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Messerattacke gegen die Ex-Partnerin

Staatsanwalt klagt versuchten Totschlag an Messerattacke gegen die Ex-Partnerin

Am 25. April 2014 fiel der Brandenburger Fred B. (55) in einem Bürogebäude in Brandenburg an der Havel mit zwei Messern bewaffnet über seine frühere Partnerin Doreen G. (50) her. Seit dieser Woche muss er sich dafür im Landgericht Potsdam wegen versuchten Totschlags verantworten. Womöglich kommt er mit einer Bestrafung wegen gefährlicher Körperverletzung davon.

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Fred B. während der ersten Verhandlung vor dem Schöffengericht Brandenburg

Quelle: Jürgen Lauterbach

Brandenburg/H. Der Brandenburger Fred B. (55) muss sich wegen versuchten Totschlags seit dieser Woche vor der Schwurgerichtskammer verantworten, wo zum zweiten Mal eine Beweisaufnahme in diesem Fall begonnen hat. Am 25. März hatte das Schöffengericht Brandenburg das Totschlagsverfahren ans Landgericht Potsdam verwiesen, weil die Brandenburger Richter keine strengere Strafe als vier Jahre Haft aussprechen dürfen, sie aber ein härteres Urteil für möglich halten.

Am 25. April 2014 war Fred B. im Bürogebäude in der Carl-Reichstein-Straße mit zwei Messern bewaffnet über seine frühere Lebenspartnerin Doreen G. hergefallen, die dort in einem Büro arbeitete. In den Monaten zuvor hatte er ihr per Handy-Nachricht bereits angedroht, sie zu töten. „Der wollte mich umbringen”, schilderte das Opfer den Angriff, gegen den sie sich nach längerem Kampf erfolgreich widersetzte. Das Schöffengericht war zu der Erkenntnis gelangt, dass der offenbar alkoholkranke Fred B. seine frühere Partnerin, mit der er die sieben Jahre zusammen war, töten wollte und von diesem Plan nicht freiwillig abgelassen hat.

Verteidiger: Messerattacke war nur eine Drohkulisse

Die Frau, die nach eigener Schilderung in Todesangst schwebte, erlitt erhebliche Schnittverletzungen, weil sie in das Messer des Ex-Partners griff, um dessen Attacke abzuwehren. Fred B.s Verteidiger Thomas Arndt betont, dass der Angeklagte seine Ex-Partner nie töten wollte, es ihm einzig um den Umgang mit seinem Sohn gegangen sei. Der Messerangriff sei nur eine Drohkulisse gewesen. Angesichts seiner körperlichen Überlegenheit hätte er Doreen G. töten können, wenn er das denn wirklich gewollt hätte.

Wegen des Vorwurfs des versuchten Totschlags ist nun jedenfalls die große Strafkammer in Potsdam zuständig. Mit ihrem Urteil ist nach derzeitigem Stand spätestens am 28. Juli zu rechnen. Der vorsitzende Richter Frank Tiemann kündigte an, dass auch eine Verurteilung nur wegen gefährlicher Körperverletzung in Frage kommt. Die Kammer muss außerdem über die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt entscheiden.

Von Jürgen Lauterbach

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