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Brandenburg/Havel Mieter verärgert: Ein Fahrrad bleibt draußen
Lokales Brandenburg/Havel Mieter verärgert: Ein Fahrrad bleibt draußen
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19:04 28.08.2017
Nur einer der beiden Ehepartner Manfred und Brigitte Linke hat einen Abstellplatz im Fahrradschuppen. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Auch ein Fahrradschuppen kann zum Streitpunkt werden. Manfred und Brigitte Linke, beide aktive Radfahrer, möchten ihre Räder im neuen Schuppen ihres Vermieters unterstellen. Doch nur einer bekommt Stellplatz und Schuppen. Das Ehepaar sieht sich schikaniert.Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) als Vermieter in Hohenstücken empfiehlt der Familie den Auszug.

„Welch eine Freude, wir haben endlich Fahrradschuppen“, jubelt Manfred Linke (86) sarkastisch. Zunächst aber freute sich der sportliche Rentner tatsächlich, dass der ASB in der Wohnanlage Rosa-Luxemburg-Straße 1 Fahrradschuppen baute, je einen mit jeweils zehn Stellplätzen für die beiden Bungalowreihen. In den vergangenen zweieinhalb Jahren sind nach Linkes Angaben schließlich drei Fahrräder, die im Freien standen, gestohlen worden.

Familie Linke gehörte zwar nicht zu den Opfern der Fahrraddiebe, war aber gleichwohl dankbar für die neu geschaffene Annehmlichkeit. Diese Freude wich allerdings der Wut und Enttäuschung, weil sie mehrmals abgewiesen wurden mit ihrem Wunsch, beide Fahrräder in dem Schuppen sicher unterzustellen.

Die Mieter wurden beschieden, dass jede Familie nur einen Stellplatz erhalte. Das Argument, dass manche Familien ihren Platz aus Alters- oder Gesundheitsgründen nicht nutzen und daher genügend Platz übrig bleibe, verfing nicht. Auch die Bereitschaft der Nachbarin, ihren Schuppenplatz den Linkes zur Verfügung zu stellen, änderte daran offenbar nichts.

Manfred Linke ereifert sich: „Ist das die sogenannte Betreuung der Mieter oder die spezielle Schikane der Frau Leder?“, fragt er. Gemeint ist Ariane Leder, beim ASB die Leiterin Finanzen und Wohnen. Sie betont zunächst, dass es sich bei der Adresse keineswegs um eine betreute Wohnanlage handele, wenngleich der ASB dafür wirbt mit den Worten: „Sicher und geborgen im Alter, unabhängig und umsorgt in ein liebens- und lebenswerten Zuhause“.

Ariane Leder erkennt denn auch „ein hohes Maß an Zufriedenheit in der Mieterschaft“ der Wohnanlage und wertet die Kritik der Familie Linke als Einzelmeinung. Der ASB habe zusätzlich zu den bestehenden überdachten Fahrradabstellmöglichkeiten vor den einzelnen Wohnungen pro Wohnung eine weitere in einem eingehausten Fahrradstand geschaffen. Diese Fahrradunterstellmöglichkeit sei an die jeweilige Wohnung gebunden.

In dem konkreten Einzelfall stellt die ASB-Angestellte die Frage „ob der Mieter mit seinen vielfältigen Wünschen und besonderen Vorstellungen nicht in einer eigenen Immobilie, in der er all seine persönlichen Wünsche erfüllen kann beziehungsweise er sich nicht in die Gemeinschaft integrieren muss, besser aufgehoben wäre“.

Anita Leder nimmt damit indirekt Bezug auf den zuvor bestehenden Streit mit Manfred Linke darüber, dass sämtliche Briefkästen der Wohnanlage zentral am Eingang stehen, die Mieter also ein Stück laufen müssen, um an ihre Post zu kommen. Gegen diesen Zustand wehrt sich Linke mit Hilfe eines Rechtsanwaltes und dem Ziel, dass Briefkästen in unmittelbarer Nähe der jeweiligen Bungalowwohnungen angebracht werden.

Von Jürgen Lauterbach

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