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Brandenburg/Havel Mit Medizinstudenten auf Landpartie
Lokales Brandenburg/Havel Mit Medizinstudenten auf Landpartie
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16:26 09.10.2018
Birgit Didczuneit-Sandhop. Quelle: Jast
Brandenburg/H

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“, wusste schon der Dichter Matthias Claudius. Und weil das so ist, schickt jetzt die Chefärztin der Brandenburger HNO-Klinik und Professorin der Medizinischen Hochschule (MHB) Birgit Didczuneit-Sandhop ihre Studenten auf große Fahrt.

Nun ja, zu Claudius’ Zeiten um 1780 wäre der Trip nach Guben, den ihre Medizinstudenten am Wochenende antreten, eine große Reise gewesen. Mit dem neuen Klinikbus, der groß den Schriftzug der MHB trägt, ist es eher ein Katzensprung. Das MHB-Mobil ist ein Projekt des Fördervereins der Hochschule, dessen Vize-Chefin Didczuneit-Sandhop ist. „Die Idee von mir war es, den Studierenden das Land mit den Orten ihres möglichen zukünftigen Schaffens näher zu bringen, sie zu begeistern“, erzählt die Medizinerin.

Ärztemangel im Land begegnen

Einerseits sollen die künftigen Absolventen der MHB im Land Brandenburg bleiben und damit den Ärztemangel in der Fläche reduzieren. Andererseits sollen die Studierenden einfach „Bescheid wissen“, wie Brandenburg tickt. Positiver Nebeneffekt: Die Kommunen des Landes erfahren etwas über die MHB und zukünftigen Absolventen. Die ersten Wochenendreisen in dem Kleinbus sind mit Bedacht nach Guben und im November nach Luckau gewählt. Man will seitens der MHB Kommunen mit Ärztemangel die Möglichkeit geben, heute um Mediziner von morgen zu werben und Menschen im Land die MHB bewusster zu machen. Somit würden „die Studierenden zu Botschafter der MHB im Land Brandenburg!“, sagt die Ärztin nicht ohne Pathos.

Die Informationslücken im Land sollen mit dem Projekt MHB-Mobil sukzessive reduziert werden. Bisher wissen häufig nicht einmal die Menschen in Brandenburg an der Havel, dass in der Stadt Ärzte ausgebildet werden. Die Stadt Neuruppin, der andere Partner der MHB, hat in eigener Sache deutlich mehr Werbung für sich als Hochschulstandort gemacht. Nun bringt der MHB-Förderverein die Kunde von der Uni auf jeden „Marktplatz“.

Werben um neue Bewerber

Die Studenten, Professoren und Fördervereinsmitglieder werden, neben den Kommunalvertretern, den niedergelassenen Ärzten auch die Bürger der Orte ebenso einbeziehen, wie potentielle Studierende, die sich gern für ein Studium an der MHB bewerben sollen.

Zum Hintergrund: Die Zahl der Bewerber für die MHB übersteigt die Studienplätze um ein Vielfaches. Allerdings kommen sehr viele Bewerber aus den westlichen Bundesländern und drohen so dem Land nach dem Studium verloren zu gehen.

Netzwerke untereinander knüpfen

Das Projekt MHB-Mobil werde zum festen Format entwickelt, versichert Birgit Didczuneit-Sandhop. Und dabei wird nicht nur informiert und geworben: gemeinsame Abendveranstaltung werden auch zum besseren Kennenlernen und zur zwanglosen Kommunikation zwischen Studierenden, Medizinern und Kommunalvertretern genutzt.

Schon an diesem Wochenende ist der Spaß garantiert. Mit im „Gepäck“ haben die Brandenburger neben Stullen von Birgit Didczuneit-Sandhop auch den „Rasenden Reporter“ Attila Weidemann, der die Tour begleiten und einen Film davon machen wird.

Von Benno Rougk

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