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Brandenburg/Havel Messerstecher weiter flüchtig
Lokales Brandenburg/Havel Messerstecher weiter flüchtig
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00:23 01.12.2015
Die Polizei verhaftete drei Albaner, inzwischen sind sie vorerst wieder auf freiem Fuß.  Quelle: dpa
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Brandenburg an der Havel

 Der Hauptverdächtige ist weiter flüchtig, die anderen drei jungen Albaner, die an der Messerstecherei am 4. Oktober im Flüchtlingsheim in Brandenburg-Nord beteiligt gewesen sein sollen, durften die Untersuchungshaft in der JVA Brandenburg wieder verlassen. Das bestätigt auf Anfrage Nils Delius, Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam.

 Am fraglichen Sonntagabend waren mehrere Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in der Flämingstraße in Streit miteinander geraten. Was genau passiert ist, das schildern die Beteiligten, die aus Albanien, Kenia und anderen Nationen stammen, bei der Polizei ganz unterschiedlich.

 Klar ist nur, dass der Streit handgreiflich wurde und Messer eine Rolle spielten. Einer der Beteiligen, ein 18 Jahre alter Kenianer, wurde durch Messerstiche schwer verletzt. Er wurde im städtischen Klinikum notoperiert und danach auf die Intensivstation verlegt.

Europäischer Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung

Der mutmaßliche Haupttäter, der zugestochen und eine gefährliche Körperverletzung begangen haben soll, flüchtete und tauchte unter. „Er wird mit einem europäischen Haftbefehl gesucht“, teilt der Sprecher der Staatsanwaltschaft mit.

Verhaftet und in Untersuchungshaft eingewiesen wurde drei Männer aus Albanien (21, 23 und 25 Jahre), die seit einigen Monaten in der Flüchtlingsunterkunft in Nord leben. Inzwischen wurde der Haftbefehl gegen einen von ihnen aufgehoben, die anderen beiden werden von der Untersuchungshaft derzeit verschont, sie müssen sich allerdings regelmäßig bei der Polizei melden. Es gibt gegen sie keinen dringenden Tatverdacht mehr, der die weitere Gefangenschaft rechtfertigen würde.

Ob sie das Ende der Ermittlungen und einen möglichen Strafprozess noch in Deutschland erleben ist allerdings keineswegs sicher. Denn Albaner haben kaum Chancen, in Deutschland Asyl zu erhalten. Obwohl sie nach den Syrern die meisten Anträge stellen, sind sie nur in sehr wenigen Einzelfällen erfolgreich damit.

Albaner haben ganz schlechte Chancen auf Asyl

Von den 28 353 Asylanträgen von Albanern wurden 25 599 abgelehnt, 2705 erledigten sich anderweitig. Nur sieben Asylbewerber wurden anerkannt. 42 stehen unter besonderem Schutz und müssen dass Land nicht verlassen.

Für das laufende Ermittlungsverfahren wegen der Messerstecherei bedeutet das, dass die Staatsanwaltschaft zwar womöglich eine Anklage einreicht, jedoch keineswegs gewährleistet ist, dass die Beschuldigten sich einem Strafprozess stellen werden.

Von Jürgen Lauterbach

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