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Brandenburg/Havel Medienschüler zeigen ihre Fotoreportagen
Lokales Brandenburg/Havel Medienschüler zeigen ihre Fotoreportagen
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00:18 15.05.2017
Fotoausstellung im Paulikloster: Frederic Haupt zeigt seine Fotoreportage über die Dorfkirche zu Göhlsdorf. Quelle: Annika Jensen
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Brandenburg/H

Ein Dorf ohne Kirche: In Deutschland unvorstellbar. Aber auch Moscheen, Synagogen oder buddhistische Tempel stehen in diesem Land nicht erst seit gestern. Wie steht es um die sakralen vier Wände der Gläubigen in unserer Region? Wer wirkt hinter den Kulissen?

In über 60 Fotoreportagen sind Schüler der Medienschule Babelsberg diesen Fragen nachgegangen. Sie sind im Land Brandenburg und in Berlin umhergezogen und haben Fotos gemacht und sich mit den Menschen unterhalten. Seit Donnerstag können sich die Brandenburger die daraus entstanden Fotoausstellung im Paulikloster ansehen.

„Das Projekt war etwas Besonderes, weil Gotteshäuser ein schwieriges Thema für die Schüler sind“, sagt Lehrer Thoma Hammer. „Es hat Spaß gemacht, ihnen ein Thema näher zu bringen, an dem sie anfangs nicht interessiert waren. Sehr bald waren sie aber begeistert und ich finde, dass sieht man den Ergebnissen an.“

Hammer hatte jeden seiner knapp 60 Schüler jeweils ein Gebäude aussuchen lassen. Viele von ihnen suchten sich ein Gotteshaus nach einem bestimmten Kriterium aus. „Es lag der Schluss nahe, sich auf eigene Erfahrungen, etwa aus der Kindheit, zu beziehen“, so Hammer. Sie wurden dort konformiert oder hatten eine Hochzeit miterlebt.

Weiteres

Von September bis November im vergangenen Jahr sind knapp 60 Schüler des Ausbildungsgangs „Gestaltungstechnischer Assistent“ der Medienschule Babelsberg in Brandenburg und Berlin unterwegs gewesen. Ihre Aufgabenstellung: Porträtierung eines sakralen Denkmals, gleich welcher Religion. Sie sollten die Bauten fotografieren und eine Person, die im Umfeld des Gemäuers wirkt, ablichten und interviewen. Aus den über 60 entstandenen Fotoreportagen wurden zwölf für die Ausstellung „Gotteshäuser“ ausgewählt. Interessierte können sie noch bis zum 2. Juli im Kreuzgang des Pauliklosters besichtigen. Geöffnet ist das Landesmuseum Dienstags bis Sonntags, jeweils von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene fünf Euro, ermäßigt 3,50 Euro.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat das Projekt im Rahmen des Programms „denkmal aktiv“ unterstützt. Bereits das fünfte Mal in Folge hatte sich die Medienschule erfolgreich um einen Teil der jährlich ausgeschriebenen Förderung beworben. Dass es dieses Mal sakrale Denkmäler sind, mit denen sich die Schüler auseinandersetzen, sei dem Reformationsjubiläum geschuldet, so Jorinde Bugenhagen von der unteren Denkmalschutzbehörde Potsdam Mittelmark.

Sie hatte einige Schüler als fachliche Beraterin begleitet und half, die Ausstellung im Paulikloster zu gestalten. „Die unterschiedlichen Porträts der Gebäude zeigen, wie vielfältig und einzigartig die sakrale Denkmallandschaft ist“, so Bugenhagen.

Die Ausstellung zeigt zwölf ausgewählte Fotoreportagen. Sie erzählen vom Bau der Gebäude, den technischen und gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen sie gestemmt wurden und ihrer heutigen Architektur. In Ich-Perspektive geschrieben, bekommt der Besucher beim Lesen der Texte schnell ein Gefühl dafür, welchen vor allem emotionalen Bezug die Schüler zu den Gotteshäusern teilweise hatten. Und auch den Fotos der Bauten und Menschen ist anzumerken, dass die Objekte ihre Künstler emotional stark berührten.

Von Annika Jensen

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