Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Märker spenden fleißig für Litauen
Lokales Brandenburg/Havel Märker spenden fleißig für Litauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:28 10.12.2015
Die fleißigen Helfer beim Verladen der Pakete für Litauen auf dem Hof der Spedition Haseloff in Emstal. Quelle: privat
Anzeige
Mittelmark


Der 47. Hilfstransport für Litauen ist wieder zurück in der Heimat. Die rund 1 300 Pakete und anderen Sachen fanden überglückliche Empfänger. „Wir wurden wie immer mit offenen Armen begrüßt und nehmen den Dank an alle Spender, Organisatoren und Helfer mit“, sagt Olaf Haseloff (58), dessen Spedition die Hilfsgüter von Anfang nach Vilnius befördert. Seit einigen Jahren fährt der Chef selbst. Der 37-jährige Sohn Ronny, der nicht im Unternehmen arbeitet und extra Urlaub nimmt, war zum dritten Mal als Co-Pilot dabei.

„Es verlief alles reibungslos“, berichten Haseloffs über die fünftägige Reise, die allein per Achse rund 1400 Kilometer zurückgelegt haben und seit gut drei Wochen wieder in der Heimat sind. Während der Transport in den ersten Jahren über den langen Landweg ging, wird der Hauptteil der Strecke inzwischen mit der Fähre von Kiel nach Klaipeda bewältigt und von dort über die Straße bis zur Hauptstadt Vilnius. Die Pakete gehen an private Adressen, vier Kinderheime, ein Babyheim, ein Behindertenhilfswerk und an die Diakonie Sandora. Längst sind viele persönliche Patenschaften entstanden. Auf dem Rückweg wurde der zweite Teil der Ladung in der Hafenstadt Klaipeda abgegeben.

1400 Kilometer allein auf der Straße

Erste Kontakte nach Litauen hatte 1991 Andreas Kuhnert, der damals noch Pfarrer in Netzen war, über den Architekten der vor 20 Jahren wieder eingeweihten einzigen evangelischen Kirche in Vilnius geknüpft. Neben Kuhnert gehören seine langjährige Sekretärin Anke Pausemann aus Lehnin, Hellmut Engelke, der die ersten Transporte selbst begleitete und inzwischen altes- und gesundheitsbedingt kürzer treten muss, sowie Maria und Jürgen Lorenz, der von 1987 bis 1999 Superintendent des Kirchenkreises Lehnin-Belzig war, zu den Organisatoren. „Hilfe wird nach wie vor gebraucht“, sagen sie. Vor allem auf dem Lande herrsche Not und es gebe bei Mini-Renten von umgerechnet monatlich 120 Euro eine hohe Altersarmut. „Da reicht das Geld entweder zum Heizen oder zum Essen“, sagt Maria Lorenz, die sich wünschen würde, dass noch mehr Lebenspakete gepackt werden.

Von Anfang an dabei: Hannelore Alexander (r.) und Maria Lorenz. Quelle: C. Nack

Von Anfang an dabei ist auch die 73-jährige Hannelore Alexander aus Lehnin, die 40 Jahre lang im Krankenhaus des Luise-Henrietten-Stifts als Laborantin arbeitete und daher das Ehepaar Lorenz kannte. Gemeinsam nahm man 1997 und 2001 an Busreisen nach Vilnius teil, um Kontakte von Gemeinde zu Gemeinde und von Diakonie zu Diakonie zu knüpfen. Sie fahren aber auch zu dritt. „Wir waren bestimmt schon 20 Mal da.“ Hannelore Alexander legt ebenso beim Einladen der Pakete Hand an und schnürt selber welche. „Ich will einfach helfen“, sagt sie stellvertretend für viele andere.

20 Fahrten ins entfernte Litauen

Ihre erste Partnerin Ruta, eine Lehrerin, sei an Krebs gestorben. „Sie hat sich anhand unserer Briefe selbst ein bisschen Deutsch beigebracht, was ich bewundere“, erzählt sie. Mit Aldona, einer 84-jährige Rentnerin, habe sie viele Jahre telefoniert und ihr geschrieben. Die meisten älteren Leute hätten im früheren Memelgebiet deutsche Schulen besucht. Seit einem Schlaganfall sei Aldona pflegebedürftig, könne weder sprechen noch sehen oder gehen.

Ein weiteres Lebensmittel-Paket mit Backzutaten für Weihnachten, Kaffee und Tee gab sie für Elvira mit, die über 80 ist und eine schmale Rente hat. Diesmal strickte Hannelore Alexander nicht nur Socken für den Hospizbasar, sondern aus Wollresten auch Kinderstrümpfe für Vilnius. Der 48. Transport geht im Frühjahr auf Reisen.

Von Claudia Nack

Brandenburg/Havel Weihnachtsmarkt in Fohrde - Voll wie kaum einmal

Kaum hatten die Musikanten der Musikschule die vorweihnachtliche Traumreise eröffnet, konnte man auf dem Anger kaum noch treten. Die Weihnachtsmärkte in den vergangenen Jahren hatten dafür gesorgt, dass man sich das Geschehen nicht entgehen lassen dürfte. Und so hatte der Markt in Fohrde auch dieses Jahr einiges zu bieten.

06.12.2015
Brandenburg/Havel Weihnachtsmarkt auf dem Dorf - Grebs: Mützen aus Alpaka-Wolle

Der Weihnachtsmann stampfte am Samstag zwar noch über den grünen Rasen, aber für ihren Adventsmarkt haben die Grebser mit dem historischen Dreiseitenhof einen Veranstaltungsort gefunden, der auch bei Schneetreiben gemütliche Ecken zu bieten hat. Besucher erwartete in dem kleinen Örtchen am Wochenende ein kleiner, neckischer Adventsmarkt.

06.12.2015

Fünf Jahre hat es gedauert von der Idee bis zum Umsetzen: Weil die Stadt so lange auf Fördermittel aus dem Stadtumbauprogramm warten musste, kann die Grünachse Nord erst an diesem Montag eröffnet werden – dennoch wurde es ein gelungenes Projekt.

09.12.2015
Anzeige