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Brandenburg/Havel Über die Fotografie die Schönheit der Natur entdeckt
Lokales Brandenburg/Havel Über die Fotografie die Schönheit der Natur entdeckt
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13:31 26.02.2018
Jürgen Führer aus Kirchmöser ist ein Hobbyfotograf mit einem guten Auge für die Wunder der Natur. Quelle: Jürgen Führer
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Kirchmöser

Wie Perlen hängen die Regentropfen an dem feinen Spinnweben, den ein unbekannter Knecht meisterlich an ein Blatt entlang gezaubert hat. Jürgen Führer hat diese Aufnahme gemacht, als der Tag gerade erwachte und das Licht mit den Farben spielte.

Viele Naturfotografen begeistern sich erst für die Natur und entdecken dann die Fotografie für sich. Bei Jürgen Führer (68) war es eher umgekehrt. Der Fotoapparat hat ihn mit den Jahren immer tiefer in die Schönheiten von Flora und Fauna seiner Heimat entführt.

„Vater, du brauchst eine Kamera“, bestimmte der eigene Sohn vor gut und gern zwanzig, dreißig Jahren. Der Vater gehorchte und schaffte sich „ein primitives Modell“ an. So richtig Feuer fing der gebürtige Dresdener aber erst, als ein anderes Hobby nach einer Kamera rief.

Die Welt aus der Stoff-Frosch-Perspektive

Viele Brandenburger werden jene Bilder kennen, auf denen Jürgen Führer die Stofftierfrösche seiner schier unendlichen Sammlung an allen erdenklichen Orten in Szene setzt und die Welt plötzlich aus Froschperspektive zeigt.

Kurti und Mondi, die beiden Hauptdarsteller, haben mit ihrem Fotografen eine neue lustige Welt erschaffen, die im Mikrokosmos des Heimatortes Kirchmöser ebenso lebendig wird wie in Brandenburg/Havel, Dresden und Übersee.

Die vielen Froschausflüge haben Jürgen Führer vordringen lassen an unbekannte Flecken. Der Frühaufsteher wurde mit seinem Kameraauge mehr und mehr von den kleinen und großen Wundern der Natur angezogen.

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Viele Jahre lang hat Jürgen Führer (68) aus Kirchmöser seine Stoff-Frösche Kurti und Mondi an allen möglichen Orten abgelichtet. Dann entdeckte er die Schönheiten der Natur - seitdem ist sie sein Hauptmotiv. Hier eine Auswahl der schönsten Aufnahmen des Hobbyfotografen.

Bizarre Eisformationen wie der Engel von Kirchmöser, feine Spinnenkunst an Zweigen, feuerfarbene Wolkenspiegelungen, flirtende Vögel und schmusende Schmetterlinge gehören ebenso dazu wie das Spiel von Sonne, Nebel und Regenbogen.

Der einzigartige Moment in der Natur

Inzwischen hält der Hobbyfotograf mit dem findigen Auge gezielt Ausschau nach dem einzigartigen Motiv und dem passenden Moment, in dem die Natur ihre Kapriolen schlägt. Und ärgert sich, wenn ihm die Pracht des Augenblicks durch die Lappen geht, etwa weil er in voller Fahrt auf belebter Straße nicht einfach anhalten kann. Zurückzukehren lohnt sich selten.

„Der besondere Moment ist dann weg, das Licht stimmt nicht mehr oder irgend etwas anderes passt nicht mehr“, erzählt Jürgen Führer, dessen Frau sich längst daran gewöhnt hat, dass Ausflüge der Kamera zuliebe länger dauern als früher, als Frösche und Fotokameras noch Randerscheinungen waren.

“Meine Heimat Brandenburg“

Mehr spannende Geschichten über Land und Leute gibt es am Freitag, 23. Februar 2018, in der 40-seitigen MAZ-Sonderbeilage „Meine Heimat Brandenburg“ – mit Themen aus Wirtschaft, Natur, Kultur, Freizeit, Sport und Heimatgeschichte. Außerdem verraten Eiskunstlauf-Legende Christine Stüber-Errath, Schriftstellerin Juli Zeh, Musiker Stefan Krähe und 30 weitere Brandenburger, was für sie Heimat bedeutet.

Jürgen Führer hat wenig Ehrgeiz, das technisch perfekte Bild hinzubekommen. Kameratechnik interessiert ihn nach wie vor nicht besonders. Und die Nachbearbeitung eines Bildes am Computer frisst bei ihm auch keine Stunden auf.

Für den Mann, der seit 45 Jahren in Kirchmöser lebt, kommt es nicht auf Perfektion an. Er genießt die Stille des Sonnenaufgangs und der Abenddämmerung, die nur das kurze Klicken der Kamera für einen Moment unterbricht.

Von Jürgen Lauterbach

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