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Brandenburg/Havel Mega-Coup: THW baut Ausbildungszentrum in Brandenburg
Lokales Brandenburg/Havel Mega-Coup: THW baut Ausbildungszentrum in Brandenburg
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08:51 13.02.2019
Die früheren Kasernen sollen künftig als Unterkunft für hunderte THW-Schüler dienen. Quelle: Jast
Brandenburg/H

Im Zuge der Stärkung des Bundesfreiwilligendienstes erhält das Technische Hilfswerk in den nächsten Monaten etwa 2000 neue Plätze, sowie knapp 300 Hauptamtliche für Ausbildung, Verwaltung und Betreuung. Um den Schulungsbedarf decken zu können, plante das THW ein drittes Ausbildungszentrum in Ostdeutschland, das nun in Brandenburg an der Havel entstehen soll.

Tiemann überbringt die frohe Botschaft

Die Entscheidung des Ministeriums des Innern, für Bau und Heimat fiel jetzt auf den Standort der ehemaligen Rolandkaserne in Brandenburg an der Havel. Wie die MAZ im Vorfeld berichtete, hatte Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) seit Monaten versucht, eine Allianz für Brandenburg an der Havel zu schmieden.

Unterstützt wurde er dabei von der Bundestagsabgeordneten Dietlind Tiemann, die jetzt auch den Erfolg in der Nacht zu Dienstag verkündete.

Die Rolandkaserne in Brandenburg an der Havel Quelle: Repro: Sammlung Hesse

Demnach habe ihr die frohe Kunde Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Rande eines Termins im Kanzleramt zur Kohlekommission überbracht. Auf Nachfrage der MAZ gab es dazu am Dienstag aus dem Bundesinnenministerium bisher keine Bestätigung.

Und auch die Brandenburger Stadtverwaltung kann sich bisher nur auf die Erklärung von Tiemann verlassen, wie Oberbürgermeister Steffen Scheller sagt. Allerdings stehe für ihn außer Frage, dass die Aussage der Realität entspricht: „Dann ist das eine politische Entscheidung ganz in unserem Sinn. Und dafür sind wir dankbar.“

Bei einem Besuch der CDU-Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer hatte diese vor wenigen Wochen Scheller und Tiemann zugesagt, sie werde sich für die THW-Schule in Brandenburg einsetzen. Die bereits bewilligten zusätzlichen THW-Stellen sprengen die Kapazitäten der vorhandenen beiden THW-Ausbildungszentren in Hoya bei Bremen und Neuhausen bei Stuttgart. Deswegen plant das THW jetzt ein „drittes Ausbildungszentrums in Ostdeutschland“, wie Michael Kretz vom THW-Presseteam mitteilte.

Roland-Kaserne wurde vor zehn Jahren von der Bundeswehr verlassen

Allerdings ist die ehemalige Roland-Kaserne, die vor zehn Jahren von der Bundeswehr verlassen und dann verkauft wurde, vermutlich ideal für die THW-Nutzung.

Die Bundesanstalt „Technisches HilfswerkTHW war erst vor Monaten vom alten Standort am ehemaligen Flugplatz „Briest“ in eine kleine Halle auf das Gelände der Rolandkaserne umgezogen.

Dietlind Tiemann posiert gemeinsam mit Horst Seehofer. Quelle: Büro Tiemann

Derzeit leben etwa 220 Asylbewerber in den Kasernen. Das Gros der vor Jahren für viele Millionen Euro ausgebauten Technik-Hallen der Bundeswehr steht leer oder wird als Lager genutzt. 2007 endete dort eine Ära. Die Stadt war seitdem dann nach mehr als 300 Jahren nicht länger Garnisonsstadt.

Zuletzt war dort das Panzergrenadier-Bataillon 421 mit 850 Soldaten und Offizieren stationiert. Seit 1990 hatte die Bundeswehr auf dem Areal rund 53 Millionen Euro investiert. Der Standort bot modernste Hallen für über 90 gepanzerte und 139 normale Fahrzeuge. Wie Scheller im Gespräch mit der MAZ sagte, habe man in den zurückliegenden Wochen planungsrechtliche Hürden abräumen können.

Übernachtung gesichert

So könne die Übernachtung der THW-Schüler vor Ort gesichert werden. Es gäbe auch ein Einvernehmen bezüglich der künftigen Nutzung mit den neuen Besitzern der Immobilie, den Brüdern Westphal aus Brandenburg. Wie Tiemann sagte, habe das THW signalisiert, dass es auch Teile der Immobilie kaufen wolle.

Kommende Woche will OB Scheller die Fraktionschefs informieren. Bisher waren zwei der großen Kasernengebäude für die Unterbringung von Asylbewerbern langfristig angemietet worden. Wie Scheller sagt, seien von den 990 Plätzen dort Ende 2018 aber 771 Plätze frei gewesen. Auch in anderen Heimen gäbe es Kapazitäten, so dass 219 Insassen auf andere Heime verteilt werden könnten.

Zuletzt von Briest umgezogen

Der Ortsverein Brandenburg der Bundesanstalt THW war erst vor Monaten vom alten Standort am ehemaligen Flugplatz „Briest“ in eine kleine Halle auf das Gelände der Rolandkaserne umgezogen.

„Ich freue mich sehr, dass der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, mir heute bei einem Termin im Kanzleramt mitteilte, dass die Standortentscheidung für das dritte Ausbildungszentrum des THW zu Gunsten der Rolandkaserne in Brandenburg an der Havel gefällt wurde. Es zeigt wieder einmal deutlich den Standortvorteil unserer Region. Mit guten Verbindungen von Schiene und Straße, kann eine sinnvolle Nachnutzung des ehemaligen Bundeswehrareals gelingen“, so Tiemann.

Von Benno Rougk

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