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Mareike Lange möchte wieder nach Bububu

Ein Jahr nach dem Praktikum Mareike Lange möchte wieder nach Bububu

Die Wochen in Bububu haben Mareike Lange geprägt. Der Ort in Sansibar ist für die Brandenburgerin ein neuer Fixpunkt geworden. Hier hat sie in einem Waisenhaus gearbeitet und Unterricht gegeben. Hier hat sie viel über Afrika gelernt. Nach der Rückkehr und einem Jahr Abstand steht für sie fest: Sie will wieder hin.

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Mareike Lange (hinten 2. v. re) im Waisenhaus.

Quelle: Privat

Brandenburg/H. Einmal Afrika – immer Afrika? Mareike Lange kann sich das sehr gut vorstellen. Vor einem Jahr hat die Brandenburgerin einige Zeit in Bububu verbracht, eine kleine Stadt auf Sansibar. „Ich möchte da unbedingt wieder hin“, sagt sie jetzt im MAZ-Gespräch. Rückblick: Als Mareike Anfang September im Waisenhaus ankam, war erst einmal niemand so richtig vorbereitet. Doch als sie vor der Klasse stand, begrüßten die Kinder sie im Chor und sangen „Good morning teacher, welcome teacher“, erinnert sie sich – von 8 bis 12 Uhr unterrichtete sie jeden Tag Englisch und Mathematik. Ugali, ein Maisbrei, und Bohnen gab es zum Mittagessen, am Abend kochten Suzana Maziku, die Gründerin des Waisenhauses, und ihre Tochter.

Dringend benötigt und jetzt vorhanden

Dringend benötigt und jetzt vorhanden: Mobiltelefone. Einige Rotary-Mitglieder aus der Region haben gespendet.

Quelle: Privat

Verständigen konnte sich die Studentin mit den Kindern fast gar nicht, jedoch fand sie spielerisch einen Zugang zu ihnen, puzzelte oder malte viel. Nur wenige der Kleinen konnten Englisch sprechen, Mareike lernte deshalb auch ein paar Wörter Suaheli. Vor Ort gab es keine Erzieher und die Kinder gingen oft erst um 23 Uhr ins Bett. Mareike lernte zu improvisieren.Nach einiger Zeit und als sich der Kulturschock gelegt hatte, nutzte sie die freie Zeit, ging an den Strande, sah sich um.

Für sie ist ihre Freiwilligenarbeit eine Erfahrung, die jeder einmal gemacht haben sollte: „Ich denke, es geht uns viel zu gut und wir sind viel zu unzufrieden. Die Menschen dort sind glücklich und vor allem sehr gastfreundlich.“

Die Waisenhaus-Leitung  konnte auch einen ausreichenden Vorrat an Lebensmitteln anlegen

Die Waisenhaus-Leitung konnte auch einen ausreichenden Vorrat an Lebensmitteln anlegen.

Quelle: Privat

Dieser Eindruck ist auch nach einem Jahr geblieben – tief ins Gedächtnis eingebrannt: „Die Leute haben nichts aber sie würden sofort etwas kochen, wenn da ein Gast kommt.“ Der Kontakt nach Bububu ist nie abgebrochen. „Ich schreibe der Tochter – Janeth – fast jede Woche über das Internet.“

Nach Afrika nicht völlig verändert

Als sie aus Afrika zurückgekommen ist, war sie nicht völlig verändert. „Aber man geht doch sehr viel bewusster durch die Welt. Und man empfindet viele Dinge nicht mehr als schlimm, weil man plötzlich weiß, dass es noch sehr viel schlimmer geht.“ In Bububu haben sie Mareike gezeigt, wie man aus sehr wenig noch viel lebenswertes macht.

Inzwischen hat Mareike zusammen mit ihrer Mutter eine Patenschaft übernommen, damit in Bububu ein Kind die Schule besuchen kann. Und sie wirbt Geld und Sachspenden ein, um dem Waisenhaus zu helfen. Zusammen mit einigen Rotary-Mitgliedern aus der Region ist es jetzt gelungen, insgesamt 1000 Euro nach Bububu zu überweisen. Davon wurden zunächst zwei Mobiltelefone angeschafft. Und Lebensmittel. „Da haben sie nun einen guten Vorrat“, sagt Mareike. Und für die Kinder im Waisenhaus gab es auch Spielsachen.

In diesem Jahr keine Bububu-Reise

In diesem Jahr wird Mareike den Weg nach Bububu nicht schaffen. „Ich muss meine Bachelor-Arbeit schreiben“, sagt sie. Und dann – bevor es in den Berufsalltag geht – sollte noch einmal eine Reise nach Bububu folgen. Denn der Afrika-Virus, der hat sie erfasst und wird sie nicht mehr loslassen. Nach einem Thailand-Urlaub stellte sie fest: in Afrika war es schöner. Es bleibt wahr: Einmal Afrika, immer Afrika.

Die Kinder freuten sich auch über Spielsachen

Die Kinder freuten sich auch über Spielsachen.

Quelle: Privat

Von Joachim Wilisch

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