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Marienberg ist wieder offen, aber mit Mängeln

Buga-Areal zugänglich Marienberg ist wieder offen, aber mit Mängeln

Ab sofort ist der Marienberg wieder offiziell für jedermann zugänglich. In dieser Woche hat die Stadt Brandenburg an der Havel das Areal vom Zweckverband Bundesgartenschau 2015 zurück übernommen. Die Menschen in der Stadt hatten sich den Berg zum teil bereits in den letzten Tagen „zurückerobert“.

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Besucher der Bundesgartenschau in Brandenburg/Havel (Brandenburg) laufen am 15.07.2015 durch den Rosengarten auf dem Marienberg.

Quelle: dpa

Brandenburg/H. Ab sofort ist der Marienberg wieder offiziell für jedermann zugänglich. In dieser Woche hat die Stadt Brandenburg an der Havel das Areal vom Zweckverband Bundesgartenschau 2015 zurück übernommen.

„Unser Marienberg war einer der ganz großen Anziehungspunkte während unserer Bundesgartenschau 2015. Hundertausende Gäste, Bürger und Touristen gleichermaßen, waren vom Blumenmeer, der wiederhergestellten Gartenanlage und vom Blick über die Dächer unserer Stadt begeistert. Mein Ziel ist es, diese Schönheit unseres Marienbergs auch für die kommenden Jahre zu erhalten“, sagt Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU). Der Zugang solle weiterhin kostenfrei sein. „Dass es zudem mehrere Interessenten für die Betreibung der Marienberg-Gaststätte gibt, ist ein weiterer Glücksumstand für uns, den wir nutzen wollen.“

Am Packhof dauert es noch eine Weile

Die Verwaltung werde für die Stadtverordnetenversammlung im Februar eine Benutzungsordnung und ein Konzept zur Betreibung des Marienbergs vorlegen, über die dann die Stadtverordneten beraten und entscheiden können. Doch zunächst gibt es erst noch andere Probleme zu lösen. Der Marienberg wurde noch mit Mängeln übergeben, hier ist der Zweckverband aufgefordert, diese zu beheben. Es konnte aber übergeben, weil die Mängel keine größeren Gefahren darstellen heißt es aus der Verwaltung.

Der Zweckverband war vertraglich verpflichtet, alle von ihm genutzten Flächen in einen Zustand zu versetzen, dass temporäre Bauten verschwinden und die Flächen von den Kommunen sofort nutzbar sind. Gerade am Packhof und auch in Stölln wird es noch Wochen dauern, bis diese Areale wieder nutzbar sind.

Mehr als 100 Jahre Rodeln

Mit dem Ende der Bewirtschaftung des Nordhanges durch die Ackerbürger um 1900 nutzten Kinder der Altstadt den Hang zum Rodeln.

Dabei kam es in den 1920er-Jahren zu schweren Unfällen, auch zu Todesfällen.

In der Folge wurden Bäume und Sträucher gerodet und die Strecke planiert.

Im Jahr 1937 wurde ein richtige Rodelbahn gebaut.

Diese verwilderte im Laufe der Zeit, wurde aber nach dem zweiten Weltkrieg weiter genutzt.

Am Westhang (heute Helikopterlandeplatz) gab es sogar ab dem 12. Oktober 1971 eine Eis- und Rollschuhbahn, für die der benachbarte Heimattierpark aufgegeben wurde. Die Bahn gab es bis Mitte 1992.

Der Stadtentwicklungsbeigeordnete Michael Brandt (CDU) ist zudem von Oberbürgermeisterin Tiemann aufgefordert worden, den Rückbau der Zaunfelder neben dem Nordaufgang zu veranlassen. Das kann der aber nicht, weil der Zaun noch im Eigentum des Zweckverbandes ist. Dies hat Brandt nun an Buga-Geschäftsführer Erhard Skupch und an die Zweckverbandschefin Tiemann geschrieben. Jetzt soll Skupch eine Firma beauftragen, welche die Zaunfelder abschraubt und die Bodenhülsen zieht.

Indessen hat die Verwaltung nun auch öffentlich die Pflege der städtischen Grünanlagen für 2016/17 ausgeschrieben, der Marienberg ist davon ausgenommen. Der wird in diesem Jahr noch von Galabau-Fachfirmen sowie der Firma GGS gepflegt. Ab dem kommenden Jahr soll der Marienberg größtenteils von der Bas gepflegt werden. Diese müsste dazu Mitarbeiter fest anstellen und teure Kommunaltechnik anschaffen, die bei den Fachfirmen und auch im städtischen Bauhof längst vorhanden ist.

Der Verband der Garten- und Landschaftsbauer Berlin-Brandenburg hat bereits Bedenken angemeldet, das Gartendenkmal und die hochwertigen Pflanzungen an Laien zu übergeben.

Von André Wirsing

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