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Mit dem Katamaran in die Havelregion

Freizeitkapitäne legen an Buga-Standorten an Mit dem Katamaran in die Havelregion

Auf dem Weg zur Ostsee halten in diesem Jahr viele Freizeitkapitäne entlang der Havelregion. Viele bleiben dank der Bundesgartenschau sogar ein paar Tage und schauen sich die einzelnen Standorte an, wo sie aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kommen.

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Eberhard und Ulrike Weinert aus Koblenz auf ihrem Boot.

Quelle: C. Nack

Brandenburg an der Havel. Auf dem Wasserweg sind Eberhard und Ulrike Weinert aus Koblenz mit ihrem Katamaran zur Bundesgartenschau angereist und haben etwa 1000 Kilometer zurückgelegt. „Über den Rhein, Mittellandkanal, Elbe-Havel-Kanal und die Untere Havel ging es zuerst rauf nach Havelberg“, berichten die Eheleute.

Ganz toll finden sie, dass fünf Standorte in diese Buga eingebunden sind und jeder sein eigenes Gesicht hat. „Weil man so immer etwas Neues kennen lernt.“ Angetan sind Weinerts auch von den vielen Spielplätzen. „Das war in Koblenz nicht so“, erinnern sie sich. In Rathenow konnten sie sich allerdings nur die Stadt ansehen, weil das Buga-Gelände nach dem schweren Unwetter, bei dem es einen Toten gegeben hat, gerade gesperrt war. „Ein solches Unglück ist sehr tragisch.“

Zwar habe jeder Standort seinen Reiz, doch von Havelberg schwärmen die Koblenzer besonders. „Alles ist dort schön übersichtlich und trotzdem können wir neue Ideen für unsere Gartengestaltung mit nach Hause nehmen“, sagen sie. In der Stadt Brandenburg werde man zwar auch fündig, aber die Areale seien ihnen ein bisschen zu groß.

In Havelberg seien vielmehr Blumen mit Namensschildern versehen und sogar ein Schrebergarten integriert. „Wir haben ein kleines Haus und einen kleinen Garten, aber ein großes Boot“, erklären sie schmunzelnd. „Wir brauchen Pflanzen, die wir nicht groß gießen müssen.“ Daher hätten sie sich vor allem für Rosen und die Heidelandschaft auf dem Brandenburger Marienberg interessiert.

„In Premnitz ist ein schöner Anlieger ein Bestandteil der Schau“, betonen der Freizeitkapitän. Überhaupt, dass man mit dem Boot überall anlegen kann, gefällt ihm und seiner Frau. Ausgerechnet Stölln mit Lilienthal-Centrum und Fliegerpark hat das Paar ausgespart, „da man dort nicht anlegen kann“. Eberhard Weinert war Berufspilot. „Ich war aber auch acht Jahre bei der Marine“, erzählt der 73-Jährige und lacht.

Nun ist er Freizeitkapitän. Bis hoch zur Ostsee will das Ehepaar noch, über Lübeck zurück und im Oktober wieder in Koblenz sein. Dann werden sie mit ihrem Katamaran „Wahoo“, der den Namen eines Atlantik-Raubfisches trägt, rund 2500 Kilometer auf den Wasserstraßen zurückgelegt haben.

Von Claudia Nack

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