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Männer machen Platz für Frauen

Brandenburger Lions Club öffnet sich weiblichen Mitgliedern Männer machen Platz für Frauen

Sensation in der Männerwelt des Brandenburger Lions Club: Eine aktualisierte Satzung soll die Aufnahme weiblicher Mitglieder in die Service-Organisation erleichtern. Bis jetzt sind alle 34 Mitglieder männlich. Weltweit gibt es längst gemischte Clubs. Es soll potenzielle Kandidatinnen geben. Namen werden indes noch nicht verraten.

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Führungswechsel bei den Lions: Andreas Dieckmann (2.v.l.) gratuliert Steffen Scheller zur Präsidentschaft. Links Vorstandsmitglied Uli Krieg, rechts Sekretär Klaus-Peter Gurries.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Brandenburg an der Havel. Der aus 34 Männern bestehende Lions Club Brandenburg an der Havel will sich weiblichen Mitgliedern öffnen. Mit dieser überraschenden Ankündigung übernahm in dieser Woche Steffen Scheller den Vorsitz des Service Clubs. Die Aufnahme von Frauen sei ein „sinnvoller und folgerichtiger Schritt“, sagte Brandenburgs Bürgermeister der MAZ. Der neue Lions-Präsident kann sich bei dem Kurswechsel auf eine breite Mehrheit der Mitgliedschaft stützen. Ohne konkrete Namen nennen zu wollen, bestätigte Scheller auf Nachfrage, dass es potenzielle Kandidatinnen gebe. Allerdings achte man bei Neuaufnahmen grundsätzlich auf ein gesundes Wachstum ohne Aktionismus, so Scheller. Der international tätige Lions Club war 1917 als reiner Herrenclub gegründet worden. Doch inzwischen gibt es längst gemischte Clubs. Auch die Satzung der Brandenburger Organisation schloss die Mitgliedschaft von Frauen nicht aus, was jedoch in der Praxis folgenlos blieb. Deshalb wurde die Satzung jetzt akualisiert.

Als neuer Präsident löst Scheller routinemäßig den Vorgänger Andreas Dieckmann ab, der ein positives Fazit seiner einjährigen Amtszeit zog. So konnten über 20 000 Euro an Einnahmen generiert werden, um damit wichtige Projekte zu realisieren. Dazu gehörte unter anderem die Aufstellung der Humboldt-Büste und eine von Wredow gestaltete Büste auf dem Marienberg. Der Lions Club unterstützte das Jazzfest, eine Familienhebamme, das Frauenhaus, den Undine -Wettbewerb und die Integration ausländischer Kinder. Außerdem wurde wieder ein Adventskalender aufgelegt, dessen Verkaufserlös auch der MAZ-Sterntaler-Aktion zugute kam.

Für die Zeit seines Ehrenamtes kündigte Scheller die Fortsetzung sozialer und gemeinnütziger Projekte an. So sind die „Löwen“ und das Brandenburger Theater erneut Ausrichter der „Wassermusiken“ am 29. August am Beetzsee. Mit dem Benefizprojekt soll unter anderem eine Projektidee des DRK-Keisverbandes Brandenburg zur Integration junger Flüchtlinge und Asylbewerber unterstützt werden. Fünf Kindern aus sozial bedürftigen Familien will der Lions Club einen Aufenthalt im Ferienlager ermöglichen. Beteiligen möchten sich die Mitglieder auch am Naturschutzcamp des Naturschutzbundes am Rietzer See. „Naturschutz ist uns wichtig. Wir beschränken unsere Aktionen nicht nur auf das Stadtgebiet von Brandenburg“, sagte Lions-Präsident Scheller. Und natürlich wird es zum Jahresende einen neuen Adventskalender geben.

Von Frank Bürstenbinder

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