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Mehr Bewegungsfreiheit für die Schüler

Schulhofsanierung in Brandenburg/H. Mehr Bewegungsfreiheit für die Schüler

Ein Jahr lang haben Eltern, Volksvertreter und Hortträger das Sanieren des Schulhofes an der Luckenberger Straße in Brandenburg an der Havel verhindert. Doch nun haben Schulleitung und Stadtverwaltung ein Machtwort gesprochen. Das Unternehmen Vinci/SKE darf umgestalten – und macht sogar mehr, als es eigentlich müsste.

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Die versiegelten Flächen sind brüchig, die Grünflächen sind ebenfalls hinüber.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Mit meinem Jahr Verzögerung bekommen die Kinder der Luckenberger Grundschule in den Sommerferien ein komplett neues Außengelände. Sechs Wochen lang werden Firmen aus der Region fleißig sein.

„Seit vier Jahren bereits leben wir sehr positiv den PPP-Vertrag, dabei ist der sichere Funktionserhalt der von unserem Unternehmen betreuten Gebäude und Grundstücksflächen zu gewährleisten. Unter diesem Aspekt wurde bereits 2015 die Instandsetzung der hinteren Hoffläche der Luckenberger Schule ins Auge gefasst“, sagt Martina Heinrich. Sie ist Leiterin des Betriebs Brandenburg der Vinci Facilities SKE GmbH.

Dabei formuliert sie freundlich, obwohl das Vorhaben torpediert wurde von Stadtverordneten und Eltern sowie dem Hortbetreiber, die unbedingt mitreden wollten. Dabei ist alles vertraglich mit der Stadt festgelegt. Vinci/SKE macht sogar mehr, als das Unternehmen leisten müsste – so soll lediglich der Zustand erhalten werden. Aber aus Gründen der Zweckmäßigkeit wollte Martina Heinrich den Platz aufstocken, pflastern, die großen Linden besser schützen und den Platz möblieren.

Alle Baumaßnahmen

Grundleitungen werden repariert oder neu gelegt, ebenso die Hofentwässerung: Die Regenentwässerung vom Dach wird erneuert.

Die Baumscheiben der Bestandsbäume werden neu eingefasst.

Sitzflächen und Spielgeräte sind für eine bessere Nutzung neu zu ordnen.

Unter allen Spielgeräten werden Fallschutzplatten montiert. Der Sand ist wegzunehmen, das erhöht die Sicherheit.

Der Sandspielbereich wird umverlegt, damit der Schulbetrieb nicht gestört wird.

Erneuern des gesamten Hofbelages auf etwa 1600 Quadratmetern.

Ein- und Ausgangsbereiche sind stufenlos anzulegen, Schuhabstreifer werden integriert.

Versetzen des Gedenksteins in den Vorgarten auf Wunsch der Schule.

Parallel zur Hofinstandsetzung werden beide Fluchttreppentürme überarbeitet, um den Funktionserhalt auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen sicherer zu gestalten.

Ruhe gab es dennoch nicht, so nutzte beispielsweise die Linken-Fraktion einen Anfrage an Bürgermeister Steffen Scheller (CDU), um eine umfassende Gremienbeteiligung einzufordern. Scheller reagierte sachlich kurz: „Der Verwaltung liegt eine gemeinsame Stellungnahme der Schulleiterin und der Vorsitzenden von Eltern- und Schulkonferenz vor, in der die geplante Instandsetzung des Schulhofes begrüßt wird.“ Im Übrigen sei die Verwaltung Verhandlungspartner der Vinci/SKE, diese müsse sich nicht mit den Gremien oder Volksvertretern auseinandersetzen, bescheidet der Bürgermeister.

Nachdem dies geklärt ist, können die Handwerker noch in dieser Woche beginnen: Der Belag des Schulhofs ist auf Grund des altersbedingten Verschleißes überholungsbedürftig. Zudem ist er dem veränderten Bedarf und der höheren Schülerzahl nicht mehr gewachsen. Die Grünflächen sind teilweise als solche nicht mehr zu erkennen, weil ihre Oberfläche die nutzungsbedingte extreme Verdichtung nicht aushält.

Deshalb will Martina Heinrich nun einen sicheren Bewegungsraum für die 278 Schüler im unmittelbaren Hofraum der Schule schaffen. „Die unbefestigten ,Grünflächen’ werden zum Teil dem Bewegungsraum zugeordnet und mit einem sicheren Belag versehen. Dafür wurde bereits auf dem Gelände der Schule durch die Renaturierung einer befestigten ungenutzten Fläche Ausgleich geschaffen.“

Unterstützer vom Nabu-Regionalverband legten mit Schülern eine Wildblumenwiese an und pflanzten Obstbäume und Beerensträucher. Besondere Beachtung finden auch die auf dem Hof stehenden fünf 5 Linden, die zur ehemaligen Friedhofsallee der Nicolaikirche gehören. „Hier wird durch das aufwendige Anheben des gesamten Hofniveaus der Wurzelbereich der Bäume geschont, um Verletzungen zu minimieren. Als positiver Nebeneffekt  entfallen zukünftig alle Eingangsstufen.“

Von André Wirsing

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