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Besucherzahlen im Marienbad rückläufig

Bürgermeister schwitzt bald allein Besucherzahlen im Marienbad rückläufig

Das Marienbad bleibt ein sechsstelliges Zuschussgeschäft für Brandenburg/Havel. Obwohl die Stadt die Preise zur Jahresmitte erhöht hat, erreichte das Schwimm- und Spaßbad die Umsatzziele für 2015 nicht. Außerdem sank die Besucherzahl erstmals seit zehn Jahren wieder unter 300 000. Die Sauna erreicht nach allerlei Verbesserungen 2015 ihren Nachfragetiefstand.

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Schwimmer im Brandenburger Marienbad.
 

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H.  Das Marienbad ist und bleibt wie erwartet ein sechsstelliges Zuschussgeschäft für die Stadt Brandenburg. Obwohl die Stadt die Preise zur Jahresmitte erhöht hat, erreichte das Schwimm- und Spaßbad die geplanten Umsatzziele für 2015 nicht. Außerdem sank die Besucherzahl erstmals seit zehn Jahren wieder unter 300 000. Die Sauna erreicht nach allerlei Verbesserungen dennoch ihren Besuchertiefstand.

Die Stadtverwaltung hat dem Wirtschaftsausschuss in diesen Tagen den Wirtschaftsplan 2016 für das Marienbad vorgelegt, der auch Aufschluss gibt über die wirtschaftliche Entwicklung in der Vergangenheit. Je nach Blickwinkel lesen sich die Zahlen schön oder weniger schön.

Besuchertiefstand in der Sauna

Positiv ist, dass die Umsatzerlöse des Marienbades 2015 um rund 50 000 Euro auf voraussichtlich 1,58 Millionen Euro gestiegen sind. Das Umsatzziel wird damit allerdings um 31 000 Euro verfehlt.

Der Zuschuss der Stadt bleibt mit 840 000 Euro stabil. Es bleibt dennoch ein Jahresverlust von gut 500 000 Euro, der 2015 immerhin um rund 80 000 Euro geringer ausfallen wird als geplant.

In seiner Schwimmhalle und Sauna erzielte das Marienbad 2015 aufgrund der Preiserhöhungen mehr Einnahmen als 2014. Schwitzen ist in der ausgebauten Saunalandschaft angenehmer geworden – und für die Gäste einsamer. Denn die Besucherzahlen sind rückläufig.

 Die Sauna hat verglichen mit dem Vorjahr rund 2500 Gäste verloren. Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) wunderte sich im Ausschuss: „Die Sauna hatte mehr Besucher als sie kleiner war.“

2500 Gäste weniger

Das Funbad verzeichnet einen ähnlichen Besucherrückgang wie die Sauna, mehr als 2000 Gäste verzichteten im Buga-Jahr auf den Spaß beim Baden.

Die Verwaltung behält ihren Optimismus bezogen auf die kommunale Badeanstalt. Trotz der seit 2008 sinkenden Besucherzahlen, den mindestens bis 2017 eingefrorenen Preisen und der absehbaren zusätzlichen Konkurrenz aus Potsdam und Werder plant die Verwaltung mit steigenden Umsatzerlösen bis 2020.

Wie das gelingen soll, will sie demnächst mit einem neuen Konzept vorstellen. Die Bäderexperten wollen ihre Wundertüte bis spätestens Ende Juni 2016 öffnen, kündigte der Bürgermeister an.

Neues Konzept wird vorgestellt

Doch selbst wenn die Stadt die Erlöse künftig steigert, wird das Marienbad die Steuerzahler in den nächsten Jahren mehr kosten. Die Dachhaut entspricht nach Angaben von Marienbad-Verwalter Fred Ostermann schon fünf Jahre nach dem Einbau nicht mehr dem Stand der Technik. Der Kleber ruiniere die Folien. Die Sanierung der Dachflächen, die sich über Jahre erstreckt, und die neue Brand- und Einbruchsmeldetechnik kosten viel Geld. Für die Instandhaltung sind in desem Jahr rund 450 000 Euro vorgesehen, das ist mehr als doppelt so viel wie 2014.

Die Erhöhung der Eintrittspreise zur Jahresmitte 2015 hat die Bürger nach Darstellung der Verwaltung weniger geärgert als die höheren Gebühren im Parkhaus. Es heißt, das Thema Parken habe Besucher gekostet. Denn die Gäste seien ausgewichen auf kostenlose Parkplätze rund um das Schwimmbad.

An den Straßen dürfen Bürger aber zeitlich begrenzt ihr Auto abstellen, in der Regel zwei Stunden lang. Also schwimmen Besucher dem Bad nach diesen zwei Stunden davon. „Die Besucher lösen keine Tageskarten, nutzen die Gastronomie nicht und verzichten auf das Massageangebot“, erklärt Scheller die Folgen des kurzen Badbesuches. Er bedauerte im Wirtschaftsausschuss, dass die Fachabteilung die Parkregelungen am Marienberg nicht ändere und dies mit dem fehlenden Gesamtkonzept begründe – ein kaum versteckter Hinweis an den Beigeordneten Michael Brandt (CDU).

Von Jürgen Lauterbach

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