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Brandenburg/Havel Männer häufiger Gewaltopfer als Frauen
Lokales Brandenburg/Havel Männer häufiger Gewaltopfer als Frauen
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20:59 14.04.2016
Angriffe von Fremden gelten meistens Männern. Sie werden doppelt so häufig wie Frauen Opfer von Gewaltkriminalität im öffentlichen Raum. Quelle: dpa
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Brandenburg/H

Frauen sind es oft, die sich auf Straßen und Plätzen unsicherer fühlen als Männer. Dabei liegt die Gefahr für Männer, im öffentlichen Raum Opfer von Gewalt zu werden, doppelt so hoch wie für Frauen. Dies zeigt jetzt die Kriminalitätsstatistik der Polizeidirektion West von 2015. Im häuslichen Bereich ist es umgekehrt. Dort werden im Schnitt dreimal so viele Frauen Opfer wie Männer.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion West wurden im vorigen Jahr 878 Männer und 436 Frauen Opfer von Gewaltkriminalität. In der Stadt Brandenburg und dem Umland waren es 202 Männer und 107 Frauen. Rund um Potsdam, dem Zuständigkeitsbereich der dortigen Polizeiinspektion, waren es 308 Männer und 138 Frauen. Die gleiche Tendenz zeigt sich im Havelland und Teltow-Fläming. Auch dort sind es doppelt so viele Männer wie Frauen, die bei Gewaltverbrechen verletzt worden sind.

878 Männer wurden Opfer von Gewalt

Kriminaldirektor Sven Mutschischk, Kripo-Leiter in der Polizeidirektion West, bestätigt diese Entwicklung. „Männer werden im öffentlichen Raum eher Opfer von Gewalt. Dabei spielen Beziehungen zwischen Opfer und Täter eine untergeordnete Rolle“. Gefährdet seien vor allem junge Männer, so Mutschischk. „Insbesondere in bildungsfernen sozialen Milieus werden Konflikte zwischen jungen Männern eher körperlich ausgetragen.“ Zudem sei die Hemmschwelle, eine fremde Frau anzugreifen, höher als bei einem Mann.

Frauen würden dagegen eher von ihren Lebenspartnern, also von ihren Ehemännern oder Partnern mit Gewaltstraftaten konfrontiert und verletzt, sagt Mutschischk. Im Bereich der Polizeidirektion West stehen als Opfer von Beziehungsstraftaten 766 verletzte Frauen 264 Männern gegenüber, die in den eigenen vier Wänden verprügelt, gewürgt oder anders von Gewalt betroffen waren.

264 Männer wurden vom Partner verletzt

Wie der Gender-Datenreport des Bundesfamilienministeriums ausführt, „haben männliche Opfer in der Mehrzahl der Fälle höchstens eine flüchtige Beziehung zum Tatverdächtigen“.

Polizeisprecherin Jana Birnbaum zufolge sind es meist Männer, die in Schlägereien oder zwischen die Fronten rivalisierender Fußballfans gerieten. Auch bei den Tätern sind es überwiegend Männer. 75 Prozent der 4879 Tatverdächtigen in der Stadt Brandenburg und dem weiteren Umland im vorigen Jahr waren männlich.

Gewaltkriminalität

Zu Gewaltstraftaten zählen Mord, Totschlag, Raub und Körperverletzung. Ebenso zur Gewaltkriminalität gehören Vergewaltigung und sexuelle Nötigung.

In Brandenburg und Umland ereigneten sich im vorigen Jahr 280 solcher Straftaten, mit 192 waren die meisten davon gefährliche oder schwere Körperverletzungen.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Potsdam kam es zu 415 Gewaltstraftaten, 267 der Delikte waren schwere oder gefährliche Körperverletzungen. In Potsdam und Umland ermittelte die Polizei wegen 17 Sexualstraftaten, in Brandenburg und Umgebung waren es 18.

Von Marion von Imhoff

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