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Brandenburg/Havel MAZ-Leser helfen Familie nach Brand
Lokales Brandenburg/Havel MAZ-Leser helfen Familie nach Brand
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20:33 03.07.2015
Reiner und Zarina Grossert mit ihren Enkelkindern Gabriel und Anina sowie Tochter Jessica. Die Gutscheine aus der MAZ-Sterntaleraktion sollen der Familie beim Neuanfang in der Birkenreismühle helfen. Quelle: F. Bürstenbinder
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Als ein Zeichen der Hoffnung für einen Neuanfang nach der Katastrophe unterstützt der MAZ-Regionalverlag Brandenburg die Grosserts mit Wertgutscheinen in Höhe von 2000 Euro für neue Möbel und Hausgerätetechnik.

„Uns ist viel Hilfe zuteil geworden. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagte Zarina Grossert (63) bei der Übergabe der aus Spendenmitteln finanzierten Gutscheine. Unter anderem sollen sie für die Wiedereinrichtung der beiden Kinderzimmer für ihre Enkel Gabriel (6) und Anina (4) verwendet werden. Auch für eine neue Waschmaschine wird das Geld reichen. Fast der gesamte Hausrat der Familie wanderte nach dem verheerenden Feuer in den Sperrmüll.

„Wir sind immer noch beim Ausräumen. Das Unglück ist allgegenwärtig. Von einer Rückkehr zur Normalität kann keine Rede sein“, meint ein nachdenklicher Reiner Grossert, der ebenso dankbar wie seine Frau Zarina die Wertgutscheine entgegennahm. Dass das Familienoberhaupt an diesem Tag seinen 64. Geburtstag beging, war Zufall. Doch zum Feiern ist den Grosserts derzeit nicht zumute. Mit den beiden Söhnen, der Tochter und ihrem Freund, sowie den beiden Enkelkindern, haben sie sich so gut es eben geht in zwei Bungalows auf dem Mühlengelände eingerichtet.

Dank an die Helfer

Familie Grossert ist es ein Bedürfnis sich besonders bei folgenden Personen und Unternehmen zu bedanken, die nach dem Brand mit Rat und Tat zur Stelle waren:

Randie Hase, Ralf Heinrich, Timo Rutsch, Klaus Bastian, Dieter Geue, Eon edis Bad Belzig, Rainer Sell, Markus Schmidt und Elke Hildebrandt sowie die Familien Wernicke und Heinitz. Dazu kommen weitere Spender und Helfer vom Arbeitseinsatz.

Das Mühlengehöft ist rund 300 Jahre alt und steht unter Denkmalschutz. Es diente als Säge- und Schrotmühle.

Viel Unterstützung für die Menschen auf dem abgelegenen Mühlengehöft kommt aus den Nachbardörfern. Über ein dutzend Männer und Frauen halfen am vergangenen Sonnabend bei der Beräumung des Dachbodens von Schutt und Asche. Sogar belegte Brötchen und Getränke wurden gesponsert. Auch für die Betreuung der Kinder während des Arbeitseinsatzes sorgte erneut eine Erzieherin der Görzker Kita.

Doch mit einem Arbeitseinsatz oder einer Spende sind die Probleme der Grosserts noch lange nicht aus der Welt geräumt. „Als nächster Schritt muss der Dachstuhl wieder aufgebaut werden. Erst wenn das Dach dicht ist, kann keine neue Nässe ins Haus gelangen“, steht für Reiner Grossert fest.

Derzeit meint es die Sommersonne richtig gut mit dem vom Löschwasser durchfeuchteten Gemäuer. Trockene Luft zieht durch die klammen Räume. „Hoffentlich trifft uns kein schlimmes Unwetter“, hoffen die Grosserts. Das Feuer hat ihr Leben völlig umgekrempelt. Zurück nach Falkensee, wo die Familie einst wohnte, wollen sie jedoch auf keinen Fall. „Schon allein wegen der Kinder. Die haben hier auf dem Lande so viele Freiheiten“, tröstet sich ihre Mutter Jessica.

Am 18. Juni war das historische Gehöft in Brand geraten.

Von Frank Bürstenbinder

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