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Brandenburg/Havel Mit Speer am Hals: Satu will den Weltrekord
Lokales Brandenburg/Havel Mit Speer am Hals: Satu will den Weltrekord
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16:10 05.04.2018
Die Speerspitze drückt auf seinen Kehlkopf, das stumpfe Ende gegen das Fahrwerk des Flugzeugs. Satu beim Training. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Das hat die Welt noch nicht gesehen. Was andere ziehen, wird von Sebastian „Satu“ Kopke (37) einfach weggeschoben. Nicht mit bloßen Händen. Sondern mit einem Speer, dessen leicht abgerundete Metallspitze auf seinem Kehlkopf sitzt. Erst war es ein Motorrad, dann ein Laster.

Nun holt Brandenburgs berühmtester Extremsportler und Überlebenstrainer zu einem neuen Schlag aus. Auf einem Rollfeld will Steinebrecher Satu ein rund zwölf Tonnen schweres Geschäftsflugzeug mal eben beiseite schieben. Für den Schulbegleiter an der Havelschule ist es die “Mission Weltrekord“.

Nichts für Weicheier: Frühsport bei Satu. Quelle: JACQUELINE STEINER

„Ich hab’ da so ein Bock drauf. Denn es ist immer wieder faszinierend, wozu der menschliche Körper in der Lage ist“, verriet Satu der MAZ bei einem Besuch auf seinem Brielower Anwesen. Der Hof ist eine Mischung aus Reifenlager und Stahlhandel. Der gelernte Tiefbauer trainiert unter freiem Himmel mit allem, was seine Muskeln fit hält. Hauptsache schön schwer.

Die Vorbereitung wird Monate dauern

Satu jongliert zwei 24-Kilo-Hanteln durch die Luft wie Einkaufstüten. Treckerreifen werden bei ihm nicht gerollt, sondern geworfen. In den Ringen turnt er wie ein Olympiakämpfer. Doch reicht das aus, um ein Flugzeug mit dem Hals zu schieben?

Nein. Satu wird Monate brauchen, um sich für den Weltrekordversuch noch besser in Form zu bringen. So wie an den Füßen oder Händen muss sich bei ihm Hornhaut am Kehlkopf bilden. Eine Schubkraft von fünf bis sechs Tonnen würde sich der Ausnahmesportler derzeit zutrauen. Doch ein Businessjet bringt gut die doppelte Masse auf die Waage.

Im Frühjahr 2018 soll es soweit sein

„Vielleicht bin ich im Frühjahr 2018 so weit. Auf alle Fälle wird es eine Übertragung geben“, verspricht Satu. Wo das Spektakel stattfinden kann, ist noch unklar. Ein Flugfeld irgendwo in Brandenburg wäre ihn am liebsten. Doch es kann auch Dubai oder Moskau sein. Kommt drauf an, wer seinen Flieger wo für die irre Show zur Verfügung stellt.

Das sollte nicht jeder nachmachen. Quelle: JACQUELINE STEINER

Die Fans von Satu glauben an seinen Erfolg, wie erste Reaktionen im Internet zeigen. Ohne eine breite Unterstützung bleibt es nämlich nur bei einem Versuch. Für den Weltrekord braucht Sebastian Kopke Geld. Viel Geld. Am Dienstag wurde deshalb für ihn die Crowdfunding-Plattform Fairplaid freigeschaltet.

Ihm bleiben 21 Tage Zeit, um 39.000 Euro zusammenzubekommen. Das funktioniert so: Unterstützer überweisen eine Summe. Kommt das Geld nicht zusammen und scheitert das Projekt, wird die Spende auf den Cent genau zurückgezahlt.

Regulärer Job muss die nächste Zeit ruhen

Seinen Job als Schulbegleiter lässt Satu vorerst ruhen. Er wechselt wieder in die Selbstständigkeit. Von dem Geld müssen Sozialbeiträge, Steuern, Lebensunterhalt und Proben bezahlt werden. „Geld ist mir eigentlich nicht wichtig. Ich mache das für unsere Brandenburger. Was reinkommt, geht auch wieder raus“, stellt der Extremsportler klar.

Ganz ohne Gegenleistung sind die Zahlungseingänge nicht. Je nach Summe gibt es handsignierte Action-T-Shirts, persönliche Einladungen zum Rekordversuch oder sogar eine eigene Satu-Show. Natürlich mit Speer.

Von Frank Bürstenbinder

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