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Brandenburg/Havel Mehr Unfälle vor allem auf den Autobahnen
Lokales Brandenburg/Havel Mehr Unfälle vor allem auf den Autobahnen
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07:15 23.03.2018
Ein Transporter raste auf der A2 auf einen LKW. Solch schwere unfälle gibt es immer wieder. Quelle: Julian Stähle
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Brandenburg/H

Der Verkehr und vor allem die vielen Baustellen auf den Autobahnen im Großraum Potsdam und Brandenburg/Havel sind ein großes Problem für die Kraftfahrer. Und für die Polizei. Die Verkehrsunfallbilanz der Direktion Westbrandenburg weist für 2017 aus, dass die Zahl der Autobahnunfälle erheblich gestiegen ist. Wegen der Baustelle ist die Unfallzahl auf dem südlichen Berliner Ring (Michendorf) inzwischen viermal so hoch wie 2015.

Jeden Tag im Jahr 2017 kracht es drei bis viermal auf dem von täglich 90 000 Lastwagen und Autos befahrenen Autobahnstück zwischen Berlin und Brandenburg/Havel. 1276 Unfälle registrierte dort die Polizeidirektion West. 331 waren es im Jahr 2015 gewesen, also bevor die Baustelle im April 2016 eingerichtet wurde. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Direktionsleiter Peter Meyritz sagte in dieser Woche, dass die für die Baustelle verantwortliche Firma es für möglich hält, dass die Arbeiten 2019 abgeschlossen werden. Er rechnet aber sicherheitshalber lieber mit dem Abschluss 2020. Die gute Nachricht: Auf dem besagten Nadelöhr waren 2017 keine Toten zu beklagen.

Trotz der binnen eines Jahres von 2656 auf 3445 gestiegenen Unfallzahl auf allen Autobahnabschnitten im Einzugsgebiet der Direktion ist die Zahl der Verletzten auf unter 400 gesunken. Bei Autobahnunfällen gestorben sind dort acht Menschen, zwei weniger als 2016.

Peter Meyritz und Verkehrssachbereichsleiter Andreas Wendland gaben in dieser Woche für ihr Gebiet eine Steigerung der Unfallzahl um 3,3 Prozent im Vergleich zu 2016 bekannt. 26 634 Unfälle hat die Polizei in der Summe aufgenommen. 3584 Menschen wurden verletzt, 32 getötet. Beide zahlen bedeuten einen leichten Rückgang.

Für das Inspektionsgebiet, das Brandenburg/Havel sowie die Gegenden um Bad Belzig und Beelitz umfasst, gab der Leiter Mathias Tänzer Details bekannt.

Knapp 2400 Verkehrsunfälle nahm die Polizei auf den Straßen in der Stadt Brandenburg auf, fast 200 mehr als im Vorjahr. Exakt die gleiche Zahl an Menschen wurde verletzt: 339 – 50 davon schwer. Ein älterer Fußgänger starb 2017 im Straßenverkehr.

Als hauptsächliche Unfallursache klassifizierten die Beamten den mangelnden Abstand. Weitere bedeutende Ursachen waren zu schnelles Fahren und missachtete Vorfahrt.

Wildunfälle, von denen es im Direktionsbereich fast 4000 gab, kommen selbst in der Stadt vor. 179 Mal war ein Reh oder Wildschwein der Unfallgegner auf den Straßen der Stadt.

Alkohol war nachweislich bei 46 Unfällen mit 17 Verletzten im Spiel. „Wir lassen mit unseren Alkoholkontrollen nicht locker, denn auf Brandenburgs Straßen gibt es zu viele fahrende Trinker“, sagt Inspektionsleiter Tänzer. Ohne strenge Kontrollen wäre die Zahl der Unfälle womöglich noch höher.

Fahrer mit Werten von mehr als 2 Promille würden zu jeder Tag- und zur Nachtzeit aus dem Verkehr gezogen. Der traurige Spitzenwert habe 2017 bei etwa 4,5 Promille Alkohol gelegen.

37 Kinder sind im vergangenen Jahr in der Stadt bei Verkehrsunfällen verunglückt. Etwa die Hälfte der Unfälle, an denen Kinder beteiligt waren, ereigneten sich auf dem Schulweg. In 17 Fällen waren sie mit dem Fahrrad unterwegs.

155 junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren haben 2017 einen Unfall in der Stadt verursacht. Diese Zahl ist recht stabil.

Anders bei den Fahrern, die älter sind als 65 Jahre. Die Zahl der Unfälle, an denen diese Altersgruppe 2017 beteiligt war, ist um fast hundert auf 642 gestiegen. Ein Senior kam ums Leben. In drei von vier Fällen sieht die Polizei die unfallschuld bei dem Senior.

Radfahrer sind dagegen nur bei etwa jedem dritten Unfall in der Stadt, an dem sie beteiligt sind, die Verursacher.

Von Jürgen Lauterbach

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