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Mit Gottes Hilfe zur Wahl

Kirchengemeinden bestimmen am Sonntag ihre Ältesten Mit Gottes Hilfe zur Wahl

Sie organisieren Gottesdienste, verwalten das Vermögen, bestimmen die Friedhofsordnung und sind Ansprechpartner. In den 13 Dörfern rund um den Beetzsee werden am Sonntag die Kirchenältesten gewählt. 700 Christen können abstimmen. Alle Wahlveranstaltungen beginnen mit einer Andacht.

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Pfarrerin Johanna-Maria Rief und Arnd Mannzen

Quelle: Frank Bürstenbinder

Päwesin. Rund 700 wahlberechtigte evangelische Christen sind aufgerufen, über die Zusammensetzung ihrer Gemeindekirchenräte, Älteste genannt, in den sechs Kirchengemeinden Brielow (mit Radewege), Ketzür (mit Gortz und Butzow), Päwesin, Weseram, Roskow und Lünow (mit Grabow, Mötzow, Lindenhof) zu entscheiden. Zum Urnengang berechtigt sind alle zum Abendmahl zugelassenen Kirchenmitglieder. Das sind nicht nur Volljährige, sondern auch Jugendliche ab 14 Jahre – vorausgesetzt, sie sind konfirmiert.

„Die seit Monaten laufenden Vorbereitungen auf die Ältestenwahl sind praktisch abgeschlossen“, berichtet Arnd Mannzen. Der Lünower steht dem dortigen Gemeindekirchenrat vor und tritt selbst zur Wiederwahl an. Außerdem vertritt Mannzen Lünow im geschäftsführenden Vorstand, eine Art Dachorganisation für den Pfarrsprengel Päwesin. In dem Gremium arbeiten die Ältesten aus allen sechs Kirchengemeinden zusammen. „Es gibt Dinge, die für den Pfarrsprengel einheitlich organisiert werden. Die Gemeindekirchenratswahlen gehören dazu“, erklärt Mannzen den Grund für die übergemeindliche Zusammenarbeit. Einheitlich verabredet sind zum Beispiel die Geläute- und Friedhofsordnung.

Auch in heiklen Fragen haben sich die Gemeindeältesten aus den Beetzseedörfern eine einheitliche Meinung erarbeitet. „Es gibt den Konsens, dass unsere Kirchen für weltliche Trauerfeiern offen sind“, sagt Pfarrerin Johanna-Martina Rief. Als Päwesinerin wird sie am Sonntag selbst ihre Stimme abgeben. Abgestimmt haben sich die Kirchengemeinden auch über die Organisation bestimmter Höhepunkte. So wird in Lünow traditionell des Reformationstages gedacht, in der Butzower Kirche dagegen wird die Hubertusmesse ausgetragen.

Briefwahl ist noch möglich

  • Gewählt wird am Sonntag an folgenden Orten: Für Päwesin mit Bagow, Riewend und Bollmansruh von 10.15 bis 12.30 Uhr im Gemeinderaum Päwesin. Für Weseram von 9 bis 10 Uhr in der Weseramer Winterkirche. Für Ketzür mit Butzow und Gortz von 10 bis 12 Uhr in der Ketzürer Kirche. Für Roskow von 10 bis 12 Uhr in der Roskower Kirche. Für Brielow mit Radewege von 10 bis 12 Uhr im Pfarrhaus Brielow und von 14 bis 16 Uhr in der Radeweger Kirche. Für Lünow mit Grabow, Mötzow und Lindenhof von 9 bis 13 Uhr in der Lünower Kirche.
  • Noch bis zum Sonnabend besteht die Möglichkeit der Briefwahl. Beantragt werden können die Unterlagen für die Briefwahl im Pfarrbüro Brielow oder bei den Ansprechpartnern in der Kirchengemeinde.
  • Grundlage für die Rolle der Gemeindekirchenräte ist die Grundordnung oder auch „Kirchenverfassung“ der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Darin heißt es: „Die Leitung der Kirchengemeinde obliegt dem Gemeindekirchenrat.“ Dieses Leitungsgremium trifft alle wichtigen Entscheidungen über die Kirchengemeinde, wie Haushalt und Bauaufgaben, Personalaufsicht, Gemeindeleben, theologische Fragen und die Ausstattung der Kirchen. Das Gemeindeprofil wird zusammen mit dem Gemeindepfarrer gestaltet.

Von einer Fusion ist man in den sechs eigenständigen Kirchengemeinden jedoch weit entfernt. „Jede Gemeinde möchte selbst-ständig bleiben. Deshalb muss für ein reges kirchliches Leben auch etwas getan werden“, sagt Pfarrerin Rief. Deshalb appelliert sie an die Gemeindemitglieder von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen: „Unsere ehrenamtlichen Kirchenräte brauchen die Rückendeckung der Basis.“

In allen Kirchengemeinden wird die Mindestzahl von vier Kandidaten erreicht. Insgesamt stellen sich rund um den Beetzsee 32 Männer und Frauen zur Wahl. Allerdings fehlt für Päwesin und Roskow jeweils ein Bewerber, weil dort der Gemeindekirchenrat aus sechs Personen bestehen sollte.

Von Frank Bürstenbinder

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