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Brandenburg/Havel Mai-Demo: Viel Kritik am Pflegesystem
Lokales Brandenburg/Havel Mai-Demo: Viel Kritik am Pflegesystem
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16:11 01.05.2018
Die Mai-Demonstration startete am Steintorturm. Quelle: jast
Brandenburg/H

Tag der Arbeit, Maifeiertag, Kampftag der Arbeiterbewegung – der 1. Mai ist ein Datum von großer Symbolkraft. Unter dem Motto „Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit“ rief der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Dienstag bundesweit zu Kundgebungen auf. Ziel war es, gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen, anständige Löhne sowie gegen gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung auf die Straße zu gehen.

In Brandenburg an der Havel trafen sich etwa 100 Demonstranten am 1. Mai vor dem Steintorturm.Und zogen mit Musike durch die Stadt.

In Brandenburg an der Havel trafen sich etwa 100 Demonstranten am Vormittag vor dem Steintorturm. Bürger und Vertreter der Gewerkschaften verdi, IG Metall sowie von Parteien wie SPD, die Linke und DKP liefen von dort über die Bauhofstraße und den Nicolaiplatz zum Altstädtischen Markt. Angeführt wurden sie dabei von der Kapelle der Märkischen Schalmeien.

„Es ist traurig, dass so wenig Teilnehmer heute hier sind“, sagt Andrea Kramm, Krankenschwester im Städtischen Klinikum und verdi-Mitglied. „Leider scheinen die Leute nicht zu wissen, für was wir uns alles einsetzen.“ Sie selbst wolle auf den Pflegenotstand in den medizinischen Einrichtungen aufmerksam machen. Dieser mache sich auch im Klinikum bemerkbar.

Spontan mitgelaufen

Kritik auch in Sachen Sozialhilfeleistungen. „Die Leistungen sollten viel besser verteilt werden“, mahnt Christian Westmann. Der Angestellte des Brandenburger ZF-Getriebewerks stand zufällig auf seinem Balkon, als die Demonstration zusammenfand. Spontan entschloss sich Westmann mitzugehen. „Warum werden so unnötig große Geldsummen in Projekte wie den Berliner Flughafen oder Wahlkampfwerbung gesteckt?“, fragt er sich. „Das Geld wäre woanders deutlich besser aufgehoben.“

Der Demonstrationszug wurde auf dem Altstädtischen Markt von Monika Beutel, Vorsitzende des DGB Kreisverbandes, begrüßt. „Die Gewerkschaften müssen auch weiterhin für ihre Forderungen kämpfen“, sagt Beutel. „Zur Not muss auch gestreikt werden.“ Auch ihr ginge es um soziale Gerechtigkeit. „Der Schutz der Tarifverträge und mehr Mitbestimmung in den Betrieben und Verwaltungen ist immens wichtig“.

Diskussion zum Thema Pflege

In der anschließenden Diskussion zum Thema Pflege wurde wiederum die Bedeutung des Pflegenotstandes für die medizinische Versorgung thematisiert. Dieser sei im Vergleich zu anderen europäischen Ländern besorgniserregend. „Wir wollen, dass die Leitung der Stadt Brandenburg und insbesondere die Bundesregierung endlich handeln“, fordert Torsten Schulz vom verdi-Landesbezirk Berlin-Brandenburg.

Einen ruhigen Ausklang fand der Tag der Arbeit dann auf dem Rathausvorplatz mit Hüpfburg, Kinderschminken und musikalischer Begleitung.

Von Tobias Wagner

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