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Brandenburg/Havel Ministerin Diana Golze entdeckt „gute Arbeit“
Lokales Brandenburg/Havel Ministerin Diana Golze entdeckt „gute Arbeit“
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02:15 08.07.2017
Diana Golze kam zum Arbeitsbesuch nach Brandenburg. Quelle: Volkmar Maloszyk
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Brandenburg/H

Auf ihrer „arbeitspolitischen Tour“ durch Städte und Landkreise machte Landessozial- und Arbeitsministerin Diana Golze (Linke) am Mittwoch Station in Brandenburg/Havel. Sie besuchte behinderte Arbeitskräfte auf dem Marienberg, die Agentur Duales Studium und das Zentrum für Unternehmerinnen.

Gemäß dem politischen Willen der Brandenburger Stadtverordneten kümmert sich die städtische Beschäftigungsgesellschaft BAS um die Pflege des einstigen Bugaparks auf dem Marienberg. Dazu hat die BAS behinderte Arbeitskräfte eingestellt. Ministerin Golze äußerte sich am Mittwoch beeindruckt, wie es damit gelinge, diese Gruppe erstens sozialversicherungspflichtig und zweitens unbefristet zu beschäftigen. So etwas deckt sich mit ihrem politischen Programm, in dem sie sich die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, die Fachkräftesicherung, die Integration (von Geflüchteten) und „gute Arbeit“ auf die Fahnen geschrieben hat. Gut ist Arbeit nach ihrer Lesart dann, wenn sie „anständig“ bezahlt, sicher und familienvereinbar ist, altersgerechte und gesunde Arbeitsbedingungen schafft, hohen Standards beim Arbeitsschutz folgt und die Sozialpartnerschaft funktioniert.

Diana Golze ist eigenen Worten zufolge keine Verfechterin von möglichst hohen Bildungsabschlüssen für alle. Denn darunter leide beispielsweise das Handwerk. Vielversprechender findet sie Ansätze wie die Möglichkeit „dual“ zu studieren, also eine Berufsausbildung mit einem akademischen Studium zu verbinden.

Was sich in dieser Hinsicht in Brandenburg/Havel tut, darüber ließ sich die Linken-Politikerin in der Agentur Duales Studium an der Technischen Hochschule informieren. Die Landesregierung fördert diese Agentur seit 2016 und noch bis Ende 2018 mit 250 000 Euro jährlich.

29 Angebote dualer Studienformate gibt es aktuell an der Hochschulen des Landes. Vier weitere sollen im nächsten Jahr voraussichtlich hinzukommen. Die Grundidee dahinter ist, dass der Fachkräftebedarf der regionalen Unternehmen mit gut qualifizierten jungen Leuten gedeckt wird, diese zugleich aber aufgrund ihres Studiums eine Aufstiegsperspektive erhalten.

Am Ende des Ministerinbesuches stellte sich das Zentrum für Unternehmerinnen im Brandenburger TGZ vor. In der Bürogemeinschaft teilen sich Freiberuflerinnen wie Jennifer Reuter und Juliane Monser Räume und die Kosten dafür. Sie bieten jeweils unterschiedliche Dienstleistungen, können aber, wenn es sich anbietet, auch kooperieren. Bindeglied ist der Lotsendienst, der Firmengründungen prüft, fördert und begleitet.

Von Jürgen Lauterbach

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