Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Mit Taschenlampen durch den Gutspark
Lokales Brandenburg/Havel Mit Taschenlampen durch den Gutspark
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:33 21.08.2015
Fördervereinsvorsitzender Johannes Reich mit Schlossgespenst und Naturparkeule. Quelle: Foto: Frank Bürstenbinder
Anzeige
Dahlen

Die Bäume im Dahlener Gutspark atmen auf. Endlich fiel Regen. Die lange Trockenheit hat den Gewächsen rund um den Schwanenteich zu schaffen gemacht. „Unsere Eichen leiden gleich mehrfach“, weiß Johannes Reich vom Förderverein zur Erhaltung der Gutsanlage. Zu schaffen macht den uralten Huteeichen nicht nur der sinkende Grundwasserstand. Die gefräßigen Eichenprozessionsspinner und die tückischer werdenden Stürme machen den Bäumen zusätzlich zu schaffen. Auch die Kastanien im Park sind angeschlagen. Ihr Laub färbt sich bereits braun. Schuld ist der Befall mit den Raupen der Miniermotte.

Andere dendrologische Raritäten in dem neun Hektar großen Landschaftspark, wie die schlitzblättrige Buche, haben bereits Blätter abgeworfen. „So verringern die Bäume bei langer Hitze die Verdunstungsfläche“, berichtet Vereinsvorsitzender Reich, der in seinem langen Berufsleben Revierförster war. Wer mehr über den Gutspark, seine Bäume, Tiere und Gebäude erfahren will, sollte sich der langen Naturwacht-Nacht am kommenden Sonnabend anschließen. Das ist eine Veranstaltungsreihe die viele Jahre im Wiesenburger Schlosspark stattfand. Auch der Burgpark in Ziesar und der Gutspark Cammer waren bereits Gastgeber. Die Naturwacht des Naturparks um Katrin Mielsch wird bei den ab 20 Uhr stattfindenden Nachtwanderungen vom Dahlener Förderverein und vom ASB-Pflege- und Betreuungszentrum unterstützt.

Start in Gruppen

Ab 1840 ließ die Dahlener Gutsbesitzerfamilie von Schierstedt den Gutspark im englischen Stil anlegen, wobei Teile der Altanlage mit ihren Alteichen sowie der Turm der Gärtnerei mit einbezogen wurden. Später kamen Teiche und Wege hinzu. Im Zentrum des Parks liegt das 1835 errichtete Gutshaus, das heute zum Pflegeheim gehört.

Teilnehmer der langen Naturwacht-Nacht am Sonnabend melden sich bitte im Naturparkzentrum Raben an unter 033848/6 00 04. Es wird in Gruppen gestartet. Die Wartezeit wird mit Unterhaltung und Spielen für große und kleine Nachtschwärmer überbrückt.

An 15 Stationen bekommen die Teilnehmer wissenswerte und unterhaltsame Fakten über das (un)heimliche Treiben der Schloss- und Parkbewohner zu hören. Unter anderem werden Netze gespannt, um Fledermäuse einzufangen und zu bestimmen. Für die Bewohner des Pflegeheims ist die Parkanlage mit den über 30 verschiedenen Baumarten schon immer ein beliebtes Erholungsgelände. Der Park ist barrierefrei und dank hölzerner Leitplanken auch für Sehbehinderte begehbar. Besonders beliebt bei Rollstuhlfahrern ist der Bauerngarten mit den Hochbeeten.

Wie schon in den Vorjahren werden auch in Dahlen etwa 100 oder mehr Besucher erwartet. „Deshalb werden wir Gruppen bilden, die im Abstand von 15 Minuten starten“, informierte Naturwacht-Chefin Katrin Mielsch. Sie empfiehlt die Mitnahme von Taschenlampen, Mückenschutz und wärmerer Kleidung. Mit Lagerfeuer und Imbiss wird die lange Naturwacht-Nacht 2015 ausklingen.

Von Frank Bürstenbinder

Wenn ein betagter Inhaber den Absprung in den Ruhestand nicht schafft, leidet häufig das ganze Unternehmen. Davor warnt Diana Rosenthal von der Fachhochschule Brandenburg. Bestatter Günther Roloff aus Lehnin hat seine Nachfolge geregelt. Er gibt sein Institut mit 75 Jahren an seine Mitarbeiterin weiter. Er weiß um seine glückliche Lage.

21.08.2015
Rathenow Nach Unwetter in Rathenow - Das große Aufräumen auf der Buga

Am Tag nach dem Sturmwochenende haben in den Buga-Parks von Rathenow (Havelland) die Aufräumarbeiten begonnen. Zunächst musste ein Baumgutachter die Schäden registrieren. Auf dem Weinberg waren zwar auch einige Bäume betroffen, viel schlimmer sieht es aber im Optikpark aus.

20.08.2015

Er kam, sah und spielte. Der Organist Matthias Pech war am Sonntagabend in der Brandenburger Kirche Sankt Katharinen zu Gast. Neben Stücken von bekannten Komponisten wie Johann Sebastian Bach überraschte der Musiker aus Stralsund mit Kompositionen von heute eher selten gespielten Künstlern.

20.08.2015
Anzeige