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Brandenburg/Havel Mädchen (4) erstickt beim Schaukeln im Garten
Lokales Brandenburg/Havel Mädchen (4) erstickt beim Schaukeln im Garten
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18:30 22.06.2017
Das Mädchen wurde vom Seil einer sogenannten Tellerschaukel stranguliert. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Brandenburg/Havel

Ein schreckliches Unglück beim Spielen hat am Mittwochnachmittag das Leben eines vier Jahre alten Kindes in Brandenburg/Havel gekostet. Das Mädchen hatte im Garten geschaukelt. Als einen Moment lang niemand schaute, strangulierte das Seil der Schaukel die Kleine, so dass sie erstickte.

Gegen 17.10 Uhr am Mittwoch ging der Notruf in der Brandenburger Rettungsstelle und dann bei der Polizei ein. Umgehend eilten die Rettungskräfte zu dem Grundstück in der Klingenbergsiedlung. Die Eltern waren zu diesem Zeitpunkt bei einem Elternabend und hatten ihr Kind daher zu den Großeltern gebracht.

Großvater entdeckte das leblose Kind

In deren Garten spielte das Brandenburger Kind am Nachmittag. Dort gibt es auch eine Schaukel. Der Sitz der sogenannten Tellerschaukel ist in der Mitte an nur einem Seil befestigt. Was genau beim Spielen geschehen ist, ist noch nicht bekannt, das sollen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Potsdam ergeben.

Die Rettungskräfte konnten dem kleinen Mädchen nicht mehr helfen. Quelle: Meetingpoint Brandenburg

Vermutlich hatte eine kurze Zeit lang niemand das Kind im Auge gehabt. Der Großvater entdeckte seine leblose Enkelin und rief sofort ärztliche Hilfe.

Unglück „nicht von öffentlichem Interesse

Lange Zeit, mindestens eine Stunde lang, kämpften Notärzte und Sanitäter um das Leben des hilflosen Kindes. Leider hatten alle Bemühungen am Ende keinen Erfolg. Die Ärzte des städtischen Klinikums stellten am frühen Abend den Tod der Vierjährigen fest. Die Angehörigen werden seither seelsorgerisch betreut.

Von Amts wegen muss die Staatsanwaltschaft nun ermitteln, sie hat ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Auskünfte erteilt die Behörde allerdings nicht, sie bestätigt nur, dass es einen Todesfall gegeben habe. Das tödliche Unglück ist nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft „nicht von öffentlichem Interesse“.

Womöglich interessiert es Eltern aber doch, dass sie bei solchen Tellerschaukeln besonders Acht geben müssen, auch wenn die Behörde diese Notwendigkeit nicht zu sehen scheint.

Wenn Spielgeräte zur Todesfalle werden

Immer wieder einmal passieren schwere Unfälle, wenn Kinder spielen. Traurige Berühmtheit erlangte im Jahr 2001 der Tod eines kleinen Berliner Jungen vor den Augen seiner Spielkameraden und unbemerkt von den Kita-Erzieherinnen. Der zweieinhalbjährige Justin verunglückte damals auf dem Spielplatz in seiner Kita. Das Kind strangulierte sich beim Spielen auf der Rutsche mit der Kordel seiner Anorak-Kapuze.

Im hessischen Marburg hatte sich im September 2006 ein Vierjähriger beim Rutschen stranguliert, nachdem eine Erzieherin ihm zuvor Springseil gegeben und ihn danach aus den Augen gelassen hatte.

Im Juni 2006 stürzte ein etwa 18 Monate alter Junge in einem Weiden-Iglu seiner Kita in Babelsberg so unglücklich, dass sich seine Bernstein-Halskette an einem Ast verfing und ihm die Luft abgeschnürte. Der Junge wurde schwer verletzt und starb später.

Im Februar 2008 rutschte ein vierjähriges Mädchen beim Klettern aus und blieb mit ihrer Kapuze hängen. Dabei drückte sie sich beide Halsschlagadern ab, was zu einem Herzstillstand und ihrem Tod führte.

Im Jahr 2011 starb ein dreijähriges Mädchen im Raum Erlangen, das zwischen einer mit Rollen bestückten Holzkiste und einem Fensterbrett eingeklemmt worden war.

Von Jürgen Lauterbach

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