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Marienbergwasser: Neuer Jahrgang abgefüllt

Brandenburg an der Havel Marienbergwasser: Neuer Jahrgang abgefüllt

Eine Kelterei in Plessow hat am Dienstag 4200 Flaschen des Weißweins vom Brandenburger Marienberg abgefüllt. Gewachsen sind die Trauben Johanniter und Solaris auf dem ältesten Weinberg in der Mark Brandenburg, von dem 16 Winzerhöfe einst leben konnten. Das Marienbergwasser kann mit Weinen renommierter Anbaugebiete offenbar mithalten.

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Uwe Müller, Chef der Stadtwerke Brandenburg, mit dem frisch abgefüllten Marienbergwasser 2016.

Quelle: Marion von Imhoff

Brandenburg/H. Spritzig, trocken, an der Grenze zum halbtrocken, dieses Spektrum bietet das Marienbergwasser des Jahrgangs 2016. Eine Kelterei in Plessow hat Dienstag 4200 Flaschen des Weißweins vom Brandenburger Marienberg abgefüllt – im Auftrag des Wasserversorgers Brawag. Gewachsen sind die Trauben Johanniter und Solaris des Cuvées auf dem ältesten Weinberg in der Mark Brandenburg, von dem 16 Winzerhöfe einst leben konnten. Erstmals zu neuem Leben erweckt wurde der Weinberg anlässlich der Bundesgartenschau vor zwei Jahren.

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4200 Flaschen Weißwein vom Brandenburger Marienberg hat die Kelterei der OWS Havelland GmbH abgefüllt. Die sieben Paletten Cuvée aus den Trauben Johanniter und Solaris hat der städtische Wasserversorger Brawag produziert.

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Stadtwerkechef Uwe Müller, der auch die Brawag leitet, präsentiert den edlen Tropfen in bester Laune: „Wir sind der einzige Wasserversorger in Deutschland, der auch Wein produziert.“ Mit Erfolg: „Dieser Wein kann mit den Weinen der traditionellen Anbaugebiete in Süddeutschland mithalten“, lobt Kellermeister Christian Kruft das Produkt. Abgefüllt wurde der golden schimmernde Wein erstmals in der Kelterei der OWS Havelland GmbH in Plessow bei Werder.

Chefin Bettina Lindicke kostet von dem frisch abgefüllten Tropfen: „Der gefällt mir sehr gut, sehr frisch, schön fruchtig. Ein schönes Zucker-Säure-Verhältnis.“ Zum Spargel passe er perfekt, auch „zu allen anderen Gelegenheiten für einen Weißwein“.

Die Kelterei füllt vor allem den von dem Obst- und Winzerbetrieb selbstproduzierten Wein ab, 70 000 Flaschen im Jahr. Der Brawag-Auftrag ist der größte von einer Fremdfirma. Die Zusammenarbeit könnte dem Vernehmen nach langfristig werden.

Auf acht Gramm Zucker pro Liter und damit auf einen relativ hohen Alkoholgehalt bringt es das Marienbergwasser. Die 1200 Flaschen des ersten Jahrgangs waren 2016 binnen drei Tagen ausverkauft. Schon jetzt gibt es Vorbestellungen für den zweiten Jahrgang. „Wir wollten die Historie des Weinbergs wiederbeleben“, so Müller, der keinen Zweifel daran ließ, dass die Brawag bei der Weinproduktion bleibt – ein Geschäft mit leichtem Gewinn. „Und gut für das Image und gut für die Stadt“, sagt Stadtwerke-Sprecherin Beate Dabbagh. „Ein Projekt, mit dem man Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann“, frohlockt Müller.

114 Oechsle hatte der Most bei der Ernte, die 4,5 Tonnen Trauben einbrachte. Damit war der Zuckergehalt „ein Wahnsinn“, schwärmt Müller. Katharine Lindicke bestätigt: „Das ist für unsere Region ein Superwert.“

Zu kaufen ist der Wein für 9,50 Euro die Flasche ab Montag, 15. Mai, an der Rezeption der Stadtwerke Brandenburg, Packhof 32 (gegen bar).

Von Marion von Imhoff

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