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Mit Taschenlampen durch den Gutspark

Nachtwanderung in Dahlen Mit Taschenlampen durch den Gutspark

Die Bäume im Dahlener Gutspark atmen auf. Endlich fiel Regen. Die lange Trockenheit hat den Gewächsen rund um den Schwanenteich zu schaffen gemacht. Dabei geht es nicht nur um den sinkenden Grundwasserstand. Die gefräßigen Eichenprozessionsspinner und die tückischer werdenden Stürme machen den Bäumen zusätzlich zu schaffen.

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Fördervereinsvorsitzender Johannes Reich mit Schlossgespenst und Naturparkeule.

Quelle: Foto: Frank Bürstenbinder

Dahlen. Die Bäume im Dahlener Gutspark atmen auf. Endlich fiel Regen. Die lange Trockenheit hat den Gewächsen rund um den Schwanenteich zu schaffen gemacht. „Unsere Eichen leiden gleich mehrfach“, weiß Johannes Reich vom Förderverein zur Erhaltung der Gutsanlage. Zu schaffen macht den uralten Huteeichen nicht nur der sinkende Grundwasserstand. Die gefräßigen Eichenprozessionsspinner und die tückischer werdenden Stürme machen den Bäumen zusätzlich zu schaffen. Auch die Kastanien im Park sind angeschlagen. Ihr Laub färbt sich bereits braun. Schuld ist der Befall mit den Raupen der Miniermotte.

Andere dendrologische Raritäten in dem neun Hektar großen Landschaftspark, wie die schlitzblättrige Buche, haben bereits Blätter abgeworfen. „So verringern die Bäume bei langer Hitze die Verdunstungsfläche“, berichtet Vereinsvorsitzender Reich, der in seinem langen Berufsleben Revierförster war. Wer mehr über den Gutspark, seine Bäume, Tiere und Gebäude erfahren will, sollte sich der langen Naturwacht-Nacht am kommenden Sonnabend anschließen. Das ist eine Veranstaltungsreihe die viele Jahre im Wiesenburger Schlosspark stattfand. Auch der Burgpark in Ziesar und der Gutspark Cammer waren bereits Gastgeber. Die Naturwacht des Naturparks um Katrin Mielsch wird bei den ab 20 Uhr stattfindenden Nachtwanderungen vom Dahlener Förderverein und vom ASB-Pflege- und Betreuungszentrum unterstützt.

Start in Gruppen

Ab 1840 ließ die Dahlener Gutsbesitzerfamilie von Schierstedt den Gutspark im englischen Stil anlegen, wobei Teile der Altanlage mit ihren Alteichen sowie der Turm der Gärtnerei mit einbezogen wurden. Später kamen Teiche und Wege hinzu. Im Zentrum des Parks liegt das 1835 errichtete Gutshaus, das heute zum Pflegeheim gehört.

Teilnehmer der langen Naturwacht-Nacht am Sonnabend melden sich bitte im Naturparkzentrum Raben an unter 033848/6 00 04. Es wird in Gruppen gestartet. Die Wartezeit wird mit Unterhaltung und Spielen für große und kleine Nachtschwärmer überbrückt.

An 15 Stationen bekommen die Teilnehmer wissenswerte und unterhaltsame Fakten über das (un)heimliche Treiben der Schloss- und Parkbewohner zu hören. Unter anderem werden Netze gespannt, um Fledermäuse einzufangen und zu bestimmen. Für die Bewohner des Pflegeheims ist die Parkanlage mit den über 30 verschiedenen Baumarten schon immer ein beliebtes Erholungsgelände. Der Park ist barrierefrei und dank hölzerner Leitplanken auch für Sehbehinderte begehbar. Besonders beliebt bei Rollstuhlfahrern ist der Bauerngarten mit den Hochbeeten.

Wie schon in den Vorjahren werden auch in Dahlen etwa 100 oder mehr Besucher erwartet. „Deshalb werden wir Gruppen bilden, die im Abstand von 15 Minuten starten“, informierte Naturwacht-Chefin Katrin Mielsch. Sie empfiehlt die Mitnahme von Taschenlampen, Mückenschutz und wärmerer Kleidung. Mit Lagerfeuer und Imbiss wird die lange Naturwacht-Nacht 2015 ausklingen.

Von Frank Bürstenbinder

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