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Brandenburg/Havel Finanzausschuss sagt „Nein“ zu neuen Preisen im Marienbad
Lokales Brandenburg/Havel Finanzausschuss sagt „Nein“ zu neuen Preisen im Marienbad
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15:54 10.10.2018
Das Funbad ist zwar nach wie vor beliebt, könnte aber noch einige neue Attraktionen vertragen, um neue Gäste anzulocken. Quelle: Marienbad
Brandenburg/H

In die Diskussion um das Anheben der Entgelte im Marienbad kommt Bewegung: Am Dienstagabend hat der Finanzausschuss mehrheitlich gegen die von der Verwaltung vorgelegte neue Entgeltsatzung gestimmt: Fünf Stadtverordnete waren dagegen, zwei dafür, einer enthielt sich.

In der Diskussion hatten zwei Volksvertreter dafür plädiert, lediglich die Parkhausgebühren anzuheben, sagt Ausschusschef Ralf Weniger (CDU). „Ich habe das Gefühl, dass bei einigen Stadtverordneten die Meinungen ziemlich verhärtet sind und ein Aufeinanderzugehen derzeit schwer möglich ist.“

Geplant ist, die Entgelte im Durchschnitt um 15 Prozent anzuheben, begründet wird dies mit dem gestiegenen Mindestlohn und vor allem mit den hohen Instandhaltungskosten. Immerhin sei das Bad schon 18 Jahre in Betrieb.

Die geplanten neuen Entgelte

Nach der neuen Entgelt-Vorlage klettert beispielsweise der Zwei-Stunden-Tarif für Schwimmhalle und Freibad um 50 Cent von 3,40 auf 3,90 Euro. Das Tagesticket kostet 5,30 statt 4,80 Euro.

Der Normaltarif im Funbad für zwei Stunden steigt von 7,20 auf 7,80 Euro. Ebenfalls um 60 Cent auf 9,80 Euro steigt der Tagespreis.

Ähnliche Entwicklungen gibt es in der Sauna, obwohl die Erhöhungen hier prozentual moderater ausfallen. Tagesticket: plus 70 Cent auf 16,40 Euro, Zwei-Stunden-Tarif: plus 70 Cent auf 14,20 Euro.

Um ein ganzes Drittel steigen zudem die Preise im Parkhaus von 1,50 auf zwei Euro. Dritte – etwa Krankenhausbesucher – zahlen für jede Stunde 1,50 statt einen Euro.

Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) wird die Vorlage aber nicht zurückziehen, sondern auch in den anderen Ausschüssen beraten lassen, kündigt er am Mittwoch an. „Wir haben sie ja nicht zum Spaß geschrieben, weil wir unbedingt die Preise erhöhen wollen.“ Es seien auch Alternativen geprüft worden, etwa das Verkürzen der Öffnungszeiten.

„Das würde nur minimale Ersparnisse bringen, sondern nur einen Verlust von Einnahmen. Das Bad ist am besten in den frühen Morgenstunden und in den späten Nachmittagsstunden bis zum Abend ausgelastet. Da bekommen wir keine vernünftigen Arbeitszeitmodelle für eine kleinere Mannschaft hin.“

Der Rathauschef will nun die Stadtverordneten an ihre eigenen Beschlüsse erinnern: Mit dem Haushaltssicherungskonzept haben sie die Höhe des jährlichen Betriebskostenzuschusses von der Kommune an den Eigenbetrieb Marienbad auf 840.000 Euro begrenzt. Sind diese verbraucht und genügen die Einnahmen nicht zur Kostendeckung, müssten eben die Preise verändert werden.

Betriebsleiter Fred Ostermann hat im September 2016 ein Handlungspapier als Anhang zum Wirtschaftsplan 2017 vorgelegt, in dem Vorschläge gemacht wurden, um das Bad noch attraktiver zu machen und mehr Gäste anzulocken. Damals wie heute haben Volksvertreter moniert, das Marienbad strahle nicht weit genug in die Region aus und mit den vorhandenen Einrichtungen kämen keine Zusatzgäste.

Ostermann hatte darin sogar Kostenschätzungen veröffentlicht. So würde eine zweite Riesenrutsche mindestens 200.000 Euro kosten, ein Außenschwimmbecken, in das man hinausschwimmern kann, schlüge mit etwa 450.000 Euro zu Buche.

„Wenn wir das bauen und Investitionsmittel dafür in die Hand nehmen, zieht das weitere Unterhaltungskosten nach sich. Schon jetzt scheinen einige Stadtverordnete nicht bereit zu sein, einen Teil der Unterhaltungskosten auf die Entgelte umzulegen. Wenn wir also investieren, sollen wir dann als Kommune auch noch den Zuschuss für die Betriebskosten erhöhen? Das ist für mich nicht logisch“, sagt der Oberbürgermeister.

Er werde weiter für die Vorlage werben. Man habe sich 2016 darauf verständigt, sich erst einmal auf Unterhaltung und Reparaturen zu beschränken. Wasser- und Lufttemperatur im Funbad wurden um jeweils zwei Grad erhöht, damit sich die Gäste wohlfühlen und die Verweildauer länger ist. Kleinere Anschaffungen für das Ausstatten des Funbades und der Saunaräume sollen möglich sein.

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Von André Wirsing

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