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Medienkompetenz wappnet gegen Fake News

MAZ-Schulreporter 2.0 Medienkompetenz wappnet gegen Fake News

MAZ-Schulreporter 2.0 startet in die neue Runde. Das medienpädagogische Projekt der Märkischen Allgemeinen Zeitung läuft an 25 Schulen an. 1444 Schüler der siebten bis zehnten Klassen zwischen Potsdam und Brandenburg, Falkensee und Bad Belzig erhalten bis zum 9. Dezember jeden Tag eine eigene druckfrische MAZ auf ihre Schulpulte geliefert.

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Schülerinnen der 7 b der Lehniner Grund- und Gesamtschule Heinrich-Julius Bruns studieren die Märkische Allgemeine.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Lehnin. MAZ-Schulreporter 2.0 startet am Montag in seine neue Runde. Das medienpädagogische Projekt der Märkischen Allgemeinen Zeitung läuft an 25 Schulen an. 1444 Schüler der siebten bis zehnten Klassen zwischen Potsdam und Brandenburg, Falkensee und Bad Belzig erhalten bis zum 9. Dezember jeden Tag eine eigene druckfrische MAZ auf ihre Schulpulte geliefert.

Gemeinsam mit ihren Lehrern studieren sie vier Wochen lang im Unterricht brandneue Nachrichten aus ihrer Region, dem Land Brandenburg, ganz Deutschland und der Welt. Mit dabei ist auch die 7 b der Heinrich-Julius-Bruns Grund- und Gesamtschule Lehnin.

„Schulen haben den Auftrag, Medienkompetenz zu vermitteln“

Ihre Lehrerin Anita Voigt nimmt bereits das vierte Jahr am MAZ-Schulreporter-Projekt teil. „Das pädagogische Begleitmaterial ist prima und es ist eine schöne Möglichkeit, Medien in den Unterricht zu integrieren“, sagt sie. Die Lehrerin für Deutsch und Englisch bespricht mit ihren Schülern von nun an aktuelle Artikel und regt die Jugendlichen auch dazu an, selbst Berichte zu verfassen.

Der Lehramtsstudent Christian Ziesmar, der derzeit sein Praxissemester an der Lehniner Schule absolviert, hat seine Facharbeit über Mediennutzung im Unterricht geschrieben. „Ich betrachte Projekte, die sich mit der Mediensozialisierung an sich beschäftigen, als sehr wertvoll“, sagt der gebürtige Hannoveraner, der in Potsdam studiert. „Schulen haben den Auftrag, Medienkompetenz zu vermitteln – auch um Schülern zu zeigen, woran man Fake News erkennt.“

Ziesmar hält es genauso für wichtig, „neben Basiskompetenz“ wie Mathe, Deutsch und Englisch Medienkompetenz zu vermitteln, „weil Schüler hauptsächlich Smartphones und Computer nutzen, um Informationen zu erhalten“. MAZ-Schulreporter ab der 7. Klasse anzusiedeln, „ist sehr gut, weil sich in dieser Altersgruppe die Persönlichkeit prägt und das Internet darauf starken Einfluss hat“, sagt Christian Ziesmar.

„Ich möchte lernen, was Fake News sind“

Begleitet wird das Projekt bereits seit vielen Jahren vom medienpädagogischen Institut Pro Media Maassen mit Sitz im nordrhein-westfälischen Alsdorf, das auch das Lehrer-Begleitmaterial für den Unterricht verfasst hat. Als Partner sind die Stadtwerke Brandenburg, die Biosphäre Potsdam und die Osthavelländische Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlungs GmbH OWA. Sie geben den Schülern spannende Einblicke in ihre Berufswelten.

Die zwölfjährige Melina Stecenho freut sich auf die vier Wochen mit der MAZ. „Es ist schön, dass wir sie immer gemeinsam lesen. Wir wollen besondere Artikel auseinandernehmen, die Daten prüfen und auch selbst erforschen, woher die Informationen kommen.“ Auch eigene Artikel zu schreiben, hofft sie.

„Ich möchte lernen, was Fake News sind, dass man das auch den Eltern erzählen kann“, sagt Chantal Strohbach aus Nahmitz. „Ich will auch wissen, was normale News sind und was sich politisch tut in den nächsten Wochen.“ Immerhin stehen die Chancen gut, dass sich bis zum Abschluss des Projektes auch eine Regierungskoalition gebildet haben könnte. Auch das werden die Jungen und Mädchen in der MAZ verfolgen. Es wird eine spannende Zeit.

21 Lehrer von elf Schulen

Für den Beruf des Journalisten interessiert sich Max Gutschmidt. „Ich möchte die Zeitung besser kennen lernen. Ich habe auch oft gerätselt, wenn ich etwas im Internet fand, ob das vielleicht eine Fake News ist. Das ist schwierig zu erkennen.“

Die MAZ-Redakteure des Brandenburger Kuriers, des Havelländers, Fläming Echos und Westhavelländers schwärmen in den kommenden vier Wochen aus, um die 29 dort teilnehmenden Klassen zu besuchen. Die Journalisten aus den Redaktionen in Bad Belzig, Rathenow, Nauen, Falkensee und Brandenburg an der Havel erläutern den Schülern, woher sie ihre Nachrichten bekommen und wie sie seriös zu recherchieren und zu prüfen sind.

Was ist überhaupt eine Nachricht, was unterscheidet einen Kommentar von einem Bericht, all das lernen die Schüler bis zum 9. Dezember. 21 Lehrer von elf Schulen haben sich in dieser Region mit 687 Schüler angemeldet. 457 Jungen und Mädchen aus Brandenburg und Potsdam-Mittelmark sind nun MAZ-Schulreporter. Hinzu kommen 221 Schüler aus dem Landkreis Havelland.

Für sie bringen Kuriere ebenso viele MAZ-Ausgaben täglich zu deren Schulen. Das sind für das gesamte Projekt 1.488 MAZ-Ausgaben voller handfester Informationen.

Von Marion von Imhoff

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