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Mit Pfeil und Bogen auf dem Sportplatz

Sport in Rottstock Mit Pfeil und Bogen auf dem Sportplatz

In der Ruhe liegt die Kraft – vor allem beim Bogenschießen. Seit 22 Jahren gibt es in Rottstock einen Verein, der sich dieser immer noch seltenen Sportart verschrieben hat. Ein Höhepunkt ist das jährliche Nachtschießen.

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Die Rottstocker Bogenschützen beim Training.

Quelle: Silvia Zimmermann

Rottstock. „Bogenschießen hat etwas mit Ruhe und Ausdauer zu tun. Wenn der Bogen am Arm gehalten wird, der Pfeil in den Bogen gespannt wird und die Scheibe anvisiert ist, muss man sehr konzentriert sein. Je mehr Spannkraft vorhanden ist, je sicherer wird der Pfeil auf die Zielscheibe geschossen“, erklärt Gründungsmitglied Jürgen Horn die Technik. Das Bogenschießen ist ursprünglich eine der ältesten Jagdformen der Menschheit und spielte lange Zeit als Fernwaffe in kriegerischen Auseinandersetzungen eine bedeutsame Rolle. Es hat sich zu einer Sportart entwickelt und war 1972 sogar eine olympische Disziplin.

„Wir wollten uns als Freunde treffen, gemeinsam etwas unternehmen und Spaß haben.Dabei kamen wir auf das Bogenschießen. Ich habe die Sportart schon als Kind ausprobiert. Bogenschießen kann jeder erlernen“, erinnert sich Gabriele Wernicke. Es fand sich ein Bogenschützenverein aus Strausberg, der den Freunden diesen Freizeitsport nahebrachte. Es brauchte einige Zeit bis alle Formalitäten zur Gründung eines Vereins geregelt waren. Die offizielle Vereinsgründung fand am 9. November 1994 in der Gaststätte Haug in Rottstock statt. An der Gründungsversammlung beteiligten sich elf Personen.

Die Bogenschützen an den Zielscheiben

Die Bogenschützen an den Zielscheiben.

Quelle: Silvia Zimmermann

Das ist nun 22 Jahre her und der Bogenschützenverein Rottstock kann auf eine lange Tradition zurückblicken. „Wir treffen uns im Jahr einige Male zu verschiedenen Veranstaltungen. Wir können den Rottstocker Sportplatz nutzen, um dort Trainingsstunden und unsere Vereinsarbeit durchzuführen. Dazu stellte uns die Kommune einen Bungalow zur Verfügung “, berichtet Gabriele Wernicke, die ebenfalls Gründungsmitglied ist. Der Verein, der dem Kreissportbund Potsdam Mittelmark angeschlossen ist, verfolgt keine sportlichen Höchstleistungen und beteiligt sich auch nicht an Wettbewerben. „Wir schießen zu unserem Vergnügen. Es fehlt uns einfach die Zeit zum regelmäßigen Training, um bei Wettkämpfen mithalten zu können“, so die Bogenschützin.

Beim Wettkampf schießt jeder Teilnehmer in zehn Runden jeweils sechs Pfeile auf 30 Meter entfernte Scheiben. Sicherheit steht dabei an erster Stelle. Im November findet die Jahreshauptversammlung statt. Hier wird der Jahresarbeitsplan aufgestellt. Die Vereinsarbeit beginnt im April mit dem Anschießen. Gleichzeitig wird aufgeräumt und alles für die Saison vorbereitet. Die Mitglieder zwischen 30 und 71 Jahren, die aus Rottstock, Buckau und Dangelsdorf kommen, tragen über den Sommer einen Wettkampf aus, bei dem alle Punkte vom Schießen zusammengefasst werden. Auf den Sieger wartet ein Pokal.

Weiterer Höhpunkt ist ein Nachtschießen. Der Verein präsentiert seine Sportart auch bei öffentlichen Festen. Zum Beispiel beim Reiterfest in Buckau oder beim Sommerfest in Dahlen. „Bei uns kann jeder mitmachen und sich ausprobieren“, wirbt Gabriele Wernicke, die als Schatzmeisterin im Verein tätig ist.

Von Silvia Zimmermann

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