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Marienberg nur noch am Wochenende offen

Über den Dächern von Brandenburg an der Havel Marienberg nur noch am Wochenende offen

Die Friedenswarte auf der Spitze des Marienbergs in Brandenburg an der Havel war zwei Jahre lang für die Besucher gesperrt, jetzt soll bald der Rundumblick über die Stadt nur noch am Wochenende möglich sein. Die Stadt will Geld sparen beim Bewachen des Ausflugsziels, traut sich aber nicht an ein Erhöhen des Ticketpreises.

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Weithin sichtbares Wahrzeichen – die Friedenswarte auf dem Marienberg.

Quelle: Detlev Scheerbarth

Brandenburg/H. Zwei Jahre lang war die Friedenswarte auf dem Marienberg verschlossen - ein Jahr wegen der Gartenschau-Vorbereitungen, im vorigen Jahr konnten nur Besucher auf Brandenburgs Wahrzeichen, wenn sie vorher relativ viel Geld für eine Buga-Karte hingelegt haben.

Jetzt ist der Bürgerpark Marienberg wieder für jedermann frei zugänglich und auch die Friedenswarte soll wieder offen stehen. Allerdings fast nur noch an den Wochenenden.

Die Stadtverordneten sollen am 24. Februar über eine neue Benutzungs- und Entgeltordnung für das Türmchen entscheiden. „Ab 2016 soll die Friedenswarte mit flexibleren Öffnungszeiten und auf diese Öffnungszeiten angepasste und ergänzte Eintrittsentgelte geöffnet werden“, schreibt Entwurfsverfasser Fred Ostermann, Tourismusexperte der Stadtverwaltung.

SVV soll entscheiden

Bisher war die Friedenswarte täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr für jeden offen, der Eintritt entrichtet hat. Vom 1. April bis 31. Oktober soll nur noch freitags bis sonntags sowie an den Feiertagen zu diesen Zeiten geöffnet sein. Ausnahmen gibt es im Juli und August, da gelten die alten Öffnungstage. Preislich unverändert bleiben die Einzeltickets für drei Euro im Normal- und 1,50 Euro im Ermäßigungstarif. Verteuert werden die Familien-/Kleingruppenkarte von fünf auf sieben Euro sowie indirekt die Gruppentarife: Zwar bleibt es bei zwei Euro pro Person, doch müssen sich dafür mindestens zwölf Menschen dafür zusammenfinden, bisher waren es nur zehn. Im Gruppentarif wird das Ermäßigungsentgelt von 50 Cent verdoppelt.

Zehn Plattformen

Die Friedenswarte wurde 1974 errichtet und zum 25. Jahrestag der DDR am 7. Oktober eröffnet.

Sie ist 32,50 Meter bis zur oberen Dachkante hoch, der äußere Turmdurchmesser beträgt acht Meter.

Über zwei getrennte Wendeltreppen für den Auf- und Abstieg mit jeweils 180 Stufen gelangt man zu den fünf verglasten und fünf freien Aussichtsplattformen.

Eine vollständige Sanierung des Turmes erfolgte im Jahr 2006.

Seit 2010 gibt es auf der oberen Plattform ein Leit- und Informationssystem, um das Orientieren beim Umherschauen zu erleichtern.

Vor der Friedenswarte befand sich an dieser Stelle 66 Jahre lang die Bismarckwarte. Das Bauwerk aus märkischen Findlingen entstand nach einem Entwurf des Architekten Bruno Moehring und hatte einen Grundriss in Kleeblatt-Form. Es wurde am 1. April 1908 eingeweiht.

Vorgängerbau hierzu war wiederum das Kriegerdenkmal von 1874.

Es soll auch möglich sein, Sonderöffnungszeiten zu vereinbaren: Für eine Besuchszeit von 90 Minuten sollten mindestens 42 Euro pro Gruppe entrichtet werden, jede weitere Stunde soll 21 Euro kosten.

„Mit der zum Beschluss vorgelegten Benutzungs- und Entgeltordnung soll der Kostendeckungsgrad bei der Betreibung der Friedenwarte als Aussichtsturm erhöht werden“, sagt Ostermann.

Sonderöffnungen sollen möglich sein

Im letzten komplett gezählten Jahr 2013 kletterten 4281 Menschen die Treppen hinauf, 67,1 Prozent der Gäste kamen am Wochenende. An Eintrittsentgelten wurden 8243 Euro eingenommen, allerdings gab es noch einen Zuschussbedarf von mehr als 56 000 Euro – das entspricht einem Kostendeckungsgrad von 12,8 Prozent. 2016 plant die Verwaltung kaum mit Mehreinnahmen, sie will aber die Zuschüsse auf 47 000 Euro drücken, damit wenigstens ein Deckungsgrad von 15,1 Prozent erreicht wird.

Die bislang geltende Benutzungs- und Entgeltsatzung stammt noch vom 20. Dezember 2002.

Von André Wirsing

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