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Brandenburg/Havel Eisfahrt im Hochsommer
Lokales Brandenburg/Havel Eisfahrt im Hochsommer
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14:54 28.08.2018
Dem Fahrsicherheitstraining haben sich Lkw-Fahrer von Mebra und Remondis unterzogen, hier Philipp Lindner. Quelle: Mebra
Brandenburg/H

Der Mebra-Geschäftsführer durfte nach 30 Sekunden Fahrversuchen gleich wieder vom „Bock“ absteigen. Durchgefallen.

Holger Ulbricht fährt zwar nicht jeden Tag einen Lkw, aber er kann es. Schließlich war er vor seinen Führungsjobs beim städtischen Liegenschaftsmanagement und bei der Märkischen Entsorgungsgesellschaft Brandenburg war er Prokurist bei Menke Spezialtransporte und hat dort die rollenden Riesen auch selbst bewegt. „Ich habe mir gedacht, es kann doch nicht so schlimm sein im Fahrsimulator, das bekomme ich schon irgendwie hin. Doch der Instrukteur spielt einem nicht nur die verschiedensten Szenarien auf die Monitore, die mir den Blick durch die Scheibe vorgaukeln, sondern er sieht auch alles, was ich mache.“ So müssen beispielsweise in der richtigen Reihenfolge sechs Spiegel nacheinander durchgeguckt werden, bevor man losfahren darf. Der Simulator kann auch im Hochsommer Schnee und Eis in die „Landschaft“ zaubern, einschließlich des veränderten Brems- und Lenkverhaltens eines solch schweren Fahrzeuges.

69 Fahrer trainieren Sicherheit

Die Mebra hat 44 gewerbliche Mitarbeiter, davon sind 33 Lkw-Kraftfahrer. Die anderen bewegen auch Maschinen wie Radlader und Gabelstapler.

Am Fahrsicherheitstraining haben auch 36 Fahrer der Remondis Brandenburg GmbH teilgenommen.

Die Mebra ist ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb und hat sich seit ihrer Gründung 1991 als Dienstleister für Entsorgung, Reinigung und Abfallbehandlung fest etabliert und ständig weiter entwickelt.

Jährlich werden zehntausende Tonnen Abfälle eingesammelt und weiterbehandelt sowie hunderte Kilometer Straßen und Gehwege gereinigt.

Die Mebra-Führung und die Remondis-Regionaldirektion haben gemeinsam entschieden, sich einen Fahrtrainer samt Simulator der Firma SiFaT zu leisten und allen fahrenden Mitarbeitern ein Training zu spendieren. Schließlich kostet das insgesamt 10.000 Euro –die Summe haben sich die beiden Unternehmen geteilt. Die Gründe hierfür sind vielfältig. „Angesichts einer Reihe von tragischen Unfällen mit rechtsabbiegenden Lkw und schweren Folgen für schwächere Verkehrsteilnehmer legen wir einen großen Wert auf Fahrsicherheit. Auch wenn unsere Mitarbeiter noch so routiniert sind, hier können sie ihre Sinne schärfen und folgenlos auch mal einen Fehler machen“, sagt Ulbricht. Deswegen sei das Training auch nicht fakultativ, sondern angeordnet gewesen.

Situationen, die selten vorkommen, können hier nachgestellt und bewältigt werden – etwa ein plötzlich auf die Straße laufendes Kind, ein Radfahrer, der an der Kreuzung rechts vor dem Lkw fährt oder das nachfolgende Auto, das ohne Einweiser beim Rückwärtsfahren schnell mal übersehen wird. Etwa 100 Szenarien lässt die Technik zu.

Auch wenn es nicht an der Tagesordnung ist, passieren im Routinebetrieb auch immer mal kleinere Missgeschicke mit Blechschäden meist. Da ist es ganz hilfreich, wenn das Unternehmen seiner Versicherung auch nachweisen kann, dass es sich um die Aus- und Fortbildung seiner Fahrer kümmert. Nicht zuletzt hat das Fahrsicherheitstraining noch einen anderen Aspekt: Spritsparen. Die Fahrer haben eine definierte Strecke zuerst nach Gutdünken absolviert und beim zweiten Mal nach Anweisung des Instrukteurs. Überraschendes Ergebnis: Sie waren schneller unterwegs und haben dabei bis zu 25 Prozent Sprit gespart. Das ist ein Kostenfaktor fürs Unternehmen, zudem legen die öffentlichen Auftraggeber viel Wert auf Umweltbewusstsein.

„Wir kümmern uns nicht erst heute um Sicherheit. So haben wir im vergangenen Jahr einen Spiegeleinstellplatz für unsere Lkw eingerichtet. Das ist eine riesige Folie, die auf dem Boden gespannt ist, darauf gelbe und weiße Linien. Wenn sie in allen Spiegeln ein bestimmtes Muster ergeben, stimmen die Einstellungen“, sagt Mebra-Prokurist Stephan Köpping.

Von André Wirsing

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