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Richtfest für neues Weseramer Gerätehaus Marke Eigenbau

Über dem Rohbau für das neue Gerätehaus der Weseramer Feuerwehr ist seit dem Wochenende die Richtkrone aufgezogen. Die Feuerwehrleute spucken in die Hände, um dem Amt Beetzsee als Träger des Brandschutzes über 100 000 Euro Kosten zu ersparen. Mehr als 1000 freiwillige Arbeitsstunden wurden bisher geleistet. Nur mit diesem Einsatz war der Um- und Ausbau des Gerätehauses möglich.

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Amtsdirektor Dirk Müller schlägt im Beisein von Feuerwehrchef Falk Möhler den letzten Nagel in den Dachstuhl.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Weseram. Über dem Rohbau für das neue Gerätehaus der Weseramer Feuerwehr ist die Richtkrone aufgezogen. Amtsdirektor Dirk Müller steht auf dem Gerüst und fackelt nicht lange: Mit kräftigen Hammerschlägen treibt der Verwaltungschef am Wochenende den letzten Nagel in den Dachstuhl. Für den gelungenen symbolischen Akt gibt es Beifall von den vielen Gästen am Boden. Doch Müllers Dank gilt den Kameraden aus dem Dorf, die bisher über 1000 freiwillige Arbeitsstunden damit verbracht haben, um für ihre Brandschutztruppe ein neues Domizil zu bauen.

Die Weseramer haben ein wichtiges Ziel vor Augen. „Bis Weihnachten soll unser Einsatzauto wieder in der Fahrzeughalle stehen“, kündigte Feuerwehrchef Falk Möhler an. Derzeit parkt das Auto auf einem Privathof, die Dienstbekleidung bewahrt jeder Kamerad während der Bauarbeiten zu Hause auf. „Wir können stolz darauf sein, dass trotz der immensen Eigenleistungen die Einsatzbereitschaft gewährleistet ist“, sagte Möhler der MAZ.

Die Feuerwehrleute spucken in die Hände, um dem Amt Beetzsee als Träger des Brandschutzes über 100 000 Euro Kosten zu ersparen. Nur mit diesem ehrenamtlichen Einsatz war der Um- und Ausbau des Gerätehauses überhaupt möglich. Noch einmal würden sich die Kameraden wohl nicht auf ein solches Abenteuer einlassen, räumt der Wehrleiter ein. Der Kraft- und Zeitaufwand geht den Männern doch an die Substanz.

Das Weseramer Gerätehaus wird nach den Plänen von Architektin Monika Siemer errichtet. „Die Herausforderung war die Verbindung von alter und neuer Gebäudesubstanz. Deshalb mussten Dachformen angepasst werden. Als nächstes wird die Fahrzeughalle mit Sandwichplatten eingedeckt. Fenster, Türen und Tor sind bereits bestellt“, berichtet Siemer. Die Bodenplatte erhält eine Epoxidharzbeschichtung. Als Baumaterial wählte die Architektin hochgedämmte Liaplan-Steine aus Briest.

Seit 2013 verbringen die Weseramer ihre Freizeit auf der Baustelle. Mindestens zwei Mal in der Woche ist Arbeitseinsatz. Zunächst errichteten sie neue Sanitär- und Umkleideräume auf dem Fundament des alten Wasserwerkes. In einem Kraftakt verlegten die Männer Abwasserleitungen. Auch der Rohbau der Fahrzeughalle entstand Stein auf Stein unter ihren Händen.

Von Frank Bürstenbinder

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