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Mit Ballon und iPhone in die Stratosphäre

Experiment für ein Bild von der Erde Mit Ballon und iPhone in die Stratosphäre

Diese beiden Jungs haben einen Ballon in die Stratosphäre geschickt: Sebastian Rasel und Oliver Szachowal. Das Ziel optimistisch – 30 Kilometer sollte er in die Höhe steigen. Warum? Die beiden Männer sind Hobbyfotografen, eigene Bilder von der Erde haben sie angespornt. In Bad Belzig startete der Ballon. Wir verraten, ob ihr Vorhaben tatsächlich geglückt ist.

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Kurz vor dem Start des Ballons.

Quelle: privat

Mittelmark. Sterne knipsen sie schon lange, doch nun haben die beiden Hobbyfotografen Sebastian Rasel (28) und Oliver Szachowal (29) Fotos von der Erde geschossen. Wochenlang tüftelten sie an ihrem Höhenballon, der am vergangenen Wochenende endlich in den Himmel emporsteigen konnte. Bei Bad Belzig stieg er hinauf – und hielt alles mit der iPhone-Kamera fest.

Die anvisierten 30 Kilometer Höhe erreichte der Stratosphärenballon zwar nicht. Glücklich sind die beiden Tüftler trotzdem. „Wir haben lediglich 18.000 Meter erreicht, also nur etwas über die Hälfte“, berichtet Sebastian Rasel. „Das Problem war, dass unsere Sonde schwerer wurde als geplant und der Ballon qualitativ auch nicht der Beste war.“

SMS sendete Koordinaten

Immerhin haben sie ihr Fluggerät Marke Eigenbau wiedergefunden – knapp 100 Kilometer entfernt vom Startpunkt und nicht beschädigt. „Wiedergefunden haben wir ihn. Als die Sonde wieder Handyempfang hatte, bekam ich sofort die SMS mit den Koordinaten. Der Fallschirm hat den Sturz gut abgefangen und die Sonde hatte keine Beschädigung.“

Dieses Foto entstand in rund 18 Kilometern Höhe – geschossen mit einem iPhone

Dieses Foto entstand in rund 18 Kilometern Höhe – geschossen mit einem iPhone.

Quelle: privat

Der von den beiden jungen Männern erdachte Plan ist also aufgegangen. Die von der Sonde zurückgelegte Strecke betrug exakt 97,2 Kilometer, vor ein Problem stellte sie die beiden aber dennoch: „Die Sonde landete genau auf einem Weg in einem abgesperrten Bereich eines Truppenübungsplatzes. Es war sozusagen ein abgesperrter Bereich. Und das in einem sowieso schon gesperrten Areal. Ein Sicherheitsmitarbeiter vor Ort ist mit mir nach einigen Telefonaten zu dem Ort gefahren und ich konnte die Sonde bergen. Leider durften wir keine Fotos schießen“, sagt Rasel, der nicht darüber sprechen darf, wo seine Sonde genau vom Himmel fiel.

Neuer Versuch im kommenden Jahr

Insgesamt betrachten beide ihren Versuch als gelungen. An einigen Stellschrauben müsse künftig gedreht werden, aber: „Wir planen zum Anfang nächsten Jahres einen weiteren Start mit größerem Ballon und mehr Technik. Nach unserem erfolgreichen Pilotprojekt wissen wir ja nun, wo wir noch Verbesserungen vornehmen müssen.“

Für die Weiterführung und -entwicklung ihres Projekts suchen die jungen Männer Sponsoren. „Da wir auch eine Funklösung planen, die ein Livetracking und eine Liveübertragung der Daten über eine Distanz von bis zu 40 Kilometern ermöglichen soll, werden die Kosten für die nächste Sonde etwas höher sein“, sagt Rasel. Wer mehr über die Arbeit der Jungs erfahren will, klickt hier. Auf der eigens eingerichteten Website finden sich auch noch mehr Fotos vom Wochenende, ebenso auf ihrer eigenen Facebook-Seite.

Von Philip Rißling

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