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Mit Messer und Schlagstock gegen Iraner

Asylbewerber in Lehnin überfallen Mit Messer und Schlagstock gegen Iraner

In Lehnin sind zwei iranische Asylbewerber überfallen worden. Sie kamen am Abend vom Einkauf, als neben ihnen ein Auto hielt. Heraus sprangen zwei Männer. Einer hatte ein Messer in der Hand, der andere war mit einem Teleskopschlagstock bewaffnet. Ein Iraner wurde bedroht. Ihre Einkaufstüten wurden beide Asylbewerber los. Die Kripo ermittelt wegen schweren Raubes.

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Im Spargelhof Lehnin leben vorübergehend Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Lehnin. Die beiden Iraner hatten ihre Einkäufe für das Abendessen getätigt, als sie auf dem Rückweg zu ihrer vorübergehenden Unterkunft in der Beelitzer Straße (Spargelhof) überfallen wurden. Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Sonnabend, wurde aber erst am Mittwoch der Polizeidirektion West bekannt. Es passierte gegen 19.30 Uhr. Da wurden die Asylbewerber plötzlich in der Waldsiedlung von einem dunklen Auto überholt. Der Wagen stoppte, heraus sprangen zwei Männer. Der eine mit einem Messer in der Hand, der andere war mit einem Teleskopschlagstock bewaffnet.

Nach Aussagen der Opfer bedrohte der Messer-Mann einen Iraner (25). Die verängstigten Asylbewerber ließen ihre Einkaufsbeutel zu Boden fallen und flüchteten. Nach kurzer Zeit brachten die Überfallenen den Mut auf, um zum Tatort zurückzukehren. Doch ihre Einkäufe waren gestohlen worden. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei wegen schweren Raubes. Ob hinter der Tat eine fremdenfeindliche Aktion steht, ist nach Angaben von Polizeisprecherin Jana Birnbaum unklar.

Der Mann mit dem Messer wird wie folgt beschrieben: Er ist etwa 1,65 Meter groß und von schlanker Gestalt. Er hatte blonde Haare und trug einen Bart. Der Angreifer war mit blauen Jeans und einem schwarzen Rollkragenpullover bekleidet. Hinweise von Zeugen nimmt die Polizei unter der Rufnummer 03381/56 00 entgegen. Die Lehniner Flüchtlingsunterkunft im Spargelhof wird im Auftrag des Landkreises vom Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein Kuhlowitz (AAfV) betreut. Sozialfachbereichsleiter Thomas Schulz von der Kreisverwaltung sagte der MAZ: „Der Landkreis verurteilt den Vorfall auf das Schärfste. Wir sind froh, dass beide Asylbewerber körperlich unversehrt sind.“

Von Frank Bürstenbinder

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