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Brandenburg/Havel Maria, Josef, Jesus und die Feuerwehr
Lokales Brandenburg/Havel Maria, Josef, Jesus und die Feuerwehr
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00:31 04.12.2015
Besucher bewundern die große Krippe im Brandenburger Dom. Die Heilige Familie thront auf dem Hügel (rechts im Bild). Quelle: JACQUELINE STEINER
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SBrandenburg/H

Von wegen Esel, es war ein Fahrrad, das die Heilige Familie von A nach B gebracht hat. Gerhard Raff war aus dem Schwäbischen nach Südfrankreich geradelt und hat in Arles äußerst kunstvolle Krippenfiguren entdeckt und in sein Herz geschlossen.

Detail aus der großen Krippen-Szene. Quelle: Heiko Hesse

1962 brachte der Jugendliche Gerhard Maria, Josef und das Christuskind mit nach Hause. In den folgenden Jahren kamen weitere Figuren dazu. Heute zählt die provenzalische Krippe des Schriftstellers Gerhard Raff knapp 500 Figuren, passt garantiert unter keinen Weihnachtsbaum – und ist seit Sonntag im Brandenburger Dom vor dem Lehniner Altar zu bewundern.

Die Krippe in der Mitte des Dioram Quelle: JACQUELINE STEINER

In der Mitte der Szenerie thront die Heilige Familie in der Krippe auf einem Hügel. Ochse, Esel, die Weisen aus dem Morgenlande, die Hirten scharen sich darum. Doch schon bald wird es südfranzösisch. Die weißen Pferde der Camargue prägen das Bild, Bauern, Waschfrauen, man sieht bunt gewandete Frauen und Männer beim fröhlichen Ringtanz. Und auch zwei Feuerwehrmänner, wenige Zentimeter groß und aus Terrakotta. Das Leben ist bunt und vielfältig, also ist es auch diese Krippe.

Die Feuerwehr darf nicht fehlen. Quelle: Heiko Hesse

Gerhard Raff ist seit 22 Jahren mit Brandenburg und dem Dom verbunden. Aus dem Erlös seiner Bücher unterstützte der Schwabe die Rettung des einsturzgefährdeten Domes, und das nicht zu knapp. Seither ist er auch mit Manfred Stolpe verbunden.

Für Domherr Manfred Stolpe (Mitte) ist die Krippe ein schöner Ausdruck der deutsch-französischen Freundschaft. Quelle: Heiko Hesse

Der Brandenburger Domherr und frühere märkische Ministerpräsident sorgte nun dafür, dass Raffs einzigartige Krippe auch im Brandenburgischen zu sehen ist. In Hamburg, Stuttgart und anderen Städten hatte das Diorama bereits viele Menschen begeistert.

Gerhard Raff (Mitte) erklärt Besuchern, wie er die Krippe zusammen gestellt hat. Quelle: Heiko Hesse

Mit dem Exponat ist es wie mit einem Suchbild: Der Betrachter kann ewig davor stehen und entdeckt doch immer wieder etwas Neues. Es lohnt sich auch, in die Hocke zu gehen und den zauberhaften Figuren aus der Werkstatt von Marcel Carbonel auf Augenhöhe zu begegnen. Für Manfred Stolpe, der die Krippe am Sonntag nach dem Gottesdienst im Dom beschrieb, ist das Diorama auch ein Ausdruck der deutsch-französischen Freundschaft.

info: Die Schaubild mit der Krippe ist in der Vorweihnachtszeit im Brandenburger Dom zu sehen.

Von Heiko Hesse

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