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Mebra hat Sorgen-Müll entsorgt

Brandenburg/Havel Mebra hat Sorgen-Müll entsorgt

Das Abfall- und Verwertungsunternehmen Mebra hat jetzt zwei erfolgreiche Jahre hinter sich und die Minikrise hinter sich gelassen. Der kleine Gewinn ist verdoppelt worden, Kundenstamm und Preise sind stabil, es sind auch wieder größere Investitionen möglich.

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Holger Ulbricht (links) ist ab sofort allein Mebra-Geschäftsführer, René Liese und Thomas Schiefelbein haben nun andere Aufgaben bei Remondis.

Quelle: André Wirsing

Brandenburg/H. Ihren Gewinn verdoppelt hat die Märkische Entsorgungsgesellschaft Brandenburg Mebra im abgelaufenen Jahr. Bei gleichbleibend etwa zehn Millionen Euro Umsatz bleibt ein Plus von 400.000 Euro, Ende 2016 waren es noch 200.000 Euro,

„Nach den schwierigen Jahren 2014 und 2015 haben wir bewiesen, dass die Trendwende im Jahr 2016 kein einmaliges Ereignis war. Die Mebra hat das Tal der Tränen hinter sich gelassen und steht nun gefestigt da“, sagt Geschäftsführer Holger Ulbricht.

Grund dafür seien stabile Kundenbeziehungen sowie höhere Mengen und Preise, die durchgesetzt werden konnten. Im Gegenzug seien auch die Preise bei den Endverwertern rapide gestiegen. Die Entsorgungsanlagen (unter anderem zur Müllverbrennung) seien alle gut ausgelastet und diktierten die Preise. Auch seien Transportkosten gestiegen. „Vor 2014 galten 100 Euro Gebühr noch als die magische Grenze für eine Tonne Gewerbemüll, jetzt liegen wir stabil bei 135 Euro je Tonne.“ Mit manchen Geschäftszweigen lassen sich kaum oder kein Geld verdienen, beispielsweise mit der Komposterzeugung aus den eingesammelten Bio-Abfällen. Jetzt müsse man den Kompost erzeugen und den Landwirten für diese kostenfrei aufs Feld fahren, damit sie überhaupt noch etwas abnehmen, vor vier Jahren hätten sie wenigstens noch zwei Euro für die Tonne bezahlt und selbst abgeholt.

Die Mebra werde 2018 auch eine Menge Geld investieren – im besten Fall etwa 1,8 Millionen Euro. Das tritt ein, wenn es eine endgültige Entscheidung zum Remine-Projekt gibt, bei dem aus der so genannten Shredder-Leichtfraktion wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen werden können. Doch gebe es positive Signale, dass 2018 der Start der modernen Anlage in der riesigen Recyclingpark-Halle erfolgen kann. Mittlerweile gebe es auch Marktgründe, die dafür sprechen: China nimmt kaum noch Schrott ab, so dass das Recycling hier erfolgen muss.

Zudem ist Remine eine 100-prozentige Tochter des Schrottverwerters TSR, dieser wiederum ist nun wieder komplett im Besitz der Remondis-Gruppe. Die hatte den 20-Propzent-Anteil von einem Mitgesellschafter vor einigen Wochen zurückgekauft und damit das Blockieren von solchen Projekten ausgehebelt.

Für eine Million Euro würde die Mebra dann die Halle umbauen für die Bedürfnisse des Remine-Betriebes, „das Geld ist da und die Investition steht im Wirtschaftsplan“, sagt Mebra-Prokurist Stephan Köpping.

Ohnehin müsse das Unternehmen Geld in die Halle stecken für neue Bio-Filter und eine moderne Notbeleuchtung. 820.000 Euro werden weiterhin ausgegeben, unter anderem für eine neue Großkehrmaschine für 175.000, einen Hecklader für 160.000 sowie einen Radlader für 125.000 Euro.

Nachdem 2016 drei zusätzlich Multicar-Fahrzeuge für den Winterdienst für 210.000 Euro beschafft worden waren, steckt die Mebra nun noch einmal 100.000 Euro in deren technische Aufrüstung.

Von André Wirsing

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