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Brandenburg/Havel Insektenschutz: Mehr Wildblumenwiesen für die Havelstadt
Lokales Brandenburg/Havel Insektenschutz: Mehr Wildblumenwiesen für die Havelstadt
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11:10 28.10.2018
Solche Wiesen gefallen den Bienen. Quelle: Andreas Ziemer
Brandenburg/H

Nach den großen Industrieunternehmen unterstützt nun auch die Stadt Brandenburg/Havel ausdrücklich die im vergangenen Jahr vom örtlichen Naturschutzbund „Nabu“ der Stadt gestartete Initiative „Brandenburg summt“. Ein Ziel besteht darin, mit Wildblumenwiesen den Bienen günstige Bedingungen zu bieten.

Die Stadtverordneten haben am Mittwoch einigen Passagen des Beschlussantrages der Bündnisgrünen zugestimmt, wenn auch der Vorwurf laut wurde, es handele sich um Aktionismus.

Rasen zu Kräuterwiesen

Als aktiver Beitrag der Stadt zur Initiative „Brandenburg summt" werden laut Beschluss von 2019 an zwei Grünflächen entsprechend den Empfehlungen des Nabu schrittweise zu Wildblumen- beziehungsweise Kräuterwiesen umgestaltet. Es handelt sich um die Rasenflächen unmittelbar östlich des Weinbergs und am Paulikloster.

Den Antrag, auch die Grünfläche zwischen dem Parkplatz und dem Oberlandesgericht einzubeziehen ließen die Bündnisgrünen fallen, weil es sich um eine Landesliegenschaft handelt.

Keine Mehrheit kam in der SVV zustande für den Auftrag an die Verwaltung, der SVV für 2020 weitere geeignete öffentliche Rasenflächen zur Umwandlung zu nennen. Oberbürgermeister Scheller ist davon kein Freund. Er wies darauf hin, dass die Fachverwaltung im Stadtgebiet bereits jetzt mehr als 60 Flächen nur einmal jährlich mähen lasse und nannte die Standorte bestehender Wildblumenwiesen.

Weniger Insekten

Dagegen wehrte sich in der SVV niemand dagegen, dass die Unterstützung von „Brandenburg summt" auf der städtischen Webseite prominent dargestellt wird.

Hintergrund der Nabu-Initiative ist der massive Rückgang der heimischen Insekten. „Brandenburg summt brummt", versicherte Rainer Pauli, Vorsitzender des Brandenburger Imkervereins, der in der Einwohnerfragestunde das Wort ergriff.

Große Unternehmen wie ZF, Heidelberger Druck und auch das Elektrostahlwerk lassen Brachflächen auf ihrem Gebiet zu Wildblumen- oder Kräuterwiesen umgestalten.

Von Jürgen Lauterbach

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