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Brandenburg/Havel Mehr Platz für Brielower Nachwuchs
Lokales Brandenburg/Havel Mehr Platz für Brielower Nachwuchs
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00:18 07.05.2017
Für den Neubau in der Hauptstraße schwingt Brielows Kita-Leiterin Monika Hödtke gern einmal die Mörtelkelle. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Brielow

Dass eine Kita-Leiterin auf dem Lande zur Maurerkelle greifen kann, bewies am Donnerstag Monika Hödtke. Die Chefin der Brielower Einrichtung machte sich mit einem Handgriff selbst die größte Freude für ihr „Traumprojekt“ – eine neue Kindereinrichtung. Sie bereitete beim Rohbaufest das Mörtelbett für eine kupferne Hülse, die von Beetzsee-Bürgermeister Rainer Britzmann in die zur Hauptstraße ausgerichtete Außenwand versenkt wurde. Genau unter dem künftigen Bürofenster der Kita-Leiterin.

Brielows größte Baustelle befindet sich derzeit in der Hauptstraße. Quelle: Volkmar Maloszyk

Zuvor hatten Bürgermeister Britzmann und Brielows Ortsvorsteherin Elisabeth Elsner die Hülse für die Nachwelt mit Bauplänen, Euro-Münzen, handschriftlich unterzeichneten Dokumenten und einer Ausgabe der MAZ bestückt. „Mit dem Neubau investiert die Gemeinde in die Zukunft. Viele junge Familien haben sich in Brielow angesiedelt. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Kita-Plätzen“, sagte Bürgermeister Britzmann.

Rund 1,8 Millionen Euro investiert die Gemeinde Beetzsee in Nachbarschaft zur bestehenden Kita, die vor über 30 Jahren in der einstigen Dorfschule eingerichtet wurde. 1,2 Millionen Euro davon sind Fördermittel der EU und des Landes. Der Altbau stammt aus dem Jahr 1892 und wird den heutigen Anforderungen an die Kinderbetreuung nicht mehr gerecht. „Wir leiden ewig unter Platznot. Deshalb ist unser Team so froh über den baldigen Umzug“, so Kita-Leiterin Hödtke. Auch unter den Mädchen und Jungen herrscht Aufregung. Sie hatten zum Rohbaufest ein neues Lied einstudiert: „Kommt alle her und schaut, da wird ein neues Haus gebaut.“ Ganz im Sinne der Bauleute, die einmal nicht den Evergreen von den „fleißigen Handwerkern“ hören wollten.

Trotz Nieselregens überbrachten die Lütten den Bauarbeitern und Gästen des Rohbaufestes ein musikalisches Ständchen. Quelle: Volkmar Maloszyk

Zum Jahresende soll der vom Planungsbüro Fleege + Oeser konzipierte Neubau seiner Bestimmung übergeben werden. Die Arbeiten am Rohbau laufen auf Hochtouren. Unter den Händen der Maurer des Bauunternehmens Gerhard Lühmann aus Stendal wachsen die Wände aus Kalksandstein und Porenbeton in die Höhe. Der eingeschossige Bau, der über eine Nutzfläche von 800 Quadratmeter verfügt, erhält ein Flachdach. Nur im Eingangsbereich gibt es einen zweigeschossigen Gebäudeteil.

So soll die neue Kita am Jahresende aussehen. Bürgermeister Rainer Britzmann präsentiert Planunterlagen. Quelle: Volkmar Maloszyk

Wegen der Nähe zur denkmalgeschützten Kirche samt Schwedenlinde und ehemaliger Schule hat es während der Planung eine enge Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden gegeben. „Um den Bezug zu den vielen Backsteingebäuden in der Nachbarschaft aufzunehmen, soll die Kita ein Sichtmauerwerk aus roten Klinkern erhalten“, kündigte Planerin Heidrun Fleege an.

Größter Geldgeber für die Brielower Kita ist die EU, kofinanziert vom Land und der Gemeinde. Quelle: Volkmar Maloszyk

Mit dem Neubau erhöht sich die Kapazität von jetzt 64 auf 74 Plätze. Künftig gibt es zwei Krippenräume. Die größeren Kinder essen nicht mehr in ihren Gruppenräumen, sondern in einem Speiseraum, der multifunktional genutzt werden kann. Zum neuen Raumkonzept gehören ein Raum für die Vorschulerziehung und ein Bewegungsraum. Trotz des Neubaus bleiben Kita-Plätze in Brielow knapp.

Von Frank Bürstenbinder

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