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Noch ein Jahr bis zur Campusreife

Medizinhochschule will Brandenburg fit machen Noch ein Jahr bis zur Campusreife

In einem Jahr muss die ehemalige Nicolaischule fertig saniert und umgebaut sein, damit dort der Unterricht für die Brandenburger Medizinstudenten im folgenden Jahr stattfinden kann. Ein Raumkonzept für das künftige Hochschulgebäude gibt es bereits. Das städtische Klinikum will nicht selbst bauen, sondern sucht nach einem Investor.

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Forschungsprodekan René Mantke.

Quelle: Peter Geisler

Brandenburg/H. In einem Jahr muss die ehemalige Nicolaischule fertig saniert und umgebaut sein, damit dort der Unterricht für die Brandenburger Medizinstudenten im folgenden Jahr stattfinden kann. Ein Raumkonzept für das künftige Hochschulgebäude gibt es bereits. Das städtische Klinikum will nicht selbst bauen, sondern sucht nach Worten der Geschäftsführerin nach einem Investor.

Im Jahr 2017 werden die ersten Studenten der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) so weit sein, dass sie den Hochschulstandort wechseln und ihr in Neuruppin begonnenes Studium in der Havelstadt Brandenburg fortsetzen. Die Lehre soll stattfinden in dem freigezogenen Schulgebäude in der Vereinsstraße, das bis Februar als Übergangsunterkunft für Flüchtlinge genutzt wird.

2017 die ersten Studenten

Die MHB verlässt sich aber darauf, dass der Backsteinbau für Hochschulzwecke im nächsten Jahr umgebaut und von 2017 an genutzt wird. „Unser Ziel ist, dass die alte Nicolaischule bis nächsten Dezember fertig bist“, sagt Gabriele Wolter, die das Umbau- und Sanierungsprojekt von Seiten der Klinik managt.

„Die Planung steht komplett“, berichtet die Geschäftsführerin. Geplant hat der Brandenburger Architekt Uli Krieg. Seine Pläne sehen eine Nutzung über drei Etagen vor. Unten in der ersten Etage werden Bibliothek, Lesesaal und Büroräume vorgesehen.

Ein Stockwerk darüber sind große Seminar- und Kleingruppenräume vorgesehen, im Obergeschoss findet der große Hörsaal der Medizinhochschule seinen Platz. Keller und Dachboden sind als Nutzflächen in die Planung nicht einbezogen. Um den Platz besser zu nutzen, sollen die alten Schulflure zugunsten der Räume verkleinert werden.

Kleine Gruppen und große Hörsäle

Aus eigener Kraft könne das Klinikum den Bau nicht stemmen. Vorgesehen ist, dass ein kommunaler oder privater Investor die Schule herrichtet und dann an die MHB vermietet. Wir wollen einen Vertrag mit demjenigen machen, der die günstigste Miete anbietet“, erklärt Gabriele Wolter.

Zweiter zentraler Ort des Brandenburger Hochschulcampus’ wird das Klinikgelände sein, denn die Praxisausbildung läuft natürlich im Krankenhaus. Die Forschung an der MHB soll wie berichtet auf einer 1500 Quadratmeter großen Etage des geplanten Neubaus stattfinden, in dem Ansonsten die Klinikapotheke und die Pathologie untergebracht werden-

Der Brandenburger Chefchirurg René Mantke ist an der MHB Prodekan für Forschung. Der MHB-Professor: „Unser Forschungsschwerpunkt soll die Medizin des Alterns sein.“ In dieses Gebiet soll die interne Forschungsförderung vor allem fließen.

Medizin des Alterns als Schwerpunkt

Im Vordergrund steht dabei die sogenannte „Versorgungsforschung“, die sich von der Grundlagenforschung dadurch abhebt, dass sich ihre Themen aus dem Krankenhausalltag speisen. So werden Patientendaten wissenschaftlich ausgewertet, die im Rahmen der Krankenversorgung ohnehin anfallen.

In der Vorbereitung ist nach Angaben von Chefarzt Mantke der Aufbau einer Tumorgewebedatenbank. Mit ihrer Hilfe sollen Ärzte die genetische Bauweise von Tumoren unterscheiden können, um auf dieser Grundlage zu entscheiden, welche Chemotherapie im Einzelfall die besten Ergebnisse verspricht.

Datenbank soll aufgebaut werden

In einem weiteren Projekt geht es darum zu erforschen, welche Medikamente die beste Wirkung haben, nachdem ältere oder alte Patienten am Herzen operiert wurden und Bypässe gelegt bekommen haben.

Für 2016 hat die Forschungskommission der MHB 270 000 Euro auf elf beantragte Forschungsprojekte verteilt. Beantragt waren laut Mantke 17 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 750 000 Euro. Wenn die MHB in einigen Jahren voll ausgebaut ist, können dem Professor zufolge 480 000 Euro an Forschungsgeld intern verteilt werden.

Von Jürgen Lauterbach

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