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Brandenburg/Havel Metall-Tarifkonflikt: Noch kein Häkchen dran
Lokales Brandenburg/Havel Metall-Tarifkonflikt: Noch kein Häkchen dran
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13:06 07.02.2018
Die 35-Stunden-Woche bliebt auch nach dem Tarifabschluss in Stuttgart noch Thema in Brandenburg. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Mit der Einigung von Gesamtmetall der Arbeitgeber und der Tarifeinigung in Baden-Württemberg ist der Arbeitskampf bei ZF und Heidelberger Druck in Brandenburg/Havel nicht zwangsläufig beendet. Knackpunkt an Ort und Stelle ist nach wie vor die geforderte 35-Stunden-Woche, zu der sich im Pilotabschluss lediglich eine Empfehlung findet. „Wir haben da noch kein Häkchen dran“, versichert ZF-Betriebsratschefin Carmen Bahlo.

Die Arbeitgeber und Gewerkschafter haben sich auf einen Abschluss verständigt, der unter anderem eine 4,3-prozentige Lohnerhöhung, eine Einmalzahlung und flexible Arbeitszeiten vorsieht. Die Arbeitgeber aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin-Brandenburg habe dagegen gestimmt, berichtet Carmen Bahlo, die am Montag in Stuttgart, also am Ort des Geschehens war und dort Fortgang der Gespräche erlebte. Weil die 35-Stunden-Woche in Süddeutschland schon längst tariflich geregelt ist, steht dieses Thema dort nicht im Fokus, wurde zunächst auch nicht kommuniziert. Für die Brandenburger bleibt die angleichung an den Westen gleichwohl das Maß aller Dinge im laufenden Tarifkonflikt.

„Wir warten auf ein Signal, ansonsten wird es weiter Stress geben im Betrieb“, sagt die ZF-Betriebsratsvorsitzende.. Wie stark die Bereitschaft der Arbeitgeber in Brandenburg ist, nun über die schrittweise Einführung der 35-Stunden-woche wie empfohlen zu verhandeln, könne sie nicht einschätzen. Der eigene Konzern habe der IG Metall per Mail Gesprächsbereitschaft signalisiert. Bahlo: „Wir werden sehen, wie belastbar das ist.“

Mit der hiesigen IG-Metall-Geschäftsführerin Stefanie Jahn ist sie sich einig, dass die Belegschaften von ZF und Heidelberger Druck bei der 35-Stunden-Woche nicht locker lassen. „Schließlich gab es aus dem Heidelberger-Werk Beschwerden, dass sich die M;iatrbeiter dort nicht an dem 24-Stunden Warnstreik beteiligen konnten“, berichtet Stefanie Jahn. Sie erwartet nach den nächsten Gesprächen mit den Arbeitgebern Klarheit darüber, ob der Tarifabschluss von Baden-Württemberg auf Bezirksebene in Berlin und Brandenburg anerkannt wird. Terminiert sei dieses Gespräch noch nicht.

Sollte es mit den 35 Stunden nicht zu ernsthaften Verhandlungen kommen, sehen die Gewerkschafter die Druckmittel in einer Fortführung des Arbeitskampfes und auf der Ebene von Betriebsvereinbarungen. Dann gebe es eben keine Zustimmung zu Mehrarbeit mehr. Jahn: „Entweder wir finden bei der Angleichung der Arbeitsbedingungen eine vernünftige Regelung oder es gibt Ärger im Betrieb.“

Von Jürgen Lauterbach

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