheune“ in Lünow.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Lünow. Schwedenfeuer, Seeluft, Ziegelerde und Hofwasser – die vier Elemente standen Pate bei der Namensgebung für vier stilvoll eingerichtete Ferienwohnungen in denen sich Gäste aus ganz Deutschland einmieten. Die Bezeichnung passt zum rustikalen Ambiente der Quartiere fast am Ende des Dorfes. Wo sich Volker Vocht und seine Ehefrau Simona Schweden vor gut zwölf Jahren niederließen, wurden einst die Lünower Ziegel gebrannt.

Nach dem Niedergang der heimischen Steineproduktion entwickelte sich der Standort zu einem bäuerliches Anwesen. Die Zeiten überstanden hat nicht nur das von den jetzigen Besitzern liebevoll sanierte Wohnhaus.

„Zur Immobilie gehört die gut 100 Jahre alte Scheune auf dem Hof, die wir in einem ruinösen Zustand vorfanden“, erinnert sich Volker Vocht. Eine ganze Weile fragte sich das aus Niedersachsen stammende Paar, was mit dem Gemäuer passieren soll. Die Entscheidung des Familienrates viel zu Gunsten einer touristischen Nachnutzung aus. Kein Wunder, der Beetzsee liegt vor der Haustür. Ansonsten ist Lünow von Feldern und Wäldern umgeben – ein ideales Urlaubsrevier.

Brandenburg und Potsdam sind nicht weit

Und dabei sind die Städte Brandenburg und Potsdam nicht weit. Andere haben die Vorteile dieser privilegierten Lage längst erkannt. Lünow ist zu einem Dorf der Ferienwohnungen und zum Rückzugsort für gestresste Großstädter geworden.

Bis im Ziegeleiweg 25 die ersten Gäste begrüßt werden konnten, waren Geduld und Phantasie gefragt. Die Scheune stand als hohler Braten auf märkischem Sand. „Man konnte vom Erdboden bis zum Dach gucken. Es gab keine Türen oder Fenster mehr. Mit Hilfe eines Architekten haben wir zunächst ein Raumkonzept erarbeitet“, erinnert sich Volker Vocht. Am Ende kam es zum Einbau von zwei kleineren (48 Quadratmeter) und zwei größeren Ferienwohnungen (58 Quadratmeter). Alle ausgelegt für bis zu sechs Personen, ebenerdig und mit eigener Terrasse.

Großes Raumgefühl

Weil auf die Installation von Zwischendecken verzichtet wurde, ergibt sich ein überwältigendes Raumgefühl. Wie auch im Bereich der einstigen Scheunendurchfahrt, die zu einem überdimensionalen Hausflur wurde. Dort können die Kinder der Urlauber auch bei Regenwetter gemeinsam spielen.

Seit drei Jahren wird die „Schöne Scheune“, wie die Besitzer das Ferienquartier benannt haben, vermietet. „Dass Gäste inzwischen mehrfach zu uns nach Lünow gekommen sind, ist Beleg für die Attraktivität des Standortes und die Richtigkeit unserer Entscheidung“, meint Simona Schweden.

Überhaupt erst möglich gemacht hat die Scheunenausbau eine Förderung des Landes im Ramen der Integrierten Ländlichen Entwicklung. „Mit dem Förderantrag musste die Baugenehmigung vorliegen. Dabei war vorher nicht sicher, ob wir in die engere Wahl kommen. Doch ohne die Chance auf eine Förderung hätten wir wohl die Finger von der Sache gelassen“, sagte Volker Vocht der MAZ.

 

Von Frank Bürstenbinder

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