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Mebra startet Ausbildungsoffensive

Bis 2019 20 neue Lehrlinge Mebra startet Ausbildungsoffensive

Das Brandenburger Entsorgungsunternehmen Mebra will in den kommenden Jahren 20 neue Lehrlinge anwerben. Die Azubis haben gute Chancen, übernommen zu werden. Denn das Unternehmen hat ein großes Personalproblem. Gesucht werden vor allem Berufskraftfahrer und Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft.

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Quelle: André Wirsing

Brandenburg an der Havel. Ein großes Personalproblem hat der Entsorger Mebra spätestens im Jahr 2019. Bis dahin will das Unternehmen 20 Auszubildende anwerben, sagt Geschäftsführer René Liese. „Wir sehen die Verpflichtung und die Chance für einen Umbruch. Gerade haben wir vier Mitarbeiter eingestellt, davon zwei ehemalige Lehrlinge.“

Bis dahin war der jüngste gewerbliche Mitarbeiter 45 Jahre alt, der Altersdurchschnitt liegt bei 56 Jahren. In den kaufmännischen Berufen ist der Nachwuchs da, gesucht werden aber Berufskraftfahrer und „Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft“.

Der etwas sperrige Berufsname steht auch für den Wandel der Mebra vom reinen Logistik- zu einem Recyclingunternehmen. Hinter Begriffen wie Urban Mining stehen das Wiedergewinnen und - verwerten von Rohstoffen, das Schonen von Ressourcen und Umweltschutz. Sebastian Höhne war 2003 der erste Mebra-Lehrling, der diese Ausbildung absolviert hat. Heute gehört er zum Führungsteam und ist Anlagenleiter im Recyclingpark Brandenburg, überwacht zudem den Wertstoffhof und koordiniert den Einsatz mobiler Technik (Schredder, Siebanlagen, Radlader).

„Für das neue Ausbildungsjahr ab dem Spätsommer haben wir bereits drei Ausbildungsverträge abgeschlossen, wir sind jedoch noch offen für neue Bewerber“, sagt Personalchefin Katrin Seide. In den Standorten Prützke, Fohrde und Brandenburg an der Havel sind die Remondis Hauptverwaltung Ost, die Mebra und die Remondis Brandenburg tätig – alle zusammen haben in den letzten Jahren insgesamt 89 Lehrlinge ausgebildet.

Bewerber für die dreijährige Ausbildung sollten einen Realschulabschluss und technisches Interesse haben, in den Fächern Physik und Chemie werden Noten von „3“ und besser erwartet. Es gibt keine Altersgrenze, die Übernahmewahrscheinlichkeit nach der Ausbildung ist hoch. „40 Jahre Betriebszugehörigkeit sind bei uns keine Seltenheit“, sagt Liese.

Die Berufsschule wird in Forst besucht, die praktische Ausbildung erfolgt bei der Mebra sowie beim Bildungsinstitut Neubrandenburg, wo es Labore, Metallwerkstatt sowie Kabinette für Hydraulik/Pneumatik gibt. In Neubrandenburg nimmt die IHK auch die Abschlussprüfungen ab.

Bei der Mebra gibt es danach viele Einsatzmöglichkeiten – etwa auf dem Wertstoffhof, bei dem Remine-Projekt (Gewinnen von Kunststoffgranulat), beim Lagern von Schadstoffen, Trennen von Kunststoffen. „Der Trend geht doch immer weiter zum Trennen aller Stoffe, bis sie weitgehend sortenrein sind. Dann sind sie von der Industrie besser weiterzuverarbeiten und wir erzielen höhere Erlöse“, sagt Liese. Zudem könne künftig auch das Thema Behandeln von Klärschlämmen bedeutend werden. Weil die Anforderungen ans Mebra-Team immer komplexer werden, orientiert das Unternehmen auf diese Ausbildung. Zudem komme immer mehr Technik zum Einsatz, die nicht nur bedient, sondern entsprechend gewartet werden will.

Von André Wirsing

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