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Mann stirbt bei Lkw-Crash auf A2

Megastau bis kurz vor Mitternacht Mann stirbt bei Lkw-Crash auf A2

Ein Lasterfahrer ist am Donnerstagnachmittag bei einem schweren Unfall auf der A2 an der Anschlussstelle Wollin ums Leben gekommen – er wurde in seinem Fahrerhaus komplett eingequetscht. Die Aufräumarbeiten zogen sich bis kurz vor Mitternacht. Bis 19 Uhr war die Autobahn sogar komplett in Richtung Potsdam dicht. Es kam zu einem Megastau.

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Auf der A 2 verunglückte der Fahrer eines polnischen Transporters tödlich. An einem Stauende zwischen Wollin und Brandenburg war er in den Sattelzug vor ihm gefahren.

Quelle: Julian Stähle

Wollin. Ein Todesopfer fordert ein Lkw-Unfall auf der Autobahn A 2 am Donnerstag gegen 15.13 Uhr. Hauptsächlich beteiligt sind zwei Lkw-Fahrer aus Polen. Etwa auf der Hälfte der Strecke zwischen Wollin und Brandenburg an der Havel bremst einer der beiden Lastwagenfahrer am Rückstauende nicht rechtzeitig, so dass sein Holztransporter mit hohem Tempo in den Renault-Sattelzug vor ihm hineinfährt.

Das unter einer Plane geladene Holz schiebt sich von hinten ins Führerhaus des hinteren Lastwagens, das wiederum in voller Breite in den vorderen Lkw gedrückt wird. Der Fahrer wird also von beiden Seiten gequetscht. Der 52-Jährige stirbt am Unfallort, gegen 17 Uhr bergen die Retter die eingeklemmte Leiche.

Unterboden eines zunächst unbeteiligten Autos zerfetzt

Ein Golffahrer aus Düsseldorf kann den Trümmern, die auf die Fahrbahn fliegen, nicht ausweichen und überrollt sie. Reifen und Unterboden werden zerfetzt. Die Insassen des VW Golf sowie der Fahrer des vorausfahrenden Lkw blieben unverletzt.

Lange Schlangen bildeten sich auf der für Stunden voll gesperrten A2

Lange Schlangen bildeten sich auf der für Stunden voll gesperrten A2.

Quelle: Julian Stähle

Weil sich im Führerhaus des verunglückten Transporters eine zerborstene Gaskartusche befindet, spritzte die Feuerwehr Schaum ins zerdrückte Führerhaus, damit nichts explodiert oder in Brand gerät. Zwischen 16.20 und 16.40 Uhr wurde daher auch die Fahrtrichtung Hannover gesperrt. Ein Feuerwehrangehöriger, der Gas eingeatmet hatte, musste wegen leichter Atemwegsreizungen von Rettungskräften ambulant behandelt werden.

In Richtung Potsdam war die Autobahn bis 19 Uhr komplett gesperrt. Danach konnte zunächst ein Fahrstreifen wieder freigeben werden. Die Bergungsmaßnahmen dauerten bis in die späten Nachtstunden an. Knapp eine Stunde vor Mitternacht wurden wieder alle Spuren freigegeben. Es kam sowohl auf der Autobahn in Richtung Potsdam als auch auf sämtlichen Ausweich- und Umleitungsstrecken zu erheblichen Rückstauerscheinungen. Am schlimmsten dran waren die Autofahrer, die Wollin passiert haben und nicht mehr vor und zurück konnten.

Kein Weg für die Rettungskräfte

Die Rettungsfahrzeuge hatten Mühe, sich einen Weg durch die kaum vorhandene Gasse zu bahnen. Teilweise standen drei Lastwagen nebeneinander. Mitunter stiegen die Rettungskräfte aus, um sich durch Bitten einen Weg zu verschaffen. Sechs Feuerwehrfahrzeuge sind im Einsatz, unter anderem aus Ziesar und Wollin. Außerdem leistet die Besatzung von sechs Rettungs- und ein Notarztwagen an der Unfallstelle erste Hilfe.

Einige Sanitäter kümmerten sich auch mit kalten Getränken um Fahrzeuginsassen, die im Stau steckten. Besonders strapazierte Stauopfer nahmen sie in Notfällen in ihren Fahrzeugen auf.

Ein Dekra-Gutachter filmte die gesamte Unfallszene mit Hilfe einer Drohne. Die Höhe des Schadens wurde zunächst auf 75.000 Euro geschätzt.

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Von Jürgen Lauterbach

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