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Marienberg soll 17 Stunden lang offen sein

Brandenburg an der Havel Marienberg soll 17 Stunden lang offen sein

Knapp zwei Jahre nach Abschluss der Bundesgartenschau soll es nun für den Bürgerpark Marienberg in Brandenburg an der Havel eine Benutzungsordnung geben. Der Plan lautet so: Die Benutzung ist (bis auf die Friedenswarte) unentgeltlich, sie soll täglich von 6 bis 23 Uhr möglich sein.

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Die gepflegten Flächen des Bürgerparks sollen möglichst lange erhalten bleiben, deshalb nun ein Verhaltenskodex.

Quelle: Christiane Günther

Brandenburg/H. Knapp zwei Jahre nach Abschluss der Bundesgartenschau soll es nun für den Bürgerpark Marienberg eine Benutzungsordnung geben.

Die Stadtverordnetenversammlung hat 26. Oktober 2016 die Betrauung der Bas Brandenburg an der Havel Arbeitsförderungs- und Strukturentwicklungsgesellschaft mbH mit den Aufgaben zur Pflege und Betreibung des Marienberges mit gleichzeitiger Integration von benachteiligten Menschen beschlossen. Die zukünftige Pflege und Nutzung berücksichtige die Bedeutung und Besonderheiten des Marienberges als Gartendenkmal und Bürgerpark, hieß es zur Begründung. Mit dem selben Beschluss hatten die Stadtverordneten die Verwaltung beauftragt, eine Benutzungsordnung zur Beschlussfassung vorzulegen.

Nach dem jetzt vom Beteiligungsverwalter Detlef Reckow vorgelegten Entwurf bleibt der Bürgerpark Marienberg eine öffentliche Einrichtung der Stadt, er soll der Erholung und Freizeitgestaltung dienen. Die Benutzung ist (bis auf die Friedenswarte) unentgeltlich, sie ist täglich von 6 bis 23 Uhr möglich. Wenn es Sonderveranstaltungen gibt, für die auch ein Eintrittsgeld erhoben wird, „kann der Zugang ganz oder für einzelne Bereiche temporär von der Zahlung eines Eintrittsgeldes abhängig gemacht werden“. Dies werde durch entsprechende Aushänge von der Bas sowie durch Absperrungen kenntlich gemacht. Die Bas übe auch das Hausrecht aus.

Wie bei jeder Benutzungsordnung gibt es auch zahlreiche Verbote, beispielsweise zum Klettern auf Anlagen, Skulpturen oder Bäumen, zur Ruhestörung, zum Feuermachen und Grillen (außer an ausgewiesenen Plätzen). Ähnliches gilt fürs Rodeln, das darf man auch nur auf ausgewiesenen Pisten. Verboten ist das Aufstellen von Werbetafeln und Schildern, ebenso das verteilen von Flyern und Werbemitteln. Handel und Gewerbe darf auch nur innerhalb genehmigter Veranstaltungen betrieben werden.

Hintergrund

Der Marienberg hat eine Fläche von 13,4 Hektar und erhebt sich 39 Meter über der Stadt.

Der erste Name Harlunger Berg wird bereits in einer Urkunde von 1166 verwendet.

Zwischen 1136 und 1141 war vom Slawenfürst Pribislaw eine christliche Kapelle errichtet worden, die zum Marien-Heiligtum geweiht wurde. 1220 wurde ein Neubau vorbereitet.

Autofahren ist tabu, erlaubt ist aber das Fahren mit Kinderwagen, Inlineskates, Rollern, Fahrrädern, Spielfahrzeugen und Krankenfahrstühlen. Vorrang haben aber in jedem Falle die Fußgänger, das sollte beachtet werden. Die Geräte auf den Spielplätzen sind Kindern bis 14 Jahren vorbehalten sowie deren Begleitpersonen. Der Konsum von Alkohol, Tabak und Rauschmitteln ist an den Spielplätzen verboten.

Einen Strafenkatalog für Zuwiderhandlungen gibt es nicht, wer die Benutzungsordnung nicht einhält, kann von der Bas oder einem von dieser beauftragten Wachschutz „von der weiteren Nutzung des Bürgerparks ausgeschlossen werden. Es ist Schadensersatz für zugefügte Schäden zu leisten.“

Weder die Stadt noch die Bas sorgen für ein Räumen der Wege bei Schnee und Eis. „Die Durchführung des Winterdienstes wird ausgeschlossen.“

Von André Wirsing

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