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Brandenburg/Havel Mauschelei bei Wochenmarkt-Vergabe?
Lokales Brandenburg/Havel Mauschelei bei Wochenmarkt-Vergabe?
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00:38 27.06.2015
Andrea Marschall und Tochter Johanna kaufen regelmäßig bei Martina Meisel auf dem Wochenmarkt an der Katharinenkirche ein. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Brandenburg an der Havel

Bernd Gellesch (67) hätte die ausgeschriebenen vier Brandenburger Wochenmärkte gern übernommen und gestärkt. Der Unternehmer aus Dallgow-Döberitz betreibt nach eigenem Bekunden seit 1990 erfolgreich 14 Wochenmärkte in Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt. Doch in der Stadt Brandenburg hatte er nach seinem Eindruck nie eine Chance.

Der Geschäftsmann vermeidet Worte wie „mauscheln“ und „Geschmäckle“ in Bezug auf die Vergabe der vier Wochenmärkte. Ihm geht es um die Rechtmäßigkeit der Vergabe. Dabei wundert er sich, dass ausgerechnet ein Bewerber den Zuschlag erhalten hat, der im Gegensatz zu ihm noch nie einen Wochenmarkt betrieben hat.

Anfang Juni hatte die Stadtverwaltung bekannt gegeben, dass die Firma M & H neuer Marktbetreiber für Katharinenkirchplatz, Nicolaiplatz, Nord und Hohenstücken sei. Hinter dem Firmennamen stehen die bekannten Brandenburger Geschäftsleute Mike Minuth (47) und Michael Kilian (56), letzterer hat auch als ehemaliger CDU-Stadtverordneter und Vorsitzender des Gewerbevereins einen Namen in der Stadt.

Deren Firma M & H wurde als Unternehmergesellschaft (UG) am 18. März 2015 mit 100 Euro Stammkapital ins Handelsregister eingetragen, wenige Wochen ehe die Verwaltung ihre Ausschreibungsunterlagen per E-Mail-Info verschickte. Gellesch vermutet, dass rechtzeitig entsprechende Kontakte geknüpft worden sein könnten.

Der unterlegene Bewerber weist nach, dass die Stadt von den Wochenmarkt-Bewerbern verpflichtend drei Referenzobjekte forderte. Er fragt: Welche einschlägigen Referenzen weist die siegreiche M & H vor? Die Stadtverwaltung gibt der MAZ dazu keine Antwort. Michael Kilian berichtet, er und Mike Minuth hätten ihre drei Weihnachtsmärkte 2012, 2013 und 2014 angegeben.

Bernd Gellesch schüttelt den Kopf und sagt: „Wochenmärkte und Weihnachtsmärkte sind nicht zu vergleichen, sie haben einen ganz unterschiedlichen Charakter und verschiedene Händler.“ Gellesch erhielt nach seiner umfangreichen Bewerbung nur die Absage und die Unterlagen zurück. Außer am Eingangsstempel erkennt er an nichts, dass seine rund hundert Seiten überhaupt jemand in die Hand genommen und angeschaut hat. Sie wirkt jungfräulich.

Nach Gelleschs langer Erfahrung schreiben die Bearbeiter meist mit Bleistift Fragen und Bemerkungen an den Rand, um nachzuhaken. Doch nicht so in Brandenburg. „Meine DVD hat sich auch niemand angeschaut“, sagt er resigniert. Während an M & H, wie Michael Kilian berichtet, Nachforderungen gerichtet wurden, hörte er bis zur Absage nichts, trotz seiner vielen Ideen und der Erfahrung von einem halben Dutzend Wochenmärkten in Berlin sowie weiteren in Rheinsberg, Perleberg, Falkensee, Genthin, Mittenwalde und Straußberg. Im Gegensatz zu den anderen Städten habe Brandenburg ihn nie eingeladen, um über sein Konzept und die Höhe der Konzession zu sprechen. Michael Kilian berichtet, dass auch M&H kein persönliches Gespräch bekommen hätten.

Gelleschs Fazit: „Ich sehe eine Ausschreibung immer sportlich, mal gewinnt man, mal verliert man. Nicht so toll finde ich, dass man sehr viel Zeit, Arbeit und Geld investiert, wenn alles schon offensichtlich gelaufen ist.“ Seine Bitte, die Unterlagen einzusehen, hat die Verwaltung abgelehnt. Nun erwägt er rechtliche Schritte.

Von Jürgen Lauterbach

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