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Marzahner teilen am Lagerfeuer

Martinsfeste beendet Marzahner teilen am Lagerfeuer

Der Reigen der Martinsfeste ist beendet. Auch in Marzahne gedachten Groß und Klein der Geschichte vom hilfsbereiten römischen Offizier Martin. Nach einem Lampionumzug traf sich die Dorfgemeinschaft am offenen Feuer zum gemütlichen Beisammensein.

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Nach dem Martinsspiel in der Kirche gab es Stockbrot am offenen Feuer auf dem Dorfplatz.

Quelle: Jürgen Krumnow

Marzahne. Zum Auftakt des Sankt-Martin-Festes in Marzahne erzählte Pfarrerin Diana Bernitt-Pscherwankowski die Geschichte des um 316 geborenen Martin von Tours. Mit dem Lied „Sankt Martin reitet durch Schnee und Wind“ hatte sie vor allem die kleinen Zuhörer auf die Geschichte eingestimmt.

Aufmerksam verfolgten sie mit ihren Fackeln in den Händen, wie der junge Offizier Martin und spätere Bischof von Tours bei einem am Wegesrand sitzenden alten Mann sein Pferd zügelte, weil er sah, dass der trotz des Frostes nur Lumpen trug und zu erfrieren drohte.

Pfarrerin  Diana Bernitt-Pschwerwankowski beim Martinsspiel in der Marzahner Kirche

Pfarrerin Diana Bernitt-Pschwerwankowski beim Martinsspiel in der Marzahner Kirche.

Quelle: Jürgen Krumnow

Also teilte Martin mit seinem Schwert kurz entschlossen seinen warmen Mantel und gab eine Hälfte dem Frierenden, der gar keine Gelegenheit mehr hatte, dem mit seinen Soldaten weiter reitenden Offizier zu danken. Und die Kleinen nahmen gefühlsmäßig Partei für Martin, als offenbar gefühllose Soldaten über die Geste ihres Vorgesetzten lachten.

Groß und Klein versammelte sich auf dem Dorfplatz

Groß und Klein versammelte sich auf dem Dorfplatz.

Quelle: Jürgen Krumnow

Die Pfarrerin wusste das Geschehen lebhaft und eindringlich zu schildern, zumal die Besucher in diesem Jahr erneut auf Pferd und einen als Martin verkleideten Reiter mit seinem roten Mantel verzichten mussten. Während das Pferd im Vorjahr lahmte, war Martin in diesem Jahr abkommandiert.

Aber das tat der Sache keinen Abbruch, die Pfarrerin machte die Zuhörer zu Zeugen eines erdachten Disputs zwischen einem kleinen Mädchen und dessen Oma beim Basteln eines Lampions in der Küche. Das wurde nämlich von einem seit einem Jahr in der Nachbarschaft wohnenden Jungen aus dem Kongo neugierig beobachtet. Als Lehre aus der soeben gehörten Geschichte des Sankt Martin schenkt das kleine Mädchen schließlich dem Jungen einen Lampion und lädt ihn zum Lampionumzug ein.

Der folgte dann auch zum Festplatz am Gerätehaus der Feuerwehr, wo Ortsbeirat, Gemeindekirchenrat und Brandschützer ein offenes Feuer, Bratwurst, Stockbrot und wärmende Getränke vorbereitet hatten. „Wir machen das schon seit Jahren“, sagte Ortsvorsteher Carsten Wuttke der MAZ. „Nach dem Besuch der Kirche ist das eine schöne Möglichkeit der Begegnung zwischen den Bürgern und des Gesprächs, auf die wir nicht verzichten wollen. Und Gesprächsstoff gibt es genug.“

Sowohl Carsten Wuttke als auch Pfarrerin Diana Bernitt-Pscherwankowski wünschten sich, dass unabhängig von der aktuellen Situation Menschen auf der ganzen Welt sich einander helfen. „Und dabei geht es nicht nur um das Geld“, so die Pfarrerin. „Teilen darf kein Auslaufmodell werden“, so Carsten Wuttke am Rande des friedvollen Festes.

Von Jürgen Krumnow

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